Ein bisschen Statistik zum Warmwerden: Laut dem SaaS Report 2025 der Information Technology Company BetterCloud nutzt ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitenden im Schnitt 44 unterschiedliche Software-Tools. Ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden bringt es gar auf durchschnittlich 96 verschiedene Programme.
Ergo: Verdoppelt sich die Zahl der Angestellten, nimmt die Anzahl der im Einsatz befindlichen Tools um den Faktor 2,18 zu. Das lässt nichts Gutes ahnen, denn jedes neue Programm muss nicht nur in die bestehende Technologielandschaft integriert und an Systeme angeschlossen werden – irgendjemand muss das Tool auch bedienen können, es warten und updaten.
Um dieser immer weiter steigenden Komplexität Herr (oder Frau) zu werden, existieren in der IT zwei unterschiedliche Lösungsansätze: Best of Breed und Best of Suite – und in diesem Beitrag bringen wir dir die beiden Modelle näher. Wir erklären, was Best of Breed und Best of Suite bedeuten und wo ihre Vor- und Nachteile liegen.
Damit dem Gebot der Neutralität dabei Genüge getan wird, haben wir uns externe Expertise mit ins Boot geholt: Durch den Artikel begleitet uns Christina Braun, Director Sales bei Strix Deutschland und absolute Expertin für Architektur- und Organisationsfragen in Unternehmen.
Legen wir los:
Genau das ist Best of Suite vs. Best of Breed: Du kannst dich für ein Komplettpaket entscheiden, das vermeintlich alles mitbringt, was du benötigst, oder dir deine Lösung aus verschiedenen Komponenten selbst zusammenstellen.
Um also weg von den Rindviechern und hin zum E-Commerce zu kommen: Entweder deckst du sämtliche technologischen Bedürfnisse in deinem Unternehmen ab, indem du dich für eine Software Suite entscheidest – im Bereich Onlinehandel wären das aktuell vor allem Salesforce, SAP und die Adobe Commerce Cloud. Oder du wählst ein Shopsystem, das sich vor allem auf die Präsentation und den Verkauf von Produkten spezialisiert hat, und dockst weitere Expertensysteme rund um WaWi/ERP, PIM, Marketing und Buchhaltung über Schnittstellen an.
Andere Komponenten, wie PIM, Marketing-Tools oder ERP-Funktionalitäten, sind ebenfalls mit an Bord, allerdings nicht in einem Reifegrad, wie ihn sich mittelständische Unternehmen wünschen. Der Knackpunkt ist allerdings: Shopify weiß um seine Schwächen und wurde als Headless Commerce Plattform deshalb von Anfang an unter der Prämisse API-first aufgebaut.
Oder ohne Fachjargon: Einen SAP-App-Store suchst du vergeblich, eine Schnittstelle für Salesforce zu programmieren, ist in der Regel ein Großprojekt. Shopify dagegen macht es seinen User:innen bewusst einfach, weitere Systeme an den Store anzubinden oder einzelne Features per App oder Schnittstelle zu ergänzen.
Die Nadel zeigt also deutlich Richtung Best of Breed mit Shopify als Commerce Core: eine sehr leistungsfähige E-Commerce-Plattform, die bewusst als Teil eines Ökosystems konzipiert wurde.
Auf der technischen Seite erhältst du außerdem eine unitäre Benutzeroberfläche: Wer sich im Buchhaltungs-Modul zurechtfindet, kommt auch im Modul für die Warenwirtschaft klar. Außerdem stehen die Chancen gut, dass du weniger bis gar keine Datensilos produzierst, denn die Datenbasis ist durchgehend identisch und interkompatibel.
Weiterhin ist das System durch seine monolithische Struktur vergleichsweise sicher. Tore zur Außenwelt existieren nur wenige, was aus den Weiten des Webs reinkommt, läuft durch die immer selben Schnittstellen. Ungefähr so wie damals bei einer Reise durch den Eisernen Vorhang.
Aufgrund der stark verwobenen und damit komplexen Strukturen einer Best-of-Suite-Lösung fällt das Onboarding hier meist länger aus als im Best of Breed. Vor allem weil die einzelnen Module oft nicht optimal auf die Bedürfnisse ihrer typischen User:innen zugeschnitten sind – dazu gleich noch mehr. Fakt ist: Mit Best of Suite kaufst du dir ein mächtiges Stück Software, und bis deine ganze Mannschaft sicher damit umgehen kann, können Monate vergehen.
Das kann durchaus stimmen, ist aber nicht immer der Fall. Denn erstens sind Best-of-Suite-Lösungen von Haus aus bereits extrem teuer und zweitens in ihrer Preisstruktur oft verworren. Für ein vermeintlich inklusives Modul muss oft ein zusätzlicher Obolus entrichtet werden. Daher gilt: Nicht auf eine Vermutung verlassen, sondern den Preis immer genau prüfen!
Entweder arbeitet eine Abteilung also auf einer suboptimalen Lösung oder es wird doch eine externe Software dazugebucht. Die Praxis lehrt, dass meistens Letzteres der Fall ist. Nicht nur weil im Best-of-Suite-Modul wichtige Funktionen fehlen, sondern auch weil schnell die Motivation leidet, wenn die tägliche Arbeit mit einer Software nur frustrierend ist. Gute Ergebnisse liefert so niemand mehr ab.
In Klartext: Neue Technologien werden nur schleppend adaptiert; selbst kleine Funktionsupdates werden zu einer komplexen Angelegenheit. Schließlich muss der Anbieter bei jeder Neuerung sicherstellen, dass sie mit seinem gesamten gewaltigen Softwaremonolithen kompatibel ist. Was passiert, wenn hier geschludert wird, erleben derzeit Millionen User:innen von Windows 11.
Währenddessen tanzen die verschiedenen Tools aus Best of Breed den Giganten förmlich aus und sind technologisch immer am Puls der Zeit. Wie Speedboote, die um den Frachter schwirren.
Erstens: Du zahlst für Features, die du nicht benötigst. Denn professionelle Software hat natürlich ihren Preis – ob du all ihre Funktionen nutzt oder nicht. Und zweitens: Deine Mitarbeitenden sind rasch frustriert, denn mehr Funktionen bedeuten immer auch eine komplexere Bedienung der Software. Schnell steht da die Frage im Raum: Geht das nicht auch leichter?
Jedes Custom-Feature wird zum Projekt, da immer das gesamte Ökosystem betroffen ist. Und sollte es wirklich mal knallen (sprich: ein Softwareproblem geben), dann liegt schnell deine komplette Systemlandschaft lahm. Best of Suite mag gewichtige Vorteile haben, aber wenn dein Business agil und flexibel (und damit erfolgreich) operieren soll, ist die Lösung nicht die beste Wahl.
So bleibt dein Technologie-Stack nicht nur komplett flexibel, sondern lässt sich auch recht einfach erweitern. AR-Brillen werden auf einmal doch zum Megatrend? Garantiert hat schon jemand eine App dafür in den Shopify App Store gestellt.
Außerdem liegt der Fokus der Entwickler:innen klar auf dem eigenen System. Die notwendige Integration mit anderen Tools wird über API-first-Architekturen gelöst, ohne die Weiterentwicklung auszubremsen. Das ermöglicht in der Praxis meist schnellere und unabhängigere Updates.
Zunächst ist da der einfache Fall, dass kaum zusätzliche Software benötigt wird. Wenn Shopify bereits von Haus aus mitbringt, was ein Unternehmen benötigt, steht der Store in einer Woche. Allerdings dürfte dieser Umstand nur die wenigsten mittelständischen Unternehmen betreffen.
Deutlich wahrscheinlicher ist, dass Legacy-Software existiert, die bereits klaglos ihren Dienst verrichtet. Wenn das Pimcore-PIM und der Klaviyo-Newsletter bislang mit Shopware gearbeitet haben, ist es problemlos möglich, sie auch an Shopify anzubinden. Häufig sogar problemloser und performanter, denn wie gesagt: Auf Shopify gilt API-first.
Und dann ist da natürlich noch die Sache mit der Einarbeitungszeit: Eine Software, die sich nur mit Marketing beschäftigt, wurde auch für Marketeers entwickelt. Also für Menschen, die eher kreativ als strukturiert arbeiten. Für die Buchhaltungssoftware gilt dann der umgekehrte Fall. Aber in beiden Tools werden sich die jeweiligen Spezialist:innen deutlich schneller heimisch fühlen.
Denn eine Best-of-Breed-Landschaft kann schnell komplex werden. Jedes neue Tool muss auf Interoperabilität geprüft werden, und wenn es Schwierigkeiten gibt, existiert oft weder ein zentraler Ansprechpartner noch ist das Bug Hunting eine leichte Aufgabe. Und damit kommen wir zu den Nachteilen des Systems …
Zunächst bei der Auswahl der einzelnen Tools: Hier hilft vor allem die Erfahrung weiter. Ein einsamer ITler wird nicht wissen, welches CMS am besten mit dem Shopsystem harmoniert. Eine gute Agentur, die schon zahlreiche Projekte umgesetzt hat, weiß es dagegen schon.
Dann bei der Anbindung: Hier schlägt die Stunde von API und Middleware. Welche Daten sollen von A nach B? Wie müssen sie aufbereitet werden? Welche zusätzlichen Informationen braucht das Datenpaket, wenn es an seinem Ziel eintrifft? Jetzt ist vor allem Sorgfalt gefragt.
Und natürlich im laufenden Betrieb: Das Manko des fehlenden zentralen Ansprechpartners kann wettgemacht werden, indem externe Profis die Systemlandschaft nicht nur aufbauen, sondern langfristig betreuen. So lassen sich dann auch Schwachstellen schneller erkennen oder bei Bedarf neue Tools zeitnah implementieren. Aber wie gesagt: Dafür braucht es externe Expertise.
Allerdings: Je größer ein Unternehmen, desto seltener kommt es vor, dass Mitarbeitende zwischen verschiedenen Tools switchen. Der Head of Marketing hat in der Logistik nichts verloren. Und weiter: Mit dem richtigen Wissen ist es möglich, alle Systeme so miteinander zu verbinden, dass sie sich zu großen Teilen aus einer einzigen Schaltzentrale steuern lassen. Im Idealfall verschmilzt das Best-of-Breed-System zu einer Connected-Commerce-Landschaft und steuert den Zugriff auf einzelne Funktionen über Rollen und Berechtigungen.
Um diesen Feature Creep zu vermeiden, hilft nicht nur Selbstdisziplin, sondern vor allem erneut externe Expertise: Ein guter Partner challenged deine Ideen und weiß dank anderer Projekte, was sich in der Praxis bewährt hat und welche Ideen sich vermutlich als Rohrkrepierer erweisen werden.
Suite-Anbieter bringen viele dieser Anforderungen bereits standardisiert mit. Bei Best-of-Breed hingegen müssen passende Lösungen ausgewählt, integriert und sauber orchestriert werden – oft für jeden Markt einzeln.
Das ist kein Dealbreaker, aber es erhöht den initialen Aufwand und die Komplexität deutlich.
Gleichzeitig relativiert sich dieser Nachteil zunehmend: Plattformen wie Shopify investieren stark in Internationalisierungs-Features wie Shopify Markets, und auch im Best-of-Breed-Umfeld entstehen immer mehr spezialisierte Lösungen für globale Setups.
Sind dir feste Strukturen, Stringenz und ein klarer Rahmen wichtig, setzt du auf Best of Suite – verzichtest im gleichen Atemzug aber auf Best-in-Class-Lösungen, Innovationsgeschwindigkeit, geringere Kosten und kurze Reaktionszeiten.
Diese Entscheidung fällt allerdings selten isoliert: Oft ist der Suite-Anbieter bereits im Unternehmen verankert, etwa über das ERP. Die Commerce-Plattform wird dann weniger bewusst gewählt als vielmehr in eine bestehende Corporate-IT-Logik integriert.
Legst du dagegen mehr Wert auf maximale Flexibilität und die optimale Lösung jedes einzelnen Problems, dann führt dein Weg dich Richtung Best of Breed. Womit du dir aber auch immer zusätzliche Komplexität ins Haus holst und daher am besten mit einem erfahrenen Partner kooperieren solltest.
Schon jetzt als kleiner Anstoß in die (wahrscheinlich) richtige Richtung: Viele namhafte Marken sind in den vergangenen Monaten und Jahren von proprietären Best-of-Suite-Lösungen auf einen agilen Best-of-Breed-Store mit Shopify umgestiegen. Darunter befinden sich etwa der traditionsreiche Handtuchproduzent VOSSEN, der Multi-Brand-Händler für Sportbedarf ORTLIEB, der Grillfachhändler Petromax oder der Schweizer Distributor für Outdoor Equipment mit Marken wie New Balance und Allbirds.
An dieser Stelle abschließend nur noch dieser Hinweis: Für die Wahl zwischen Best of Suite und Best of Breed sollten immer alle Stakeholder befragt werden. Höre nicht nur auf deinen CFO, weil der sagt, Lösung A ist günstiger. Auch nicht nur auf die IT, weil die sich im Best of Suite einen lauen Lenz versprechen.
Sammle lieber Informationen aus allen Abteilungen: von den schrägen Vögeln im Marketing hin zum humorlosen Buchhalter. Sie alle haben unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen. Erst wenn das komplette Pflichtenheft steht, geht es in die Evaluation – und das führt final hoffentlich zur bestmöglichen Entscheidung.
Dabei spielt es keine Rolle, ob du mit deinem Business zu Shopify migrieren möchtest oder deinen bestehenden Shopify Store relaunchen willst. Im ersten Fall meldest du dich einfach bei unserem Team für die Migration, im zweiten Fall ist unsere Crew für den Relaunch deine Ansprechpartnerin. In jedem Fall freuen wir uns darauf, von dir zu hören – gerne auch für eine CX-Beratung, wenn du einfach analysieren lassen möchtest, was in deinem Store möglich ist.
Und als wirklich allerletzte Sache: In der Einleitung zum Beitrag haben wir ein bisschen gefuddelt. Denn die Anzahl der verwendeten Tools pro Kopf wächst gar nicht immer weiter, sondern nimmt mit wachsender Unternehmensgröße stark ab. Bei 150 Mitarbeitenden sind es 29 Tools pro 100 Mann, bei 5.000 Mitarbeitenden nur noch zwei bis drei Tools. Aber weißt du, was das heißt? Best of Breed ist skalierbar!
Ergo: Verdoppelt sich die Zahl der Angestellten, nimmt die Anzahl der im Einsatz befindlichen Tools um den Faktor 2,18 zu. Das lässt nichts Gutes ahnen, denn jedes neue Programm muss nicht nur in die bestehende Technologielandschaft integriert und an Systeme angeschlossen werden – irgendjemand muss das Tool auch bedienen können, es warten und updaten.
Um dieser immer weiter steigenden Komplexität Herr (oder Frau) zu werden, existieren in der IT zwei unterschiedliche Lösungsansätze: Best of Breed und Best of Suite – und in diesem Beitrag bringen wir dir die beiden Modelle näher. Wir erklären, was Best of Breed und Best of Suite bedeuten und wo ihre Vor- und Nachteile liegen.
Damit dem Gebot der Neutralität dabei Genüge getan wird, haben wir uns externe Expertise mit ins Boot geholt: Durch den Artikel begleitet uns Christina Braun, Director Sales bei Strix Deutschland und absolute Expertin für Architektur- und Organisationsfragen in Unternehmen.
Diese Themen findest du im Folgenden:
- Best of Suite vs. Best of Breed: Was bedeutet das eigentlich?
- Best of Suite vs. Best of Breed: Die Vor- und Nachteile
- Best of Suite vs. Best of Breed: Welches Modell für welches Unternehmen?
- Best of Suite vs. Best of Breed: Für alle, die schon wissen, was sie wollen
- FAQ: Best of Suite vs. Best of Breed
Legen wir los:
Best of Suite vs. Best of Breed: Was bedeutet das eigentlich?
Stell dir vor, es ist 1850 und du planst einen Trek über den Oregon Trail. 3.500 Kilometer quer durch die Rocky Mountains und wie es sich für die Zeit gehört natürlich in einem von Ochsen gezogenen Planwagen. Ein Viehhändler macht dir nun folgendes Angebot: Entweder du kaufst ein Gespann aus vier Ochsen, die aus derselben Herde stammen und gemeinsam aufgewachsen sind. Oder du suchst dir aus seinem riesigen Rinderbestand selbst vier Tiere aus, die du am geeignetsten für den langen Marsch hältst.Genau das ist Best of Suite vs. Best of Breed: Du kannst dich für ein Komplettpaket entscheiden, das vermeintlich alles mitbringt, was du benötigst, oder dir deine Lösung aus verschiedenen Komponenten selbst zusammenstellen.
Um also weg von den Rindviechern und hin zum E-Commerce zu kommen: Entweder deckst du sämtliche technologischen Bedürfnisse in deinem Unternehmen ab, indem du dich für eine Software Suite entscheidest – im Bereich Onlinehandel wären das aktuell vor allem Salesforce, SAP und die Adobe Commerce Cloud. Oder du wählst ein Shopsystem, das sich vor allem auf die Präsentation und den Verkauf von Produkten spezialisiert hat, und dockst weitere Expertensysteme rund um WaWi/ERP, PIM, Marketing und Buchhaltung über Schnittstellen an.

„Best of Suite und Best of Breed sind letztlich zwei unterschiedliche Strategien, um Komplexität zu managen: Entweder bündelst du möglichst viel in einem System – oder du kombinierst mehrere spezialisierte Lösungen zu einem funktionierenden Gesamtbild.“ – Christina Braun, Director Sales bei Strix DE
Wie ist Shopify in dieses System einzuordnen?
Shopify stellt in dieser Logik einen Sonderfall dar: Denn zum einen hat sich der Funktionsumfang des Systems in den vergangenen Jahren so stark erweitert, dass manch ein Mensch die Plattform inzwischen tatsächlich als Suite bezeichnet. Ein extrem performanter Checkout mit allen nur denkbaren Zahlungsdienstleistern gehört genauso zum Umfang wie professionelle Tools für Lokalisierung und Internationalisierung. In anderen Systemen müssen diese Funktionen eigens programmiert oder für viel Geld eingekauft werden.Andere Komponenten, wie PIM, Marketing-Tools oder ERP-Funktionalitäten, sind ebenfalls mit an Bord, allerdings nicht in einem Reifegrad, wie ihn sich mittelständische Unternehmen wünschen. Der Knackpunkt ist allerdings: Shopify weiß um seine Schwächen und wurde als Headless Commerce Plattform deshalb von Anfang an unter der Prämisse API-first aufgebaut.
Oder ohne Fachjargon: Einen SAP-App-Store suchst du vergeblich, eine Schnittstelle für Salesforce zu programmieren, ist in der Regel ein Großprojekt. Shopify dagegen macht es seinen User:innen bewusst einfach, weitere Systeme an den Store anzubinden oder einzelne Features per App oder Schnittstelle zu ergänzen.
Die Nadel zeigt also deutlich Richtung Best of Breed mit Shopify als Commerce Core: eine sehr leistungsfähige E-Commerce-Plattform, die bewusst als Teil eines Ökosystems konzipiert wurde.
Best of Suite vs. Best of Breed: Die Vor- und Nachteile
Lange Zeit galt die Sache als ausgemacht: Best of Breed ist nur etwas für kleine Unternehmen und Startups. Spätestens wenn es Richtung Mittelstand geht, setzt eine Firma auf die Enterprise-Variante und damit auf Best of Suite. Mit der fortschreitenden Dominanz von SaaS-Lösungen hat sich der Wind inzwischen allerdings ein wenig gedreht. Ein Blick auf die Vor- und Nachteile der beiden Ansätze zeigt detailliert, warum das so ist:Vor- und Nachteile von Best of Suite
Falls dir unsere Ochsen-Analogie gefallen hat: Stell dir vor, eines der Rinder aus dem Gespann kann jonglieren. Das ist zwar beeindruckend, in den Rockys aber auch herzlich nutzlos. Kaufen musst du das Tier trotzdem – aber wir beginnen mit den Vorteilen für den Best-of-Suite-Ansatz:Pro #1: Alles kommt aus einem Guss
Wenn du dich für Best of Suite entscheidest, bekommst du vor allem einen Vorteil: Einheitlichkeit. Dein zentraler Ansprechpartner für alle Sorgen und Probleme ist dein persönlicher Salesforce-Berater und bei Fragen zum Vertrag gibt es genau ein Dokument.Auf der technischen Seite erhältst du außerdem eine unitäre Benutzeroberfläche: Wer sich im Buchhaltungs-Modul zurechtfindet, kommt auch im Modul für die Warenwirtschaft klar. Außerdem stehen die Chancen gut, dass du weniger bis gar keine Datensilos produzierst, denn die Datenbasis ist durchgehend identisch und interkompatibel.
„Best-of-Suite-Systeme bieten vor allem eines: Klarheit. Es gibt einen Anbieter, eine Datenbasis und einen zentralen Ansprechpartner. Das schafft Struktur – gerade für Unternehmen mit stark standardisierten Prozessen.“ – Christina Braun, Director Sales bei Strix DE
Pro #2: Weniger Wartungsaufwand und mehr Sicherheit
Wo alles vereinheitlicht ist, fällt auch das Troubleshooting leichter. Bugs lassen sich schneller ausmachen, wenn es nur einen einzigen großen Systemblock gibt. Externe Tools, die im Miteinander Fehler produzieren, existieren nicht.Weiterhin ist das System durch seine monolithische Struktur vergleichsweise sicher. Tore zur Außenwelt existieren nur wenige, was aus den Weiten des Webs reinkommt, läuft durch die immer selben Schnittstellen. Ungefähr so wie damals bei einer Reise durch den Eisernen Vorhang.
Pro-Tipp: Auch die Module einer Suite können als Bausteine im Best of Breed dienen. So funktioniert die Integration von SAP in Shopify.
Pro #3: Die Time to Market KANN kürzer sein
Klar, eine Software zu installieren geht schneller als ein Dutzend Programme einzurichten. Allerdings ist das nur die technische Seite der Medaille. Denn was nützt die schnellste Installation, wenn niemand da ist, der das Tool bedienen kann?Aufgrund der stark verwobenen und damit komplexen Strukturen einer Best-of-Suite-Lösung fällt das Onboarding hier meist länger aus als im Best of Breed. Vor allem weil die einzelnen Module oft nicht optimal auf die Bedürfnisse ihrer typischen User:innen zugeschnitten sind – dazu gleich noch mehr. Fakt ist: Mit Best of Suite kaufst du dir ein mächtiges Stück Software, und bis deine ganze Mannschaft sicher damit umgehen kann, können Monate vergehen.
Pro #4: Best of Suite KANN günstiger sein
Die Vermutung liegt nahe: Wer ein Komplettpaket kauft, zahlt weniger als jemand, der sich jede Komponente einzeln zulegt. Vor allem dann, wenn in Zukunft neue Module benötigt werden, denn die sind mit an Bord und müssen nicht teuer eingekauft werden.Das kann durchaus stimmen, ist aber nicht immer der Fall. Denn erstens sind Best-of-Suite-Lösungen von Haus aus bereits extrem teuer und zweitens in ihrer Preisstruktur oft verworren. Für ein vermeintlich inklusives Modul muss oft ein zusätzlicher Obolus entrichtet werden. Daher gilt: Nicht auf eine Vermutung verlassen, sondern den Preis immer genau prüfen!
Con #1: Funktional breit, aber nur begrenzt spezialisiert
Jack of all trades, master of none – wer alles ein bisschen kann, beherrscht keinen Skill wirklich perfekt. Das bedeutet in der E-Commerce-Praxis: Eine Software, die sich nur auf ein einziges Themengebiet spezialisiert hat, ist in ihrem Funktionsumfang oft deutlich durchdachter und ausgereifter als das entsprechende Modul einer Best-of-Suite-Plattform.Entweder arbeitet eine Abteilung also auf einer suboptimalen Lösung oder es wird doch eine externe Software dazugebucht. Die Praxis lehrt, dass meistens Letzteres der Fall ist. Nicht nur weil im Best-of-Suite-Modul wichtige Funktionen fehlen, sondern auch weil schnell die Motivation leidet, wenn die tägliche Arbeit mit einer Software nur frustrierend ist. Gute Ergebnisse liefert so niemand mehr ab.
Lesetipp: Synergien entstehen erst im Zusammenspiel der besten Lösungen. Zum Beispiel durch die Verzahnung von Klaviyo, Channable und Shopify.
Con #2: Geringes Innovationstempo
Hand in Hand mit Con #1 geht das Innovationstempo der Best-of-Suite-Lösungen. Um einen Vergleich zu bemühen: Eine Best-of-Suite-Plattform ist wie ein Containerfrachter: Einmal auf Fahrt, ist sie kaum noch zu bremsen und ganz sicher nicht zu wenden.In Klartext: Neue Technologien werden nur schleppend adaptiert; selbst kleine Funktionsupdates werden zu einer komplexen Angelegenheit. Schließlich muss der Anbieter bei jeder Neuerung sicherstellen, dass sie mit seinem gesamten gewaltigen Softwaremonolithen kompatibel ist. Was passiert, wenn hier geschludert wird, erleben derzeit Millionen User:innen von Windows 11.
Währenddessen tanzen die verschiedenen Tools aus Best of Breed den Giganten förmlich aus und sind technologisch immer am Puls der Zeit. Wie Speedboote, die um den Frachter schwirren.
Con #3: Gefahr der Überdimensionierung
Natürlich existiert auch der umgekehrte Fall: Ein Modul aus der Suite ist so mächtig und mit Funktionen vollgestopft, dass es jenseits all dessen liegt, was dein Team für seine tägliche Arbeit eigentlich benötigt. Daraus ergeben sich zwei Probleme:Erstens: Du zahlst für Features, die du nicht benötigst. Denn professionelle Software hat natürlich ihren Preis – ob du all ihre Funktionen nutzt oder nicht. Und zweitens: Deine Mitarbeitenden sind rasch frustriert, denn mehr Funktionen bedeuten immer auch eine komplexere Bedienung der Software. Schnell steht da die Frage im Raum: Geht das nicht auch leichter?
Con #4: Fehlende Flexibilität
Alle bislang genannten Nachteile kulminieren in einem großen Gesamtproblem: Best-of-Suite-Lösungen sind in etwa so flexibel wie die Wirbelsäule eines achtzigjährigen Couch-Potatos: Genügt ein Modul nicht deinen Ansprüchen, lässt es sich kaum austauschen. Wartest du auf ein dringend benötigtes Update, können Monate vergehen, bis es released wird.Jedes Custom-Feature wird zum Projekt, da immer das gesamte Ökosystem betroffen ist. Und sollte es wirklich mal knallen (sprich: ein Softwareproblem geben), dann liegt schnell deine komplette Systemlandschaft lahm. Best of Suite mag gewichtige Vorteile haben, aber wenn dein Business agil und flexibel (und damit erfolgreich) operieren soll, ist die Lösung nicht die beste Wahl.
Vor- und Nachteile von Best of Breed
Best of Breed hat vor allem dort seine Vorteile, wo Best of Suite Nachteile aufweist. Allerdings: Was ist, wenn die Ochsen, die du ausgesucht hast, so gar nicht miteinander klarkommen? Soll heißen: Die individuellen Nachteile dürfen wir natürlich nicht vernachlässigen. Aber zunächst die Benefits von Best-of-Breed-Systemen:Pro #1: Maximale Flexibilität
Im Best of Breed suchst du dir genau die Programme aus, die zu deinen Anforderungen passen. Ein Feature fehlt, die UI ist nicht nach deinem Geschmack oder die Updates kommen dir nicht schnell genug? Dann weg damit, denn Alternativen existieren wie der berühmte Sand am Meer.So bleibt dein Technologie-Stack nicht nur komplett flexibel, sondern lässt sich auch recht einfach erweitern. AR-Brillen werden auf einmal doch zum Megatrend? Garantiert hat schon jemand eine App dafür in den Shopify App Store gestellt.
„Der große Vorteil von Best of Breed ist die Freiheit: Du kannst in jedem Bereich auf die beste verfügbare Lösung setzen und deinen Technologie-Stack jederzeit weiterentwickeln.“ – Christina Braun, Director Sales bei Strix DE
Pro #2: Beste Funktionalität in jedem Bereich
Apropos Technologie von morgen: Fortschritte werden für Best-of-Breed-Programme deutlich schneller realisiert als im Best of Suite. Die Gründe sind offensichtlich: Zunächst sitzen hier Spezialist:innen am Keyboard, die sich mit ihrem Produkt intensiv auskennen. Savant sagt man in England: Fachidiot bei uns.Außerdem liegt der Fokus der Entwickler:innen klar auf dem eigenen System. Die notwendige Integration mit anderen Tools wird über API-first-Architekturen gelöst, ohne die Weiterentwicklung auszubremsen. Das ermöglicht in der Praxis meist schnellere und unabhängigere Updates.
Als Beispiel: Pimcore x Shopify – so viel kannst du im Zusammenspiel zwischen PIM und Shop-Plattform tatsächlich erreichen.
Pro #3: Die Time to Market KANN kürzer sein
Nochmal: Eine Best-of-Breed-Landschaft stabil zu implementieren ist aufwendiger als einfach eine Suite zu installieren. Allerdings sprechen drei Aspekte für eine schnellere Time to Market im Vergleich zur Enterprise-Lösung:Zunächst ist da der einfache Fall, dass kaum zusätzliche Software benötigt wird. Wenn Shopify bereits von Haus aus mitbringt, was ein Unternehmen benötigt, steht der Store in einer Woche. Allerdings dürfte dieser Umstand nur die wenigsten mittelständischen Unternehmen betreffen.
Deutlich wahrscheinlicher ist, dass Legacy-Software existiert, die bereits klaglos ihren Dienst verrichtet. Wenn das Pimcore-PIM und der Klaviyo-Newsletter bislang mit Shopware gearbeitet haben, ist es problemlos möglich, sie auch an Shopify anzubinden. Häufig sogar problemloser und performanter, denn wie gesagt: Auf Shopify gilt API-first.
Und dann ist da natürlich noch die Sache mit der Einarbeitungszeit: Eine Software, die sich nur mit Marketing beschäftigt, wurde auch für Marketeers entwickelt. Also für Menschen, die eher kreativ als strukturiert arbeiten. Für die Buchhaltungssoftware gilt dann der umgekehrte Fall. Aber in beiden Tools werden sich die jeweiligen Spezialist:innen deutlich schneller heimisch fühlen.
Pro #4: Best of Breed KANN günstiger sein
Es muss schon viel passieren, damit die aufaddierten Kosten aller Tools in einer Best-of-Breed-Landschaft höher sind als der Abopreis für die Salesforce. Die wahren Preistreiber verstecken sich hier nämlich nicht in der Implementierung, sondern im Rattenschwanz der TCO, die Best-of-Breed oft nach sich zieht.Denn eine Best-of-Breed-Landschaft kann schnell komplex werden. Jedes neue Tool muss auf Interoperabilität geprüft werden, und wenn es Schwierigkeiten gibt, existiert oft weder ein zentraler Ansprechpartner noch ist das Bug Hunting eine leichte Aufgabe. Und damit kommen wir zu den Nachteilen des Systems …
Con #1: Komplexe Systemlandschaft
Beginnen wir also gleich mit dem größten Nachteil der Best-of-Breed-Lösung: der möglichen Komplexität. In diesem System kommt zusammen, was bestenfalls nur bedingt zusammen gedacht war – und trotzdem soll alles reibungslos funktionieren. Das erfordert Expertise.Zunächst bei der Auswahl der einzelnen Tools: Hier hilft vor allem die Erfahrung weiter. Ein einsamer ITler wird nicht wissen, welches CMS am besten mit dem Shopsystem harmoniert. Eine gute Agentur, die schon zahlreiche Projekte umgesetzt hat, weiß es dagegen schon.
Dann bei der Anbindung: Hier schlägt die Stunde von API und Middleware. Welche Daten sollen von A nach B? Wie müssen sie aufbereitet werden? Welche zusätzlichen Informationen braucht das Datenpaket, wenn es an seinem Ziel eintrifft? Jetzt ist vor allem Sorgfalt gefragt.
Und natürlich im laufenden Betrieb: Das Manko des fehlenden zentralen Ansprechpartners kann wettgemacht werden, indem externe Profis die Systemlandschaft nicht nur aufbauen, sondern langfristig betreuen. So lassen sich dann auch Schwachstellen schneller erkennen oder bei Bedarf neue Tools zeitnah implementieren. Aber wie gesagt: Dafür braucht es externe Expertise.
Con #2: Fehlende Einheitlichkeit
Wird mit unterschiedlichen Tools gearbeitet, sieht die UI in der WaWi natürlich ganz anders aus als in der Buchhaltung. Ein Wechsel zwischen den Programmen ist daher gegebenermaßen immer mit Schwierigkeiten verbunden: Wo ist denn hier der Save-Button?Allerdings: Je größer ein Unternehmen, desto seltener kommt es vor, dass Mitarbeitende zwischen verschiedenen Tools switchen. Der Head of Marketing hat in der Logistik nichts verloren. Und weiter: Mit dem richtigen Wissen ist es möglich, alle Systeme so miteinander zu verbinden, dass sie sich zu großen Teilen aus einer einzigen Schaltzentrale steuern lassen. Im Idealfall verschmilzt das Best-of-Breed-System zu einer Connected-Commerce-Landschaft und steuert den Zugriff auf einzelne Funktionen über Rollen und Berechtigungen.
Lesetipp: UI und UX spielen auch in deinem Store eine große Rolle. Wir zeigen dir die Tricks der Profis.
Con #3: Risiko des Feature Creep
Im Best of Breed ist die Versuchung groß, für jeden Unfug eine eigene App zu installieren. So wird unnötige Komplexität erzeugt – oft überflüssigerweise, denn meist versteckt sich die gewünschte Funktion bereits in einem vorhandenen Tool oder bringt im Arbeitsalltag keinen nennenswerten Mehrwert.Um diesen Feature Creep zu vermeiden, hilft nicht nur Selbstdisziplin, sondern vor allem erneut externe Expertise: Ein guter Partner challenged deine Ideen und weiß dank anderer Projekte, was sich in der Praxis bewährt hat und welche Ideen sich vermutlich als Rohrkrepierer erweisen werden.
Con #4: Höherer Lokalisierungsaufwand
Ein echter Nachteil von Best-of-Breed zeigt sich vor allem bei der Internationalisierung: Lokalisierung wird schnell komplex. Unterschiedliche Steuerregeln, lokale Zahlungsmethoden, Währungen oder regulatorische Anforderungen müssen pro Markt individuell berücksichtigt werden.Suite-Anbieter bringen viele dieser Anforderungen bereits standardisiert mit. Bei Best-of-Breed hingegen müssen passende Lösungen ausgewählt, integriert und sauber orchestriert werden – oft für jeden Markt einzeln.
Das ist kein Dealbreaker, aber es erhöht den initialen Aufwand und die Komplexität deutlich.
Gleichzeitig relativiert sich dieser Nachteil zunehmend: Plattformen wie Shopify investieren stark in Internationalisierungs-Features wie Shopify Markets, und auch im Best-of-Breed-Umfeld entstehen immer mehr spezialisierte Lösungen für globale Setups.
Für Lesemuffel: Vor- und Nachteile in der Übersicht

Best of Suite vs. Best of Breed: Welches Modell für welches Unternehmen?
Und damit bist du komplett im Bilde: Du weißt, was Best of Suite sowie Best of Breed bedeuten, und kennst ihre Vor- und Nachteile. Bleibt eigentlich nur noch die eine große Frage: Welcher Ansatz ist für dein Unternehmen besser? Wie wir gesehen haben, ist das Ganze vor allem eine Architektur- und Organisationsentscheidung:Sind dir feste Strukturen, Stringenz und ein klarer Rahmen wichtig, setzt du auf Best of Suite – verzichtest im gleichen Atemzug aber auf Best-in-Class-Lösungen, Innovationsgeschwindigkeit, geringere Kosten und kurze Reaktionszeiten.
Diese Entscheidung fällt allerdings selten isoliert: Oft ist der Suite-Anbieter bereits im Unternehmen verankert, etwa über das ERP. Die Commerce-Plattform wird dann weniger bewusst gewählt als vielmehr in eine bestehende Corporate-IT-Logik integriert.
Legst du dagegen mehr Wert auf maximale Flexibilität und die optimale Lösung jedes einzelnen Problems, dann führt dein Weg dich Richtung Best of Breed. Womit du dir aber auch immer zusätzliche Komplexität ins Haus holst und daher am besten mit einem erfahrenen Partner kooperieren solltest.
„Die Entscheidung zwischen Best of Suite und Best of Breed ist oft weniger eine technische als eine organisatorische Frage. Und Unternehmen, die wirklich flexibel wachsen wollen, kommen an Best of Breed meist nicht vorbei." – Christina Braun, Director Sales bei Strix DEIn kommenden Beiträgen werden wir deshalb in den direkten Vergleich zwischen den großen Best-of-Suite-Systemen und Shopify als Best-of-Breed-Core gehen und dir so eine fundierte Entscheidung ermöglichen.
Schon jetzt als kleiner Anstoß in die (wahrscheinlich) richtige Richtung: Viele namhafte Marken sind in den vergangenen Monaten und Jahren von proprietären Best-of-Suite-Lösungen auf einen agilen Best-of-Breed-Store mit Shopify umgestiegen. Darunter befinden sich etwa der traditionsreiche Handtuchproduzent VOSSEN, der Multi-Brand-Händler für Sportbedarf ORTLIEB, der Grillfachhändler Petromax oder der Schweizer Distributor für Outdoor Equipment mit Marken wie New Balance und Allbirds.
An dieser Stelle abschließend nur noch dieser Hinweis: Für die Wahl zwischen Best of Suite und Best of Breed sollten immer alle Stakeholder befragt werden. Höre nicht nur auf deinen CFO, weil der sagt, Lösung A ist günstiger. Auch nicht nur auf die IT, weil die sich im Best of Suite einen lauen Lenz versprechen.
Sammle lieber Informationen aus allen Abteilungen: von den schrägen Vögeln im Marketing hin zum humorlosen Buchhalter. Sie alle haben unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen. Erst wenn das komplette Pflichtenheft steht, geht es in die Evaluation – und das führt final hoffentlich zur bestmöglichen Entscheidung.
Best of Suite vs. Best of Breed: Für alle, die schon wissen, was sie wollen
Solltest du deine Entscheidung dagegen bereits getroffen haben, und sollte sie pro Best of Breed ausgefallen sein, dann lass uns gerne reden. Denn wir sind der bereits mehrfach erwähnte erfahrene Partner, den du nun brauchst.Dabei spielt es keine Rolle, ob du mit deinem Business zu Shopify migrieren möchtest oder deinen bestehenden Shopify Store relaunchen willst. Im ersten Fall meldest du dich einfach bei unserem Team für die Migration, im zweiten Fall ist unsere Crew für den Relaunch deine Ansprechpartnerin. In jedem Fall freuen wir uns darauf, von dir zu hören – gerne auch für eine CX-Beratung, wenn du einfach analysieren lassen möchtest, was in deinem Store möglich ist.
Und als wirklich allerletzte Sache: In der Einleitung zum Beitrag haben wir ein bisschen gefuddelt. Denn die Anzahl der verwendeten Tools pro Kopf wächst gar nicht immer weiter, sondern nimmt mit wachsender Unternehmensgröße stark ab. Bei 150 Mitarbeitenden sind es 29 Tools pro 100 Mann, bei 5.000 Mitarbeitenden nur noch zwei bis drei Tools. Aber weißt du, was das heißt? Best of Breed ist skalierbar!

