Was sind Shopify Editions?
- Falls du gerade ein wenig ratlos auf deinen Bildschirm starrst, weil du das Event gar nicht kennst: Die Shopify Editions sind eine digitale Veranstaltung, auf der die Macher:innen unseres liebsten Shopsystem alles präsentieren, was mit aktuellen Entwicklungen rund um die Plattform zu tun hat – einmal im Sommer, einmal im Winter. Dabei kann es sich um Funktionen und Tools handeln, die in den vergangenen sechs Monaten implementiert wurden oder um geplante Neuerungen, die erst noch ausgerollt werden.
- Die Liste der präsentierten Features ist meist ellenlang. Denn – Abonnent:innen des Changelogs wissen es – Shopify bringt so gut wie jeden Tag zwei, drei kleine Neuerungen und Verbesserungen raus. Von Interesse sind die Editions somit für alle, die in irgendeiner Form mit dem Shopsystem arbeiten: Händler:innen und Unternehmen an vorderster Front, aber auch die Menschen, die hinter den Kulissen werkeln. Sprich: Agenturen, Tekkies oder Designer:innen.
Wie dem auch sei, die Spring Editions präsentieren sich unter dem Motto Everywhere. Warum, das wird schnell klar, wenn du einen Blick auf die Neuerungen wirfst, auf die wir gleich näher eingehen. Natürlich nicht auf alle 150, sondern auf ausgewählte Highlights. Wie immer kuratiert und kommentiert, denn einfach Werbung nachplappern machen wir hier nicht.
#1: Agentic Commerce: KI als neuer Vertriebskanal
Starten wir direkt mit dem wohl wichtigsten Thema der gesamten Spring Edition: Shopify arbeitet nicht mehr ausschließlich daran, Händler:innen beim Verkaufen zu unterstützen. Nicht weniger, als selbst die technische Grundlage dafür zu liefern, dass ein KI-Agent bald selbst einkaufen kann, hat man sich auf die Fahnen geschrieben.Konkret geht es dabei um die Shopify Catalog API und das neue Universal Commerce Protocol (UCP). Im Zusammenspiel stellen diese beiden Funktionen Produktdaten bald so bereit, dass KI-Chatbots sie verstehen, zuordnen und verarbeiten können.
Ja, das geht auch schon jetzt irgendwie, aber mit der Catalog API und UCP soll der Vorgang integrierter und vor allem intelligenter werden. Eine Konversation zwischen einer Kundin und der KI könnte dann so aussehen:
„Hallo Chatbot. Am Wochenende kommen meine Schwiegereltern zu Besuch und wir möchten einen Spieleabend machen. Ich brauche ein Spiel. Allerdings rastet mein Schwiegervater immer ganz schnell aus, wenn er verliert, und meine Schwiegermutter mag eigentlich nur Kreuzworträtsel.“
„Dann empfehle ich dir das Spiel Ratemeister – denn da spielt ihr als Team zusammen gegen das Spiel selbst. So hält sich dein Schwiegervater vielleicht besser unter Kontrolle. Außerdem könnten viele der gestellten Fragen direkt aus einem Kreuzworträtsel stammen.
Ich habe Ratemeister bei Brettspielbox.de und WeltderSpiele.org gefunden. Auf Brettspielbox.de kostet es 19,90 €, auf WeltderSpiele.org 25,50 €. Allerdings dauert der Versand bei Brettspielbox.de drei Tage. Das könnte bis zum Wochenende knapp werden. WeltderSpiele.org bietet einen Expressversand an.
Wenn du mir sagst, ob und in welchem Store du das Spiel bestellen möchtest, lege ich es gerne in deinen Warenkorb.“
Diesen Ansatz nennt Shopify Agentic Commerce. Der Agent unterstützt die Kundschaft bei der Suche und beim Preisvergleich, gibt Tipps und Hinweise und soll selbst auf so skurrile Anfragen wie „Mein Sternzeichen ist Jungfrau. Welche Trockenpflaumen empfiehlst du mir?“ eine sinnvolle Antwort liefern können.
Auch gezahlt werden soll zukünftig direkt im AI-Chat. Erste Experimente in Zusammenarbeit mit dem Microsoft Copilot und Meta Adds laufen bereits. Der klassische Onlineshop wird dadurch zwar nicht ersetzt, aber er verliert seinen Status als alleiniger Einstiegspunkt in den Kaufprozess.
Was wir dazu denken
Es steht außer Frage: Das hier ist keine gewöhnliche Produktfunktion. Shopify versucht gerade, die Weichen für die nächsten fünf bis zehn Jahre E-Commerce zu stellen. Wer sich jetzt an die Anfangszeit von Google Shopping oder Amazon Marketplace erinnert fühlt, liegt vielleicht gar nicht so daneben. Damals galt: Wer früh dabei war, konnte enorme Reichweitenvorteile erzielen. Wer zu spät kam, hatte oft das Nachsehen.Gleichzeitig entstehen hier aber auch neue Abhängigkeitsverhältnisse. Denn wenn Kund:innen direkt in Copilot einkaufen, findet die eigentliche Customer Journey nicht mehr in deinem Store statt, sondern eben auf einem gewaltigen Marktplatz. Deine Marke wird weniger sichtbar, die Kundenbindung schwieriger und die Konkurrenz sitzt nur einen Prompt weit weg.
Vor allem Meta solltest du trotzdem unbedingt im Auge behalten. Instagram ist immer noch eine der wichtigsten Social-Media-Plattformen und dank seines stark visuellen Contents wie gemacht als Schaufenster in deine Warenwelt. Was allerdings der Copilot hier zu suchen hat, weiß wohl nur Satya Nadella. Die meisten Menschen nervt der MS-Assistent eher. Als ein Windows-Update ihn vorübergehend deaktivierte, knallten überall auf der Welt die Sektkorken …
Wie dem auch sei, wir sehen noch ein Problem am Horizont aufziehen, das viele Händler:innen bislang erfolgreich ignorieren konnten: die Produktdaten.
Denn bis heute finden sich in unzähligen Shops Produktbeschreibungen, die eher wie Platzhalter wirken – oder wie der generische Einheitsbrei aus dem AI-Sumpf. Für Suchmaschinen war das schon problematisch. Für KI-Systeme wird es zukünftig zum echten Wettbewerbsnachteil. Sauber gepflegte Produktdaten und qualitativ hochwertige Produktbeschreibungen werden zum absoluten Must-Have, das die Spreu vom Weizen trennt.
Insgesamt gilt also: Man kann diese Entwicklung gut finden oder auch nicht – KI wird sich als neuer Vertriebskanal etablieren. Allein deshalb, weil sie die klassische Suchmaschinensuche sehr gut ergänzen. Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob du mitmachst, sondern wie schnell.
#2: Sidekick wird zum digitalen Mitarbeitenden
Wer die vergangenen Shopify Editions verfolgt hat, dürfte inzwischen einen kleinen Verdacht hegen: Irgendwann wird Shopify so gut wie alles mit seinem Sidekick machen wollen. Bereits in den Winter Editions 26 stand der KI-Assistent im Mittelpunkt. Die Spring Edition 26 geht nun den nächsten Schritt. Sidekick soll nicht mehr nur Fragen beantworten oder bei einzelnen Aufgaben unterstützen, sondern sich zunehmend wie ein digitaler Mitarbeitender verhalten.Dafür erhält die KI deutlich mehr Zugriff auf den Shop und dessen Daten. Sidekick kann jetzt Informationen aus verschiedenen Apps zusammenführen, komplexere Aufgaben erledigen und Handlungsempfehlungen auf Basis der Store-Daten aussprechen.
Neu ist außerdem die stärkere Integration in das gesamte Shopify-Ökosystem. Egal ob Produktmanagement, Marketing, Analytics, Shopverwaltung, App-Programmierung – Sidekick soll so gut wie überall zur Verfügung stehen.
Selbst die mobile Nutzung wurde weiter ausgebaut: Händler:innen können nun Kennzahlen abrufen, Aufgaben anstoßen oder sich Fragen beantworten lassen, ohne dafür vor dem Rechner sitzen zu müssen.
Shopifys Plan ist dabei offensichtlich: Menüs, Berichte und Dashboards waren gestern; Händler:innen von heute führen mit ihrem Shop eine Konversation.
Was wir dazu denken
Im Gegensatz zu vielen anderen KI-Schwurbeleien der letzten Jahre könnte sich hier tatsächlich echtes Potenzial verstecken.Denn während eine generative KI bei kreativen Aufgaben oft an ihre Grenzen stößt, spielt sie ihre Stärken genau dort aus, wo Sidekick vornehmlich eingesetzt wird: beim Durchsuchen großer Datenmengen, beim Erkennen von Mustern oder bei immer wiederkehrenden Prozessen.
Wenn die KI beispielsweise auffällige Veränderungen bei der Conversion Rate erkennt, ungewöhnliche Umsatzentwicklungen in Spanien meldet oder automatisch passende Berichte aus tausenden Zahlen zusammenstellt, spart das viel Aufwand im Tagesgeschäft.
Trotzdem gilt auch weiterhin: Sidekick ist kein E-Commerce-Berater.
Denn zwar kann die KI erkennen, dass dein Umsatz in Spanien zurückgeht. Warum das passiert, weiß sie jedoch nicht unbedingt. Vielleicht hat ein Wettbewerber eine aggressive Rabattaktion gestartet. Vielleicht hat Spanien gegen Deutschland im Halbfinale verloren. Vielleicht hat dein Marketingteam eine Kampagne versehentlich pausiert. Solche Zusammenhänge entstehen außerhalb des Shopify-Universums und damit in einer Welt, die Sidekick weder kennt noch versteht.
Auch bei Handlungsempfehlungen bleibt daher Vorsicht angebracht. Wer blind auf jeden Vorschlag der KI hört, riskiert dieselben Probleme wie bei automatisierten Börsen- oder Marketingtools: Die Empfehlung kann statistisch plausibel sein und trotzdem komplett an der Realität vorbeigehen. Der Mensch ist ein sehr irrationales Wesen.
Außerdem kommt gerade ein Hinweis aus der Nerd-Ecke über unseren Ticker rein: Vorsicht bei der App-Programmierung mit dem Tool. Denn nur, weil der Kollege aus dem Management mit dem BWL-Abschluss einen Prompt tippen kann, der eine App ausspuckt, die nicht nach zwei Klicks abstürzt, ist er noch lange kein Programmierer.
Dem Vibe-Code blind zu vertrauen ist in etwa so clever, wie wenn du dich bei einer Sepsis auf die Ratschläge von Doktor Google verlässt. AI-generierter Code muss immer von Profis auf Sicherheitslücken, Bugs und Ausnahmefehler überprüft werden, bevor er in die freie Shopwildbahn entlassen werden darf. Sonst gibt es immer eher früher als später Probleme.
Ganz unterm Strich entwickelt sich Sidekick dennoch von einem netten Gimmick zu einem nützlichen Werkzeug. Denn anders als viele allzu spektakuläre KI-Demos adressiert Shopify ein reales Problem: Die meisten Händler:innen haben schlicht zu wenig Zeit, um alle Daten ihres Stores regelmäßig auszuwerten. Wenn Sidekick dir also insbesondere dabei hilft, die Informationsflut zu bändigen, könnte er tatsächlich zu einem der nützlichsten Shopify-Features der kommenden Jahre werden.
#3: Mehr Conversion durch native A/B-Tests und intelligente Suche
Natürlich darf auch das klassische E-Commerce-Handwerk in den Spring Editions 2026 nicht fehlen. Während Shopify in vielen Bereichen über KI-Agenten, digitale Assistenten und die Zukunft des Handels philosophiert, geht es hier um eine deutlich bodenständigere Frage:Wie sorgt man dafür, dass mehr Besucher:innen tatsächlich kaufen? Genau dafür bringt Shopify gleich mehrere interessante Neuerungen mit:
Am spannendsten dürfte für viele Händler:innen sein, dass Shopify via Shopify Rollouts inzwischen eigene A/B-Tests direkt in die Plattform integriert. Bislang waren dafür externe Lösungen erforderlich, die zusätzlichen Implementierungsaufwand und nicht selten auch weitere Kosten verursacht haben.
Jetzt lassen sich unterschiedliche Varianten von Seiten, Inhalten oder Designelementen direkt innerhalb von Shopify gegeneinander testen. Shopify folgt also einem Trend, den viele Händler:innen bereits seit Jahren fordern: mehr Möglichkeiten zur datenbasierten Optimierung ohne zusätzliche Drittanbieter-Tools
Ebenfalls ausgebaut wurde die Suchfunktion innerhalb des Shops. Die neue KI-gestützte Suche soll natürliche Sprache deutlich besser verstehen und kommt auch mit Tippfehlern oder ungenauen Formulierungen besser zurecht.
Statt nach einer konkreten Produktbezeichnung zu suchen, können Kund:innen außerdem eher beschreibende Suchanfragen verwenden. Das System soll die dahinterliegende Absicht besser erkennen und passende Ergebnisse liefern.
Abgerundet wird das Ganze durch weitere Optimierungen rund um Shopify Markets. Internationale Stores lassen sich noch granularer steuern, Inhalte können stärker lokalisiert werden und unterschiedliche Märkte erhalten mehr individuelle Anpassungsmöglichkeiten.
Was wir dazu denken
Grundsätzlich begrüßen wir die Einführung nativer A/B-Tests auf Shopify. Denn wer schon einmal externe Testing-Tools in einen Store integrieren musste, weiß, dass die technische Umsetzung schnell kompliziert werden kann.Gleichzeitig wissen wir aus unserer Erfahrung aber auch, dass Shopifys Bordmittel irgendwann an ihre Grenzen stoßen. Komplexe Tests, Änderungen über den gesamten Shop, die Integration von Analytics – all das ist mit Rollouts nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.
Was die intelligente Suche angeht:
Viele Händler:innen unterschätzen, wie wichtig die interne Suchfunktion für ihre Conversions ist. Denn wer die Suchleiste nutzt, hat meist eine konkrete Kaufabsicht. Findet diese Person nun nicht schnell das gewünschte Produkt, wartet die Konkurrenz oft bereits im nächsten Browser-Tab.
Etwas vorsichtiger sind wir allerdings bei der allgegenwärtigen KI-Rhetorik. Denn auch die beste Suche kann nur finden, was im Shop vorhanden und vernünftig gepflegt ist. Wenn Produktdaten chaotisch sind, Attribute fehlen oder Beschreibungen lieblos zusammengeschrieben wurden, hilft auch die intelligenteste Technologie nur begrenzt weiter. Haben wir nicht gerade schon über hochwertige PBs und die Datenqualität gesprochen?
Zu den Änderungen bei Markets können wir Stand jetzt vor allem sagen: Sie vertragen sich nicht mit Custom-Funktionen in Shopify Themes. Nächste Woche mehr dazu.
#4: Payments & Checkout: Weniger Reibung auf den letzten Metern
Im Payments- und Checkout-Bereich verfolgt Shopify aktuell vor allem ein Ziel: den Kaufabschluss noch stärker in den Moment der Kaufentscheidung zu ziehen, egal ob im Store, in einer App oder direkt im KI-Interface.Der Checkout selbst wird dafür weiter verschlankt. Shopify setzt auf ein kompakteres, klarer geführtes Erlebnis mit weniger Ablenkung, stärker hervorgehobenen Zahlungs- und Versandoptionen und einem insgesamt schnelleren Gefühl, insbesondere auf Mobile. Der Fokus liegt klar darauf, den Weg zum Kauf so kurz und intuitiv wie möglich zu halten.
Gleichzeitig wird die Auswahl der Zahlungsmethoden dynamisch. Mit „Managed Payment Methods“ entscheidet Shopify Payments künftig datenbasiert, welche Zahlungsarten im Checkout priorisiert angezeigt werden – abhängig davon, welche Option mit der höchsten Abschlusswahrscheinlichkeit verbunden ist. Statt statischer Reihenfolge entsteht so ein adaptiver Checkout.
Auch Shop Pay wird weiter ausgebaut und stärker als plattformübergreifende Bezahlmethode positioniert. Es funktioniert zunehmend nicht mehr nur innerhalb von Shopify-Stores, sondern soll sich als generische One-Click-Payment-Schicht über verschiedene Touchpoints hinweg etablieren.
Ergänzt wird das Ganze durch Verbesserungen bei internationalen Zahlungen und Compliance: bessere Adressvalidierung, optimierte VAT-Prüfung für EU und UK sowie zusätzliche lokale Zahlungsmethoden in weiteren Märkten.
Was wir dazu denken
Mehr Automatisierung im Checkout klingt erstmal gut. Wer spart sich nicht gerne Arbeit? Allerdings bedeutet es auch weniger direkte Kontrolle für Händler:innen. Wenn Zahlungsarten und ihre Reihenfolgen zunehmend datengetrieben dargestellt werden, lauert im Hintergrund immer das Risiko, das wir jetzt schon mehrfach erwähnt haben: Manchmal schlägt das Bauchgefühl einfach die Datenlage. Entscheidend wird daher sein, ob sich diese Mechaniken sauber konfigurieren oder im Zweifel auch deaktivieren lassen.Sowieso ist der schnelle Checkout nicht immer Alman-kompatibel. Sorgfalt und Kontrolle spielen bei uns eine große Rolle, insbesondere wenn es um die Bankinfos geht. Klar, wenn wir zum x-ten Mal in unserem Lieblingsshop vorbeischauen, nutzen wir gerne den Express-Checkout. Sollte er aber bereits beim Erstbesuch die einzige Option sein, wird der deutsche Michel skeptisch. Daher gilt auch hier: Drücken wir die Daumen, dass sich die Option an- und abwählen lässt.
Beim Thema One-Click-Payment ist die Lage dagegen weniger kritisch: Rechtlich ist ein Kauf per Klick sowieso grundsätzlich zulässig, solange die Anforderungen an Transparenz und Bestellbestätigung erfüllt sind. Etabliert werden soll das System zudem wohl vor allem dort, wo die jungen Impulsivkäufer:innen unterwegs sind: Instagram, TikTok und Co. Kurze Aufmerksamkeitsspanne, kurzer Checkout – das passt gut zusammen.
Völlig unkritisch sind natürlich mehr Märkte für Markets und mehr Bezahloptionen für Shopify Payments. Denn die Wahl zu haben ist immer gut.
#5: Shopify Analytics: Mehr Informationen in besserer Übersicht
Auch im Analytics-Bereich bleibt Shopify seiner Linie treu: weniger Zwang zu externen Tools, mehr Möglichkeiten direkt im System. Ab jetzt wird Shopify Analytics vor allem in zwei Richtungen weiterentwickelt: mehr Übersichtlichkeit und mehr Kontext.Zentral ist dabei ein überarbeitetes Reporting-Interface, das Kennzahlen stärker bündelt und Zusammenhänge schneller erkennbar machen soll. Statt sich durch einzelne Reports zu klicken, rücken wichtige KPIs wie Umsatz, Conversion Rate oder Traffic-Entwicklung stärker in zusammenhängende Dashboards. Das erklärte Ziel ist weniger Datenfragmentierung und mehr Verständnis auf einen Blick.
Ergänzt wird das Ganze durch erweiterte Segmentierungs- und Filtermöglichkeiten. Händler:innen können Daten schneller nach Märkten, Kanälen oder Produktgruppen aufschlüsseln, ohne dafür komplexe Export-Setups zu benötigen. Besonders für kleinere Teams ist das ein Schritt Richtung Self-Serve Analytics.
Natürlich spielt auch hier die KI eine Rolle: Auffälligkeiten in den Daten sollen automatisch hervorgehoben werden, etwa ungewöhnliche Umsatzspitzen, Einbrüche oder auffällige Trends in bestimmten Regionen. Shopify versucht damit, klassische Reports stärker in Richtung Insights statt Zahlenlisten zu verschieben.
Was wir dazu denken
Insgesamt eine sinnvolle Evolution, aber kein revolutionärer Schritt. Shopify macht Analytics zugänglicher und reduziert Reibung im Alltag. Allerdings ersetzt das keine tiefgehende Datenanalyse; gerade für strategische oder kanalübergreifende Analysen bleiben externe Tools und vor allem fundiertes Expertenwissen weiterhin relevant. Denn Profis wissen: Auch perfekt aufbereitete Zahlen bleiben ohne Hintergrundwissen und Verständnis für ihren Kontext komplett nutzlos.Dennoch: Gerade wachsende Händler:innen profitieren davon, dass wichtige Entwicklungen schneller sichtbar werden. Viele Anfängerfehler lassen sich so vermeiden, Reaktionszeiten dürften sich verkürzen, und wenn es sonst nichts bringt, dann vielleicht wenigstens die Erkenntnis, dass Daten eines der wichtigsten Standbeine für Wachstum im E-Commerce sind.
#6: Kleinigkeiten, die wir gut finden
Bei 150 Neuerungen fällt vieles unter den Tisch. Deshalb möchten wir zum Schluss auf drei Kleinigkeiten zu sprechen kommen, für die zwar niemand ein Feuerwerk abbrennen wird, die in der täglichen Arbeit mit Shopify aber ordentlich Impact besitzen dürften:1. Erweiterungen rund um Shopify Flow: Shopifys Automatisierungslogik wird in Zukunft nicht nur flexibler, sondern lässt sich auch besser in weitere Store-Bereiche integrieren. Dadurch lassen sich bald noch mehr Standardprozesse direkt im System abbilden – von internen Benachrichtigungen hin zu operativen Workflows. Flow mausert sich so immer weiter zu einem Werkzeug, mit dem sich viele Ideen rund um einen Onlineshop im Low-Code-Verfahren umsetzen lassen – mit oder ohne KI.
2. Verbesserungen bei der Produkt- und Content-Verwaltung im Admin: Shopify arbeitet weiter daran, größere Kataloge übersichtlicher und schneller bearbeitbar zu machen, etwa durch bessere Bulk-Editing-Möglichkeiten und klarere Strukturen bei Produktdaten. Das ist kein spektakuläres Feature, aber eines, das bei wachsendem Produktportfolio schnell relevant wird. Und da das Sortiment eines Shops die Angewohnheit hat, eher größer als kleiner zu werden, sagen wir: Daumen hoch!
3. Performance im Admin-Umfeld: Früher gab es mal den Satz: „Den größten Teil seiner Arbeitszeit verbringt ein ITler mit Warten.“ Allerdings sind ITler längst keine Frauen und Männer mehr, die auf sich füllende Balken starren, und Shopify ist hinter den Kulissen jetzt noch fixer. Gerade häufig genutzte Ansichten und wiederkehrende Aktionen werden schneller geöffnet beziehungsweise ausgeführt. Das fällt beim einmal Klicken zwar kaum auf, summiert sich über einen Arbeitstag aber doch auf mehrere Minuten. Entweder wirst du also noch produktiver oder du kannst früher Feierabend machen.
Was wir dazu denken
Was wir dazu denken, erübrigt sich. Denn würden wir die Neuerungen nicht als gut und sinnvoll erachten, hätten wir sie nicht ausgesucht.Die Shopify Spring Editions 2026: Unser Fazit
Die KI bleibt allgegenwärtig und weiterhin ist sie ein ambivalentes Thema. Denn zwar steht außer Frage, dass Künstliche Intelligenz ein mächtiges Werkzeug ist – aber eben auch nie mehr. Nur, weil du mit deinem AI-Reiseführer in eine fremde Stadt einfällst, wirst du ja auch nicht automatisch zum Einheimischen. Denn da steht nicht drin, an welcher Parkbank sich die Fußballfans auf ein Bier treffen, wo die geheimen Parkplätze sind, die das Ordnungsamt nie kontrolliert, oder dass es in Udos Pommesbude eine extragroße Portion gibt, wenn du die Bärbel hinter der Theke nur hungrig genug anschaust.Soll heißen: KI arbeitet datengetrieben und Daten sind wertvoll. Aber sie ersetzen niemals menschliche Erfahrung, Intuition und Kreativität. Der Vibe-Coder ist kein ITler, der Prompt-Jongleur keine Grafikerin und auch keine Texterin. Und falls die KI also mal wieder Murks ausspuckt, wird ein Laie es nicht merken – das hat die Realität inzwischen oft genug bewiesen.
Daher als abschließender Hinweis: Wenn es dich Richtung Growth zieht – und das tut es vermutlich –, dann wende dich am besten an Profis wie uns. Ein möglicher Einstieg wäre, deinen Shop per A/B-Tests auf Schwachstellen zu überprüfen und ihn so schrittweise zu perfektionieren. Sogar an den Stellen, an die du im Traum nicht gedacht hättest.
Sollte sich dabei zeigen, dass mehr als nur ein paar Kleinigkeiten im Argen liegen, wird es Zeit für einen Relaunch. Und auch dafür haben wir die richtigen Expert:innen im Team. Aus einem klapprigen Shop von Ann Tuk wird so ein Conversion-starkes Performance-Monster, das deine Kundschaft oft und gerne nutzen will.
Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob Shopify uns dieses Jahr auch mit einer Autumn Editions überrascht. Deine Wette dazu kannst du jetzt bei uns abgeben.
Das waren die Winter Editions 2026
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Die Wiedergeburt 2026: Die Shopify Winter Editions ’26
Ding, ding, ding! Wir läuten das neue Jahr ein – und da du sicherlich zu den Menschen gehörst, die regelmäßig unseren Blog lesen, weißt du bereits, worum es in diesem Beitrag geht. Na klar, die Shopify Winter Editions ’26.
Solltest du dich dagegen gerade fragen, ob diese Winter Edition wohl irgendwas mit Mode zu tun hat, klären wir dich gerne auf: Die Shopify Editions sind ein zweimal jährlich stattfindendes Online-Event, auf dem Shopify neue Features und Highlights rund um sein Shopsystem vorstellt. Entweder als Zusammenfassung dessen, was in den vergangenen sechs Monaten implementiert wurde, oder als Ausblick auf das, was für die kommende Zeit geplant ist.
Die Winter Editions 2026 laufen in diesem Jahr unter dem Motto RenAIssance. Dreimal darfst du raten, wo ihr Schwerpunkt liegt. Klar, es geht vor allem um die Artificial Intelligence. Wir gehen die Ankündigungen Schritt für Schritt durch; selbstverständlich kuratiert und kommentiert. Denn würden wir einfach wiederkäuen, was Shopify so vorstellt, könntest du auch gleich das Original lesen. Also, ab geht’s!#1: Der Sidekick ist los: Starker Fokus auf den Shopify AI-Assistenten
Shopifys selbsterklärtes Edition-Highlight ist dieses Jahr der hauseigene AI-Assistent Sidekick. Dessen Funktionsumfang soll deutlich aufgebohrt werden. Zukünftig kann die KI dich laut Shopify auch in diesen Punkten unterstützen:-
Smart Suggestions: Basierend auf Markttrends und Daten aus deinem Store erteilt die KI proaktiv Verbesserungsvorschläge rund um dein Business. Dabei kann es sich etwa um Maßnahmen zur Conversion-Optimierung oder Lead-Generierung handeln*.
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Custom App Generation: Auf Zuruf soll Sidekick in der Lage sein, Apps für deinen Shop auszuwählen oder diese sogar selbstständig programmieren zu können.
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Theme Edits: Über AI-Prompts sollen sich weiterhin Anpassungen am Theme vornehmen lassen.
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Workflow Automations: Zuletzt soll der Sidekick dir bei der Erstellung von Automatisierungen im Tool Shopify Flow unter die Arme greifen können.
Was wir dazu denken
Jaaaaaa … Hier schlägt Shopify ordentlich in die Marketing-Bresche und kündigt vollmundig Großes an, was sich im wirklich wahren Leben als problematisch erweisen könnte. Besser, wir gehen die Punkte einzeln durch.
Smart Suggestions: Hier fehlen zwar noch die knallharten Erfahrungswerte, aber grundsätzlich sieht die Geschichte ganz gut aus. Shopify sitzt auf einem riesigen Datenschatz aus über fünf Millionen Stores. Wenn es hier gelingt, Big Data richtig einzusetzen, kommen auf jeden Fall evidenzbasierte Empfehlungen dabei raus.
Was dagegen fehlt, ist der menschliche Faktor und das Gespür für die Zwischentöne. Die KI kann dir sicher Tipps dazu geben, welche kulturellen Eigenheiten du beachten musst, damit deine Brand auf der arabischen Halbinsel besser performt. Aber die kleinen Details, die deine Marke einzigartig machen, wird sie nicht verstehen. Daher: Den Rahmen kannst du mit dem Tool sicher abstecken, aber mit Leben sollte das Bild wohl weiterhin von echten Menschen gefüllt werden.
Custom App Generation: Schwierig … Dass die KI dir passende Apps aus dem Shopify App Store raussucht, ist eventuell noch okay. Ob sie dabei aber auch Rechtskram wie die DSGVO auf dem Schirm hat oder überprüft, ob sich die vorgeschlagene App mit anderen Programmen ins Gehege kommt, ist zumindest fraglich. Wenn du kein kleines Startup, sondern ein gestandenes Business bist, holst du dir zur Sicherheit lieber weiterhin den Rat von Expert:innen ein, sonst kann es teuer werden.
Vollkommen abraten möchten wir dagegen von den KI-programmierten Apps. Zunächst weil auch hier Rechtliches und Interkompatibilität eine große Rolle spielen. Vor allem aber weil das Feedback zu KI-programmierter Software in der IT-Szene eher schlecht ausfällt. Etliche Unternehmen, die auf Vibe Coding gesetzt haben, beschäftigen jetzt Programmierer:innen, die all die Bugs und Sicherheitslücken beheben müssen, die die KI fabriziert hat. Und stell dir vor, es kommt wegen so einer App zu einem Datenleck – wer haftet dann? Du oder Shopify?
Theme Edits: In den Winter Editions hat Shopify sich zur Präsentation dieses Features für eine ganz blöde Idee entschieden. Der KI wird das Foto eines Models übergeben mit der Anweisung: „Show this model sitting at a skatepark“. So läuft der Hase aber nicht. Das Model oder seine Agentur besitzen die Urheberrechte am Originalfoto und bestimmen über seine weitere Verwertung. Klagen sind bei solchen Aktionen vorprogrammiert.
Ansonsten lassen sich Themes bestimmt halbwegs zuverlässig per KI editieren. Bleibt nur die Frage, ob deine Idee mit der grünen Schrift auf schwarzem Grund auch wirklich gut ist. Denn die Anpassung ist die eine Sache, der ganze Rattenschwanz, den sie nach sich zieht, eine andere. Es gibt Gründe dafür, warum UX- und UI-Design inzwischen eigene Studiengänge sind.
Workflow Automations: Okay, genug gemeckert. Flows mithilfe der KI erstellen zu lassen, wird aller Voraussicht nach zuverlässig funktionieren. Die Szenarien sind vergleichsweise beschränkt, es gibt Muster und stringente Logiken – so was können die KIs ziemlich gut.
Trotzdem unser Hinweis: Vertraue der Technik immer genauso wenig wie deinen eigenen Programmierkenntnissen. Soll heißen: Bevor du die Flow-Anweisung in die freie Shop-Wildbahn entlässt, vergiss nicht, sie auf Herz und Nieren in einer Testinstanz deines Stores auf Bugs, Ausnahmen und Fehler zu überprüfen.

#2: Neue Sales-Kanäle: Verkaufen direkt im KI-Chat via Agentic
Zukünftig kannst du deine Brand und deine Produkte direkt in den Chats der AI-Agents präsentieren. User:innen kaufen dann direkt aus der Konversation mit der Künstlichen Intelligenz heraus. Unterstützt werden ChatGPT, Microsoft Copilot und Perplexity; weitere Kanäle sind in Arbeit.Was wir dazu denken
Auf jeden Fall sinnvoll, da ohnehin unvermeidlich. Die KIs ergänzen Suchmaschinen immer mehr und prägen das Surfverhalten der Menschen stärker und stärker. Dort nicht vertreten zu sein, käme einem Schuss ins eigene Knie gleich. Trotzdem hat die Sache ein Geschmäckle.
Denn zunächst haben die KI-Chats natürlich Marktplatzcharakter. Du schlägst dich im Chat mit all den Ärgernissen herum, die dich auch bei Amazon, Zalando und eBay quälen: unmittelbare Konkurrenz, kaum Kundenbindung, wenig Chance, dich adäquat zu präsentieren.
Außerdem gehen dir natürlich die Visits flöten. Es wäre deutlich besser, wenn die Kund:innen deinen Store besuchen und nicht in der KI shoppen. Du könntest zukünftig also gezwungen sein, hier mit Incentives nachzuhelfen: „Kostenloser Versand beim Einkauf im Shop“.
Und zuletzt ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die KI-Plattformbesitzer für jeden Verkauf eine Provision in die Tasche stecken. Genauso wie es die Marktplätze jetzt auch schon tun. KI-Chats als Sales Channel sind also Chance und notwendiges Übel im gleichen Atemzug.
#3 KI-gestützte Simulation: A/B-Testing direkt in Shopify mit Unterstützung von SymGym
Um zu überprüfen, ob sich Änderungen in deinem Store positiv auf die Conversion Rate niederschlagen, benötigst du zukünftig keine externen Tools mehr: A/B-Tests lassen sich nämlich bald auch mit Shopify-Bordmitteln durchführen.
Um die Sache zu beschleunigen – denn echte A/B-Tests laufen über viele Wochen – soll dir die KI helfen: Das Tool SymGym simuliert aufgrund von Shopifys Datenschatz Millionen echter Einkäufer:innen und soll dich so schneller zu evidenzgestützten Entscheidungen führen.Was wir dazu denken
Dass A/B-Tests sich bald direkt in Shopify durchführen lassen, ist absolut hilfreich. Denn bislang war die Installation externer Tools an den passenden Stellen oft nervige Fummelarbeit, die sich in verlorener Zeit und hohen Kosten niederschlug.
Was dir allerdings nicht mitgeliefert wird, ist auch hier die Expertise: Was sind überhaupt sinnvolle Änderungen, worauf genau solltest du testen und wann sind die Ergebnisse signifikant? Wahrscheinlich kann dir die KI dabei ein wenig unter die Arme greifen, aber wenn es bei deinem Business um Hunderttausende Euro geht, ist die Investition in echtes Expertenwissen allemal die bessere Entscheidung.
Ob SymGym sich bei alledem bewährt, wird sich zeigen müssen. Echte A/B-Tester:innen machen vermutlich gerade schon drei Kreuze (oder andere spirituelle Handgesten), denn wenn die KI einfach Millionen virtueller Kund:innen durch den Test jagt, kommt dabei nur Brei raus. Ohne individuell differenzierbare Kohorten geht hier nichts. Wir werden sehen, ob das Tool so etwas draufhat, und werden dich auf jeden Fall informieren.
Mehr Infos zum Thema: Kunden-Tracking wird durch das große Cookie-Aus immer schwieriger. Wir zeigen dir, wie es auch anders zuverlässig funktioniert.#4: Mehr Service am Checkout: Neue Anpassungsmöglichkeiten und aufgebohrtes Shopify Pay
Genug von der KI. Gehen wir dorthin, wo es für die meisten Kund:innen unangenehm wird: in den Kassenbereich. Hier hat Shopify sich ordentlich ins Zeug gelegt, um die letzten Meter eines Einkaufs noch komfortabler zu gestalten.
So lässt sich der Checkout-Bereich eines Stores jetzt im Editor individuell an verschiedene Szenarien anpassen. Nämlich an sein Zielland oder danach, ob es sich um B2B- oder B2C-Kundschaft handelt.
Außerdem sind für Europa die Zahlungsoptionen noch einmal ein wenig erweitert worden: Klarna funktioniert jetzt auch in Belgien, Dänemark, Frankreich, der Schweiz, Tschechien, Irland und Portugal; weiterhin können Stores in Frankreich nun auch Zahlungen via Bancontact aus Belgien, über iDEAL aus den Niederlanden, mit Twint aus der Schweiz, per Blik und Przelewy24 aus Polen, von MobilePay in Dänemark und durch EPS in Österreich annehmen.
Zuletzt haben die Kanadier ihren beschleunigten Checkout- und Zahlungsservice Shopify Pay ein wenig aufgemotzt. Im UK unterstützt der Dienst jetzt auch die Option „Buy now, Pay later“; Apple Pay wurde als Bezahloption neu aufgenommen; die Integration von Global-E in Shopify Pay wird nun weltweit unterstützt.Was wir dazu denken
Vor allem die Möglichkeit, den Checkout länderspezifisch im Editor anpassen zu können, ist Gold wert. Vorher war das zwar auch irgendwie möglich, erforderte aber knallharte Programmierarbeit. Neue Märkte lassen sich jetzt also noch schneller erschließen.
Ansonsten sind mehr Optionen im Kassenbereich immer sinnvoll. Es mag sich unbedeutend anhören, dass ein französischer Shop jetzt auch Bancontact aus Belgien akzeptieren kann, aber wir möchten nicht wissen, wie viele Kund:innen den Stores in unserem Nachbarland schon abgesprungen sind, weil sie die Bezahloption ihrer Wahl nicht vorgefunden haben. Wahrscheinlich Hunderttausende.

# 5: Weiter Richtung Großhandel: Neue Optionen für B2B-Stores
Wo wir den B2B-Handel gerade schon erwähnt haben: Auch hier hat sich einiges getan.
So ist etwa die Option auf Store Credit bei Retouren jetzt auch für den Großhandel verfügbar; als Lieferoption lässt sich ab sofort zusätzlich der Store Pickup auswählen; die schicken Horizon Themes funktionieren inzwischen auch für einen B2B-Store.
Weiterhin lassen sich die ERPs von NetSuite, BrightPearl, Fulfil, Sage oder Acumatica nun einfacher in Shopify integrieren und am Produktimport im Bereich Retail wurde ebenfalls geschraubt: Über Shopify Collective können Produktlisten nun automatisiert in alle Kanäle ausgespielt werden; Einzelhändler:innen müssen nicht mehr mit Wartezeiten rechnen, wenn sie die Listen in ihre eigenen Systeme importieren wollen.Was wir dazu denken
Keine der Neuerungen ist ein globaler Game Changer, aber alle, die sie betreffen, werden sich vor Freude wahrscheinlich die Hände reiben. Vor allem aber zeigen sie, dass Shopify mehr und mehr im B2B-Bereich ankommt und sich als zuverlässige Plattform für den Großhandel etabliert. Vor ein paar Jahren wäre das noch undenkbar gewesen.
Als Lesetipp: Egal ob B2B oder B2C, wenn du international auftreten willst, steht am Anfang immer die richtige Architektur für dein Business. Wir zeigen dir, wie du dein persönliches Internationalisierungsmodell findest.#6: Noch internationaler: Neuerungen für den grenzüberschreitenden Handel
Dass sich der Checkout eines Stores nun individuell für jedes Land anpassen lässt, haben wir bereits erwähnt. Allerdings sind da noch zwei Änderungen, die das Geschäft mit dem Ausland noch einfacher und attraktiver machen:
Denn zunächst lassen sich jetzt auch Customer Accounts länderspezifisch editieren. Das ist nicht nur aus rechtlichen Gründen rund um Datenschutz oder Mindestalter interessant, sondern auch aufgrund vieler kleiner Details. Menschen aus Frankreich oder dem Commonwealth of Nations (Kanada, Australien, Neuseeland …) sind es zum Beispiel gewohnt, die Hausnummer vor der Straße einzugeben.
Außerdem wurde das Shopify Fulfillment Network ordentlich erweitert. Als Partner finden sich dort nun auch DHL, Amazon, Bigblue, GoBolt und Mayple; für den Versand stehen die Royal Mail im UK, die Österreichische Post in – Überraschung! – Österreich und DHL Express stehen in Kanada zur Verfügung.
Zudem unbedingt erwähnenswert: Wenn eine internationale Bestellung nachträglich editiert wird, werden sämtliche Gebühren rund um Zölle und Steuern nun in Echtzeit neu berechnet. Vorher war hier nervige Handarbeit gefragt.Was wir dazu denken
Shopify ist schon längst DIE Shop-Plattform für eine unkomplizierte und schnelle Internationalisierung. Dass sich die Neuerungen eher in den Details niederschlagen, zeigt, wie feature complete das Angebot tatsächlich bereits ist. Hier kann einfach kein anderes Shopsystem mithalten.
Mehr zum Thema: Hast du schon das nächste Zielland im Auge? Unser Playbook zeigt dir, wie du aus der Internationalisierung einen wiederholbaren, strukturierten Prozess machst.#7: Mehr Retail: Shopify im stationären Handel
Natürlich dürfen auch die Brick-and-Mortar-Stores nicht fehlen, denn auch hier schärft Shopify den Fokus. Neben neuer Hardware finden sich vor allem Neuerungen rund um Zahlungsoptionen und Branding:
So ist es in Deutschland, Irland, Spanien und Neuseeland ab sofort etwa möglich, via Tap to Pay auf dem iPhone zu bezahlen. In Luxemburg, der Schweiz und Tschechien steht der Service nicht nur für Apple-Geräte, sondern auch für Samsung‑Smartphones zur Verfügung.
In Frankreich (dieses Jahr werden die Menschen in Frankreich wirklich reich bedacht) lässt sich jetzt auch via Cartes Bancaires bezahlen; außerdem werden Payments über QR-Code-Scanning mit iDeal, Swish, Twint, Mobilepay und USDC unterstützt.
Zum Punkt Branding: Für die gesamte POS-Customization steht nun ein zentraler Editor zur Verfügung, in dem sich das Design von Kassenbons, den Displays der Terminals und, jetzt neu, auch von Rückzahlungs- und Umtauschbelegen individuell anpassen lässt.Was wir dazu denken
Auf die Gefahr hin, uns zu wiederholen: Mehr Optionen sind beim Bezahlen immer gut. Denn hier wird die Kundschaft schnell empfindlich. Gibt es die Methode ihrer Wahl nicht, lassen sie auch im stationären Handel den Warenkorb schnell stehen. Der Editor und die Möglichkeit, noch mehr noch leichter anzupassen, sind ebenfalls maximal sinnvoll. Denn für das perfekte Einkaufserlebnis muss der Store wie aus einem Guss wirken.
Als Lesetipp: Apropos Verkaufs- und Marketingkanäle: Die funktionieren nur dann richtig gut, wenn sie untereinander verknüpft sind. Anhand von Klaviyo und Channable zeigen wir dir, wie so eine Connected Commerce-Landschaft aussehen kann.#8: Kleinigkeiten, die wir gut finden
Zuletzt haben wir uns aus der Vielzahl an Neuerungen vier Dinge herausgegriffen, die Shopify selbst zwar nicht an die große Glocke hängt, über die sich unserer Erfahrung nach aber viele Händler:innen freuen werden. Konkret sind das:-
Kund:innen können ihre E-Mail-Adresse nun selbst ändern: Wer einen Account in deinem Store hat und seine E-Mail-Adresse ändern will, musste sich bislang mit deinem Support herumschlagen. Dieser eigentlich selbstverständliche Vorgang geht nun, allen Shopping-Göttern sei Dank, endlich online und ohne Unterstützung durch Dritte.
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Sign-in mit Google oder Facebook: Wer einen Account in deinem Store anlegen möchte, muss dies jetzt nicht mehr händisch tun, sondern kann auch einfach seinen oder ihren Google- oder Facebook-Account verwenden. Lästiges Tippen entfällt damit vollständig; den Conversions wird es guttun. Fehlt nur noch der Apple Account …
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Preise für Gewicht, Meter etc.: Egal, was du auch verkaufst, du kannst den Preis jetzt nicht nur nach Stück, sondern auch nach Gewicht, Meter (oder Inch) oder Volumen berechnen lassen. Ein Segen für alle Schraubenhändlerinnen und Stoffverkäufer dieser Welt. Oder auch für Süßwarenläden, Baustoffmärkte, Tierfutter-Stores …
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Jetzt 2.048 Varianten pro Produkt möglich: Ein ganz schöner Sprung von den ehedem 100 Varianten. Und falls du jetzt sagst: „So viele Sockenfarben gibt es doch gar nicht!“, dann frag mal den Juwelier mit Ringen in 20 Größen, aus vier verschiedenen Metallen, mit sechs unterschiedlichen Steinen in drei Anzahlen und der Option auf eine Gravur, was der von der Neuerung hält.
Was wir dazu denken
Na ja, wir haben die Änderungen selbst herausgesucht. Natürlich finden wir sie gut. Endlich ist Schluss mit Workarounds und Apps, die eigentlich überflüssig sind. Das wird die Anbieter dieser Apps zwar ärgern, aber wie sagte Mark Twain noch ungefähr? Ein Plagiat ist das größte Kompliment …
Als Lesetipp: Gutes SEO ist alles andere als eine Kleinigkeit. Vor allem, wenn es international wird. Wir erklären dir, wie du auch jenseits aller Grenzen bei Suchmaschinen und KI ganz vorne landest.Shopify Winter Editions ’26: Unser Abschlussstatement
Die Editions der letzten Jahre waren eher geprägt von kleinen Änderungen an den Details der Plattform. Dieses Mal soll mit viel KI The Next Big Thing präsentiert werden. Ob daraus was wird, muss sich zeigen. Wir behalten uns die gesunde Skepsis bei, denn bereits zu oft hat uns das Silicon Valley überhypten Kram – NFTs, Metaverses, Cryptocurrency (ja, außer Bitcoin und Ethereum), AR-Brillen … – verkaufen wollen.
Dass sich die Neuerungen bei Shopify oft nur auf Kleinigkeiten beschränken, ist allerdings ein äußerst gesundes Zeichen. Denn so zeigt sich, wie ausgereift und durchdacht das System inzwischen ist. Dass man sich in Kanada außerdem weiter auf seine Stärken besinnt, etwa die Internationalisierung, und gleichzeitig zuverlässig weiter an den größeren Baustellen arbeitet (B2B), lässt für die Zukunft eigentlich nur Gutes ahnen.
Hoffen wir also, dass die kommenden Summer Editions nicht unter dem Motto ComplAIn firmieren – und falls du dir während der Lektüre dieses Beitrags die ganze Zeit gedacht hast: „Wieso ist mein Unternehmen eigentlich nicht bei Shopify?“, dann helfen wir dir gerne weiter. Kontaktiere dazu einfach unser Team für die Migration.
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Das waren die Sommer Editions 2025
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Du liebe Güte, ist schon wieder ein halbes Jahr rum? Wie haben doch gerade erst die Sektgläser von Silvester weggeräumt. Tatsächlich, es ist schon fast Juni – und damit Zeit für die Shopify Summer Editions 2025.
Dieses Mal stehen sie unter dem Motto „Horizons“, obwohl das Wort auf Shopifys Landingpage ein wenig schwer zu entziffern ist. Sieht eher aus wie „Houom“. Aber sei’s drum: Wie gewohnt stellen wir die Highlights der Shopify Edition Summer 2025 vor – und kommentieren, wo immer nötig, kritisch aus unserer professionellen Shopify-Nerds-Perspektive. Schwärmende Fanboys und -girls gibt es hier nicht (es sei denn, es wird wirklich gut!).
Ab geht’s.
Kategorie #1: Themes
Rund um Themes und Designs sind drei Neuerungen erwähnenswert:Horizon-Themes
Unter dem Namen „Horizon“ hat Shopify ein neues Theme-Grundgerüst veröffentlicht. Es soll flexibler sein als seine Vorgänger, da es vollständig auf Blöcken basiert, und damit die Conversion Rate spürbar verbessert. Um die neue Designgrundlage angemessen vorzustellen, hat Shopify außerdem zehn frische Gratis-Themes in seinen Store gestellt.Was wir denken
Eine neue Designgrundlage und die zehn Themes sind für etablierte Unternehmen eher uninteressant. Wer bereits einen erfolgreich laufenden Shop besitzt, wird nicht willy-nilly sein ganzes Design über den Haufen werfen. Solltest du allerdings einen umfassenden Shop-Relaunch planen, könnte „Horizon“ durchaus spannend werden. Mal sehen, was unsere Design-Nerds zu den neuen Themes sagen, wenn sie sie in die Finger bekommen.
KI-gestütztes Theme-Design
Mithilfe von KI können Händler:innen ab sofort individuelle Inhaltsblöcke und komplette Layouts entwerfen, indem sie der Künstlichen Intelligenz einfach beschreiben, was sie gerne hätten. Zum Beispiel: „Erstelle mir eine rotierende Galerie aus Produktbildern, die aussehen wie Polaroids.“Was wir denken
Klar, Shopify muss irgendwas mit KI anbieten, um auf der Hype-Welle mitzuschwimmen. Es klingt auch ehrlicherweise geil: KI kann mir ein individuelles Theme bauen. Wow! Aber bei näherer Betrachtung ist das hier eher ein Gimmick, denn: In UI und UX spielen so viele Aspekte rein – von der Ergonomie eines Displays bis hin zur Verhaltenspsychologie – dass die Disziplin inzwischen nicht umsonst ein eigener Studiengang ist. Wer nicht weiß, warum ein UI-Element funktioniert (oder eben nicht funktioniert), dem nutzt es auch nichts, wenn sie oder er es in ein paar Klicks erstellen kann. Echte UI-Designer:innen sparen sich mit dem Tool aber sicherlich ein paar Arbeitsschritte, doch wir rechnen trotzdem weiter mit jeder Menge Nachbesserungen per Hand, A/B-Testing und Analysearbeit.Verbesserter Editor
Weiterhin wurde der Theme-Editor in vielen kleinen Details verbessert. Etwa, indem Blöcke und Abschnitte nun in Kategorien sortiert werden können, bei der Blockauswahl jetzt eine Vorschau via Hover-Funktion angeboten wird oder die Seitenleiste individuell angepasst werden kann.Was wir denken
Änderungen an Tools sind immer ein wenig ambivalent. Dein Designteam wird in den nächsten Wochen wahrscheinlich ein paar Mal meckern, weil es eine Funktion nicht mehr an der gewohnten Stelle findet. Bis der Groschen dann fällt und niemand mehr auf die neuen Features verzichten möchte. Insgesamt wahrscheinlich ein sehr nützliches Update. Danke, Shopify!Kategorie #2: Sidekick
Sidekick ist der Name von Shopifys KI-Assistent. Er spricht jetzt 20 neue Sprachen, darunter Deutsch, funktioniert ab sofort auch in der Shopify-Mobile-App und ist in der Lage, direkt im Adminbereich eines Shops Bilder zu erstellen.Was wir denken
Der Sidekick ist immer noch nicht stabil und zuverlässig genug, um echte Unterstützung im Arbeitsalltag zu bieten. Geschäftsrelevante Zahlen solltest du ihm auf keinen Fall anvertrauen und KI-Bilder wirken teilweise immer noch so, als kämen sie direkt aus dem Uncanny Valley. Maximal erspart der Assistent dir und deinem Team den Weg ins Shopify-Handbuch oder kann als Stichwortgeber bei akuter Ideenlosigkeit dienen. Aber nach wie vor: Ohne KI ins Spiel zu bringen, werden Neuerungen nicht neu genug.Kategorie #3: Einzelhandel
Im Bereich Einzelhandel hat sich vor allem jede Menge bei Shopify POS getan. Unter den vielen Änderungen sind unsere drei persönlichen Highlights:Individuelles Branding für POS
Markendesigns, inklusive Farben und Logo, lassen sich jetzt auf allen Displays der Shopify POS-Endgeräte anzeigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Geräte von Mitarbeitenden oder Kund:innen genutzt werden oder sich im aktiven Zustand oder Stand-by befinden.Was wir denken
Gerade im stationären Handel spielt Brand Awareness eine große Rolle. Damit in einem Store alles wie aus einem Guss wirkt und Kund:innen wirklich das Gefühl haben, bei ihrer Lieblingsmarke zu shoppen, kommt es auch auf kleinste Details an – und dazu gehören eben auch Displays der Terminals.
Versand und Mitnahme an einem Checkout
Einkäufe lassen sich jetzt kombinieren: Einen Teil der Ware nehmen die Kund:innen direkt aus dem Laden mit, der Rest wird über den Onlineshop an sie versandt. Der gesamte Vorgang erfolgt als eine einzelne Transaktion. Obacht: Wird momentan nur für POS Pro angeboten.Was wir denken
Diese Neuerung mag unscheinbar wirken, ist aber ein wichtiger Schritt Richtung Unified Commerce. Es wirkte bislang immer ein wenig unprofessionell, wenn Verkäufer:innen für einen Mischkauf zwei Vorgänge starten mussten und die Kund:innen zwei separate Rechnungen erhielten. Diese Neuerung macht Schluss damit und bringt Harmonie in den Einkauf.Shop-Guthaben im POS
Rückerstattungen lassen sich jetzt auch vor Ort als Shop-Guthaben verbuchen und ausstellen. Wo die Kund:innen ihren Gutschein anschließend einlösen, spielt keine Rolle: in einer beliebigen Filiale oder im Internet.Was wir denken
Ein weiterer wichtiger Baustein für den Unified Commerce. Universell einlösbare Gutschriften machen das Einkaufserlebnis zu einer runden Sache, und dass Shop-Guthaben besser für deinen Umsatz ist als eine Barauszahlung, müssen wir dir wahrscheinlich nicht erklären. ;)
Kategorie #4: Checkout
Auch, wenn Änderungen am Checkout inzwischen einfacher möglich sind als jemals zuvor, ist der Kassenbereich in Shopify immer noch ein sensibles Thema. Die Neuerungen fallen hier daher eher dezent aus, besitzen aber durchaus Impact:Flatrates für geteilten Versand
Wenn eine Bestellung nicht in einer einzigen Sendung erfolgen kann, weil sie zum Beispiel aus zwei Lagern geliefert werden muss, ist es ab sofort möglich, die Versandkosten nicht einfach stumpf zu addieren, sondern eine günstige Flatrate anzubieten.Was wir denken
Kund:innen, primär im DACH-Raum, hassen es, von hohen Versandkosten am Checkout überrascht zu werden. Ist die Lieferung zu teuer, brechen sie ihren Einkauf ab. Eine Versandflatrate kann dazu beitragen, diese Gefahr zu minimieren und ist deshalb umsatzfördernder, als es den Anschein haben mag.Schnelleres Laden des Checkouts
Der Checkout ist jetzt noch performanter. Die Kundschaft kann zwei Sekunden eher damit beginnen, ihre Kontaktdaten einzugeben.Was wir denken
Zwei Sekunden? Das ist ja nicht einmal genug Zeit, um sich an der Nase zu kratzen! Magst du denken – und irrst dich gewaltig. Laut einer Studie von Google brechen 53 Prozent der Nutzer:innen ihren Einkauf ab, wenn eine Seite nicht innerhalb von drei Sekunden lädt. Ein Checkout, der sich zwei Sekunden schneller aufbaut, kann daher für ein massives Umsatzplus sorgen. Wir sagen Chapeau, dass den Shopify-Entwickler:innen so ein Quantensprung gelungen ist.Shopify Checkout in Roblox
Shopify hat jetzt auch eine Schnittstelle zur Spieleplattform Roblox. Spieler:innen können dort mit virtuellen Verkaufsterminals interagieren, um echte physische Produkte direkt aus ihrem Game zu erstehen.Was wir denken
Okay, diesen Punkt nehmen wir nur auf, weil er in der Summer Editions 2025 so prominent präsentiert wird. Denn tatsächlich erwarten wir hier massive Probleme. Falls du Roblox nicht kennst: Roblox ist kein einzelnes Spiel, sondern eine Umgebung, in der User:innen eigene Spiele erstellen und spielen können. Technisch vergleichbar mit YouTube für Games. Das Unternehmen ist börsennotiert, macht Milliardenumsatz und hat Millionen Spieler:innen, aber: Roblox wird vor allem von Kindern und Jugendlichen genutzt und deren Unerfahrenheit rund um Geld wird in manchen Spielen gnadenlos ausgenutzt. Manipulative Mechaniken wie bei Glücksspielautomaten, verschleierte Kosten, gezielte Förderung von Suchtverhalten. Wenn deine Brand mit so einem Game in Verbindung gebracht wird, ist der gute Ruf schnell dahin. Dass Roblox wegen Grooming-Vorfällen außerdem immer wieder in der Presse landet, macht die Gefahr nur noch größer. Unser Rat lautet daher: Besser nicht.Kategorie #5: Global
Shopify führt seinen Internationalisierungskurs konsequent weiter. Besonders interessant für den Mittelstand sind dabei:Shopify Payments in 16 weiteren Ländern
Shopifys hauseigenes Abrechnungssystem Payments steht jetzt auch in Bulgarien, Estland, Gibraltar, Griechenland, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mexiko, Norwegen, Polen, Slowenien, Ungarn und Zypern zur Verfügung.Was wir denken
Payments macht die Buchhaltung einfach, ist komfortabel, sicher und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt ebenfalls. Durch die Aufnahme weiterer Länder wird die Internationalisierung für dich noch einfacher und günstiger. Keine krasse Neuerung, aber auf jeden Fall sinnvoll.
Weitere lokale Zahlungsoptionen in der EU
Die Zahlungsoptionen wurden um einige der Lieblingsoptionen aus Polen, der Schweiz, Schweden, Dänemark und Finnland ergänzt. Unterstützt werden jetzt unter anderem auch P24, BLIK, TWINT, Swish und MobilePay.Was wir denken
Wenn es um Geld geht, werden die Menschen vorsichtig. Sollten sie die Zahlungsoption ihrer Wahl nicht am Checkout vorfinden, brechen sie ihren Einkauf schnell ab. Daher ist es ein großes Plus, dass Shopify jetzt noch mehr Optionen anbietet, vor allem für kaufkräftige Länder wie Schweden oder die Schweiz.Zölle in Produktpreisen oder am Checkout
Zollgebühren und Steuern lassen sich jetzt in allen Aboplänen entweder gesondert am Checkout erheben oder können direkt in den Warenpreis einkalkuliert werden.Was wir denken
Angesichts der aktuellen Weltlage ist diese Neuerung auf jeden Fall beachtenswert. Entweder, du gibst den McMillon (Walmart CEO) und sagst den Menschen klipp und klar, warum deine Waren auf einmal so teuer sind, oder du machst den Bezos und ziehst den Schwanz ein. Optionen zu haben, ist immer gut, denn so kannst du deine Preiskommunikation an deine Strategie anpassen.Kategorie #6: Marketing
Neuerungen im Bereich Marketing beschränken sich in dieser Summer Edition 2025 eher auf Details. Tiefgreifende Änderungen gibt es nicht, bis auf:Ein Rabatt für mehrere Kategorien
Ausgewählte Rabatt-Apps (wer immer auch zu den Auserwählten gehören mag) erlauben dir nun, einen Rabattcode auf unterschiedliche Kategorien anzuwenden. Das bedeutet etwa, dass der Code ESHOPGUIDE25 dir nicht nur 25 Prozent Preisnachlass auf deine gesamte Bestellung gewährt, sondern gleichzeitig auch den Versand kostenlos macht und dir ein Gratisgeschenk einbringt. Wer kann da noch nein sagen?Was wir denken
Endlich! Marketingaktionen rund um Rabatte waren noch nie eine Standardprozedur, und Ideen wie das oben beschriebene Szenario erforderten oft komplizierte Workarounds. Dass du jetzt in der Lage bist, deine Rabattschlacht ganz nach deinen Wünschen zu gestalten, macht den nächsten Black Friday gleich noch attraktiver.Kategorie #7: Shop-App
Die Shopify Shop-App besitzt bei uns noch keine große Marktdurchdringung. Falls du sie also noch gar nicht kennst: Die Shopify Shop-App wird von Shopify selbst betrieben und funktioniert im Grunde wie ein Marktplatz: Nutzer:innen können dort Produkte von Shopify-Shops entdecken, kaufen und ihre Bestellungen verfolgen. Dementsprechend sind die Neuerungen allesamt auch ein wenig meeehhh. Geboten werden ab sofort intelligentere Empfehlungen im Home-Feed, durch User:innen kuratierte Kollektionen sowie die Möglichkeit, Produktdetailseiten deines Onlineshops in der App zu spiegeln.Was wir denken
Wir halten die Shop-App grundsätzlich für keine gute Idee, denn dort ist ein Onlinestore genau das, was er nicht sein sollte: Einer unter vielen, den Billigheimern und Dropshippern ausgesetzt, nicht einladend und zuvorkommend, sondern laut wie in einer Markthalle. Exklusivität geht anders und die User:innen haben auch nicht wirklich Lust auf das Prinzip, denn dann könnten sie ja gleich bei Temu shoppen. Deshalb wird die App bei uns vorwiegend zur Sendungsverfolgung eingesetzt. Aber die solltest du am besten selbst anbieten.Kategorie #8: B2B
B2B wird auch auf Shopify immer relevanter. Die wichtigsten Änderungen Neuerungen zielen daher darauf ab, noch mehr Händler:innen den Einstieg in den Großhandel zu ermöglichen:Markets jetzt für B2B verfügbar
Shopifys mächtiges Internationalisierungstool steht jetzt auch vollständig für den B2B-Bereich zur Verfügung. Möglich sind damit unter anderem länderspezifische Storefronts und Produktkataloge, die automatische Währungsumrechnung sowie die Kalkulation von Steuern und Zöllen.Was wir denken
Markets ist eine krass gute Software-Suite, die die Einstiegsphase in einen neuen Markt von Wochen auf Tage verkürzen kann. Dass diese Möglichkeit jetzt auch für den B2B-Bereich angeboten wird, ist für viele Unternehmen vermutlich ein absoluter Gamechanger.
Mindest- und Höchstbestellgrenzen
Mittels der Shopify-eigenen Checkout-Blocks-App lassen sich jetzt Mindest- und Höchstbestellmengen festlegen – sowohl für B2B- als auch für B2C-Kund:innen.Was wir denken
Das wurde aber auch Zeit! Mindest- und Höchstbestellmengen sind gerade im B2B wichtige Steuerhebel, um für Gewinn zu sorgen oder zu garantieren, dass komische Milliardäre nicht einfach das ganze Lager leer kaufen. Andere haben diese Option schon längst in ihrer App integriert …USt-IdNr.-Validierung für EU und UK
Umsatzsteueridentifikationsnummern lassen sich ab sofort im Adminbereich deines Stores validieren. Etwaige Steuerbefreiungen eines Unternehmens kommen dabei automatisch zur Anwendung.Was wir denken
Noch so eine Funktion, die eigentlich schon längst Standard hätte sein sollen. An solchen Punkten merkt man, dass B2B bei Shopify erst nach dem B2C gedacht wurde. Aber: Es wird!Achtung, Achtung!
All die schönen Neuerungen für den B2B-Bereich gibt es nur im Profi-Abo, aka. Shopify Plus. Bist du in einem anderen Plan unterwegs und möchtest trotzdem nicht auf all die tollen Features verzichten, dann wirf doch mal einen Blick auf unsere B2B Europe App.
Kategorie #9: Versand
Langsam kommen wir ans Ende der Summer Editions 2025 – und das merkt man auch an den Inhalten. Im Bereich Versand gibt es nur wenig Bemerkenswertes zu berichten:Auftragsausführung nach Artikelmenge aufteilen
Tatsächlich noch eine der interessantesten Neuerungen: Wenn an einem Standort der Lagerbestand nicht ausreicht, um eine Bestellung zu erfüllen, wird das Fulfillment jetzt automatisiert auf mehrere Standorte gesplittet.Was wir denken
Eigentlich nur für Händler:innen interessant, die ohne ein an den Store angeschlossenes ERP-System operieren. Aber wer tut das bitte, wenn er oder sie bereits mehrere Standorte besitzt? Die tatsächlichen Use Cases dürften sich hier auf eine Handvoll Nutzer:innen beschränken.Konsolidierte Ansicht für Zustellmethoden
Versandoptionen wie die lokale Zustellung, die Abholung im Geschäft und Abholstandorte für jeden Standort lassen sich nun über eine zentrale Ansicht verwalten.Was wir denken
Praktisch, aber nicht bahnbrechend. Man erspart sich in der alltäglichen Arbeit vielleicht ein paar Klicks. Aber, hey! Bekanntlich macht Kleinvieh auch Mist und so ein paar Sekunden können sich über das Jahr schon zu Stunden addieren.Noch mehr Logistikpartner
Shopify hat noch mehr Logistikpartner in sein Versandnetzwerk mit aufgenommen. Unterstützt werden nun auch Flexport, ShipBob, Shipfusion und ShipMonk.Was wir denken
Mehr Auswahl ist immer gut. Allerdings ließen sich auch in der Vergangenheit selbst die exotischsten Fulfiller mittels Schnittstellen direkt an Shopify anbinden. Hier wird also nur Arbeit erleichtert, aber das Rad nicht neu erfunden.Kategorie #10: Betrieb
Als finale Kategorie kommt in der Summer Edition 2025 der Betrieb. Allerdings verstecken sich hinter dem letzten Platz tatsächlich erneut ein paar interessante Updates:Mehrere Geschäftseinheiten in einem Shop
Plus-User:innen können ihre globalen Backend-Operationen ab sofort an einem Ort verwalten. Dazu stehen ihnen Berechtigungen und Tools zur Verfügung, die es erlauben, auch komplexe Geschäftsstrukturen zentral abzubilden.Was wir denken
Genau diese Funktion hat für den Bereich der Internationalisierung noch gefehlt. Ab sofort sollte es möglich sein, die GmbH in Deutschland, die Genossenschaft in der Schweiz und die KG in Großbritannien unter einem Dach zu verwalten, ohne für jedes Land und jede Geschäftsform einen eigenen Shop eröffnen zu müssen.Analysen zu Kundenkohorten
Weiterhin hat Shopifys Analysetool ein größeres Update erhalten. Möglich sind jetzt auch Benchmarks und Berichte zu Kundenkohorten.Was wir denken
Kohortenanalyse gehört zu den komplexesten, aber auch aussagekräftigsten Werkzeugen im Bereich der Datenauswertung. Echte Statistiker:innen werden gerade leuchtende Augen bekommen, während der Rest von uns nur ratlos mit den Schultern zuckt. Eine Neuerung also, die nur wenige Menschen interessiert, diese dafür aber umso mehr.Abonnementbestellungen bearbeiten
Bestellungen, die aus Abonnements und Vorabbestellungen stammen, lassen sich nun vor dem Versand noch bearbeiten.Was wir denken
Ein Ärgernis weniger. Unternehmen, die mit Abos arbeiten, werden sich freuen, dass sie die Bestellung jetzt endlich ohne großen Aufwand editieren können. Die Kundschaft wiederum ist glücklich über Service und Flexibilität. Eine kleine, aber feine Neuerung.Zum Schluss für dich: Besser nicht bis zum Winter warten!
Eine allerletzte Kategorie haben wir unterschlagen: die Entwicklung. Denn die ist nicht für dich als Unternehmer:in, sondern für uns als Shopify-Nerds. Was wir mit all den coolen neuen Tools anstellen können, zeigen wir dir aber gerne. Entweder indem wir deinen Shop relaunchen und ihn so richtig auf Vordermann bringen – inklusive vieler neuer Features, die du gerade erst kennengelernt hast. Melde dich dazu einfach bei uns. Oder indem wir deinen Store zu Shopify migrieren. Denn jetzt mal ehrlich: Bei welchem anderen Shopsystem gibt es halbjährlich so eine vollgepackte Liste mit neuen Funktionen für dich, dein Team und deine Kundschaft? Du musst nur unserem Umzugsteam schreiben und die Migration kann starten. Falls du jetzt noch zwei Minuten Zeit hast, bleibt nur noch ein letztes cooles Gimmick der Shopify Summer Editions 2025: Horizon Drive. Stehst du auch so auf Vaporwave?
Das waren die Winter Editions 2025
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Die Highlights der Shopify Winter Editions 2025
“The same procedure as last year, Miss Shopi?”
“The same procedure as every year, Nerds!” Denn wie in jedem Jahr präsentiert Shopify auch 2025 seine Winter Editions, um wahnwitzige Game Changer, ausgefuchste Neuerungen und bahnbrechende Ideen rund um seine Plattform vorzustellen. Aber was ist das? Shopify nennt die diesjährige Ausgabe selbst „The Boring Edition“? Gibt es vielleicht gar nichts zu berichten? Doch, nur sind es dieses Mal keine gamechangenden Branchenumkrempler. Stattdessen stellt unsere liebste Plattform für den Onlinehandel 150 kleine, aber feine Verbesserungen vor, die sich im letzten halben Jahr ins System geschlichen haben. Manche von ihnen sind eher unscheinbar, andere durchaus bemerkenswert. Die absoluten Highlights möchten wir dir in diesem Beitrag gerne vorstellen.The Soup: Was sind die Shopify Editions?
Winter Edition? Ist das nicht dieses uralte Sportspiel für den C64? Auch, aber bei den Shopify Summer und Winter Editions handelt es sich um halbjährlich stattfindende Online-Events, auf denen die Kanadier:innen zeigen, mit welchen Funktionen und Features Shopify im letzten halben Jahr verbessert wurde. Wer den Shopify-Newsletter abonniert hat, trifft dabei meist auf alte Bekannte. Für alle anderen sind die Editions eine prima Gelegenheit, sich schnell und umfassend auf den neuesten Stand zu bringen.The Fish: Das Beste aus den Shopify Winter Editions 2025
Also: 150 Updates vor und hinter den Kulissen. Einige von ihnen lassen sich nur bei Benutzung des Shops bemerken, andere werden erst später in Europa ausgerollt und sie alle aufzuzählen, wäre ziemlich Banane. Dann könntest du ja gleich die kompletten Winter Editions lesen. Deshalb machen wir es so: Wir knöpfen uns die zehn Kategorien vor, nach denen Shopify seine Neuerungen sortiert hat, und präsentieren dir daraus jeweils die echten Highlights.Kategorie #1: Online
Kategoriefilter lassen sich jetzt händisch sortieren: Bestehen deine Kategorien etwa aus Zahlenwerten, muss die kleinste Zahl nun nicht mehr zwangsweise ganz oben stehen. Damit kannst du zum Beispiel hochwertigere Produkte stärker promoten – etwa, indem deine Leuchten mit der größten Lumenzahl nicht erst am Ende der Liste auftauchen. Bundle-Inventur schon vor dem Checkout: Sollten Teile eines Bundles ausverkauft sein, weist Shopify nun nicht erst am Checkout darauf hin. Das vermeidet enttäuschte Kund:innen, die sich schon auf ihr Schnäppchen gefreut haben und sorgt für deutlich mehr Transparenz in deinem Store. Metaobjekte überall: Metaobjekte sind Bausteine deines Stores, die sich universell einsetzen lassen. Zum Beispiel ausgesuchte Kundenbewertungen oder ein Foto deiner Markenbotschafterin. Zukünftig kannst du diese Objekte überall in deinem Shop einbauen. Beispielsweise wäre es denkbar, am Checkout Bewertungen anzuzeigen, die sich explizit auf deinen schnellen und zuverlässigen Versand beziehen.Kategorie #2: Einzelhandel
Kunden-Metafelder in POS: Im stationären Handel kannst du jetzt Metadaten deiner Kund:innen abfragen und mit ihrem Onlinekonto verknüpfen. Schaut Max Mustermann in deinem Laden vorbei und lässt sich als „männlich“ registrieren, präsentierst du dem Mäxchen im nächsten Newsletter weniger High Heels und mehr ausgesuchte Herrenschuhe. Kundensegmente: Weiterhin ist es nun möglich, Kund:innen über ihre Metadaten in Segmente einzuteilen. In deinen Shops gibt es gerade Rabatt auf Hundefutter? Das interessiert die Menschen mit einem Kaninchen wahrscheinlich nur bedingt. Verschicke die Info lieber gezielt und personalisiert. Offlinezahlungen: Kartenzahlungen funktionieren nun auch, wenn das Internet gerade streikt. Das soll in der Hightech-Republik Deutschland zwar selten vorkommen, aber sicher ist sicher. Die Bankinformationen werden gespeichert und rausgeschickt, sobald das Netz wieder zur Verfügung steht.Kategorie #3: Checkout
Schnellerer Checkout: Für uns eines der wichtigsten Updates, denn: Die meisten Warenkorbabbrüche finden am Checkout statt! Wenn es dort ruckelt und hängt, ist schnell Essig mit der Conversion. Laut Shopify soll der Kassenbereich nun um 50 Prozent schneller laden – für den Pagespeed ein verdammt guter Wert. Checkout-Anpassungen in allen Tarifen: Außerdem gute Nachrichten für alle, die noch nicht bei Shopify Plus sind: Über die kostenlose App Checkout Blocks lassen sich Checkout-, Danke- und Bestellstatusseiten jetzt codefrei in sämtlichen Shopify-Plänen anpassen. Zukünftig musst du auf deine Corporate Identity im Kassenbereich also nicht mehr verzichten, sondern bestichst auch dort durch markenkonformes Design. Warenkorb bleibt länger gespeichert: Warenkorb gefüllt und dann den Tab geschlossen? Macht nichts, denn diese Informationen bleiben nun länger gespeichert. Und ein Einkauf, der sich bequem fortsetzen lässt, sorgt natürlich für einen höheren Average Order Value. Nur wie lange der Warenkorb jetzt genau gespeichert wird, hat Shopify nicht verraten …Kategorie #4: Marketing
Erweiterungen für Kundenkonten: Kundenkonten werden für Händler:innen immer interessanter, denn sie binden die Menschen an den Store, erlauben gezielteres Marketing und erhöhen die Wiederbesuchsrate. Dementsprechend hat Shopify die API für Kundenkonten aufgebohrt: Über Apps lassen sich zukünftig auch Funktionen wie eine Bestellverwaltung, Rückgaben oder Abos einem Konto hinzufügen. Marketing-Automatisierung via Kundensegment: Mit Shopify Flow bist du jetzt in der Lage, Marketingaktionen auszulösen, wenn Kund:innen einem Segment beitreten oder es verlassen. Denkbar wären etwa Events wie Anmeldung oder Kündigung eines Abos, aber auch eine Erinnerung zur Nachbestellung nach dem Kauf eines Verbrauchsguts. Marketing-Automatisierungen in Flow: Apropos Flow. In Shopifys hauseigenem Tool zur Automatisierung wiederkehrender Aufgaben findest du jetzt auch Vorlagen für etliche Marketingaktionen. Da Flow mit der Zeit immer komplexer geworden ist, ist diese Erweiterung der Bibliothek eine große Hilfe für alle Menschen ohne IT-Kenntnisse.Kategorie #5: Großhandel
Neue Analysefunktionen kompatibel mit B2B: Vor ein paar Monaten hat Shopify seine Analysetools deutlich aufgemotzt, dabei aber vergessen, B2B und B2C zu trennen. Diesem Fauxpas wurde jetzt Rechnung getragen und sämtliche Daten lassen sich nun in B2B- und D2C-Bestellungen splitten. Achtung: Gilt nur für Plus-Mitglieder. Bessere Bestellentwürfe: Außerdem hat sich bei Bestellentwürfen viel getan. Preise lassen sich fixieren; Produkte können als Bundle angeboten werden. Bei Plus lassen sich jetzt außerdem Anzahlungen realisieren und Kreditkarten zwecks mehrfacher Belastung sicher hinterlegen. Zuletzt wurde die Entwurfs-UI um einige Funktionen erweitert. So ist es jetzt etwa möglich, eine Versandnachricht zu verschicken, wenn ein Bestellentwurf rausgeht. Aber auch hier: Nur bei Shopify Plus.Kategorie #6: Global
Gebühren und Steuern separat angeben: „Huch, warum ist der Preis denn plötzlich so hoch? Gerade standen da doch nur 20 EUR!“
Damit deine Kund:innen bei Auslandsbestellungen zukünftig auf den Staat und nicht auf dich sauer sind, kannst du alle Zölle und Sonderabgaben, die in den Verkaufspreis einfließen, jetzt einzeln anzeigen lassen. Rechnungen mit Mehrwertsteuer: Rechnungen landesspezifisch erstellen zu lassen, war lange einer der größten Schwachpunkte von Shopify. Ab sofort ist es in der EU und im UK möglich, sowohl B2B- als auch B2C-Rechnungen inklusive des jeweils geltenden Mehrwertsteuersatzes erstellen, speichern und anzeigen zu lassen. Neue Zahlungsoptionen bei Shopify Markets: Andere Länder, andere Bezahlmethoden. Denn ein Pole begleicht seine Rechnungen gerne mit Przelewy24 und eine Koreanerin shoppt mit KCP. Gut also, dass Markets neben den zwei genannten jetzt unter anderem auch Bancontact, GrabPay, MobilePay, Twint und Vipps zum Bezahlen zulässt.Kategorie #7: Versand
Neue Etiketten von europäischen Versanddienstleistern: Du bist ein deutscher Shop, der in Deutschland verkauft und versendet und dafür auf einen deutschen Versanddienstleister setzt? Good News! Für deine Versandetiketten kannst du jetzt auf die hauseigene Software von Shopify setzen. Denn die beherrscht nun tatsächlich auch den Etikettendruck für DHL. Mehr Schutz vor Überverkäufen: Die Regeln für lieferbare Artikel gelten nun nicht mehr nur Verkäufe, die über den Checkout-Bereich von Shopify selbst getätigt werden, sondern auch für Bestellungen aus Rechnungen und Bestellentwürfen sowie importierten Bestellungen aus dem Vertriebskanal eines Drittanbieters. So bleibt dein Lager sauber mit allen Verkäufen synchronisiert und du verkaufst nichts, was du gar nicht mehr hast. Optionen bei Deinstallation von Fulfillment-Apps: Interessant für alle Händler:innen, die den Relaunch ihres Stores planen und dabei auch auf ein neues Fulfillment setzen wollen: Zukünftig kannst du entscheiden, was mit den bislang verwalteten Daten geschehen soll, wenn du eine Fulfillment-App deinstallierst. Der Reimport in eine neue Software wird so einfacher und sicherer.Kategorie #8: Abläufe
Flow jetzt noch mächtiger: Mit Shopify Flow automatisierst du wiederkehrende Aufgaben in deinem Store – und während das Tool für die längste Zeit seines Lebens nur simple wenn-dann-Bedingungen beherrschte, kann es inzwischen auch sehr komplexe Vorgänge mit zahlreichen Variablen und Triggern verarbeiten. Ein Kunde bestellt Waren für mehr als 300 EUR nach Frankreich und lässt sie als Geschenk verpacken? Dann sorgt Flow dafür, dass der Käufer ein Geschenk für den hohen Warenwert erhält, der Versand ob des überschrittenen Mindestbestellwerts kostenlos ist, die Bestellbestätigung auf Französisch herausgeht und das Fulfillment der Sendung eine Blankogrußkarte beiliegt – nur für alle Fälle. Der einzige Wermutstropfen bei so viel Automatisierung ist nur, dass es bei Flow zukünftig nicht mehr komplett codefrei zugeht. Mitarbeiterzugriff nach Rollen: Rollen sind nicht ganz neu in Shopify, aber so wichtig, dass wir sie hier auf jeden Fall erwähnen. Daher: In Shopify ist es möglich, Mitarbeitenden eine Rolle im Adminbereich eines Stores zuzuweisen. Das Team aus Dänemark hat keinen Zugriff auf den Shop in der Schweiz, das Fulfillment sieht zwar Bestellungen und Retouren, kann aber die PDPs nicht bearbeiten. Spätestens ab fünf Koleg:innen bricht in jedem Unternehmen ohne Rollen das Chaos aus. Der Sidekick kommt für alle: Wir sind ein bisschen skeptisch, aber um des Keywords willen schreiben wir trotzdem drüber: Shopifys KI-Assistent Sidekick wird schon bald für Händler:innen auf der ganzen Welt eingeführt. Zunächst soll die Künstliche Intelligenz allerdings nur Englisch sprechen – und ob das Ganze nur ein Hype ist oder einen echten Mehrwert für die Kund:innen besitzt, muss sich in der Praxis zeigen.Kategorie #9: Finanzen
Bei Finanzen müssen wir leider passen. Denn erstens kämen wir in Teufels Küche, wenn wir dir finanzielle Ratschläge erteilen, und zweitens beschränken sich die Neuerungen hier fast ausschließlich auf die USA. Du bist US-Amerikaner:in? Dann erledigt Shopify bald deine Steuererklärung, lässt dich deine täglichen Umsätze sofort und gebührenfrei abrechnen oder erlaubt die Abbuchung wiederkehrender Zahlungen aus verschiedenen Konten. Wir Menschen aus der Alten Welt sind dagegen bis auf Weiteres an unsere Steuerberater:innen gebunden. Aber wie immer gilt: Sollte sich was tun, informieren wir dich umgehend.Kategorie #10: Entwicklung
Theme-Blöcke: Gegen Ende noch mal ein Kracher. Ab sofort ist es möglich, in deinem Shopify Theme Blöcke in Blöcken zu definieren und diese bis in acht Ebenen tief zu verschachteln. Was ist ein Block? Entweder ein zusammenhängender Stapel Papier oder ein Kasten mit Content auf einer Webseite. Ein Block auf einer PDP kann jetzt also einen Unterblock mit den Produktbildern enthalten, dazu einen mit den USPs, den FAQs, der detaillierten Produktbeschreibung und den Bewertungen. Blöcke machen Webseiten dynamischer, attraktiver und auf kleinen Displays besser darstellbar. Irgendwo auf der Welt geht für eine UX-Designerin deshalb gerade die Sonne auf. Chat-Apps im Checkout: Wenn es in deinem Store irgendwo NICHT haken sollte, dann im Checkout. Um dort zukünftig rasch Hilfestellung bieten zu können – und ohne dass Besucher:innen sich erst wieder auf die Startseite zurückklicken müssen – lassen sich Chat-Apps jetzt auch im Kassenbereich implementieren. Die Folge sind weniger Warenkorbabbrüche und eine verbesserte User-Experience. Klarere Richtlinien für Built for Shopify: Built for Shopify ist ein Anforderungskatalog, der es Entwickler:innen erleichtern soll, Apps so zu programmieren, dass sie optimal mit Shopify zusammenarbeiten. Genau dieser Katalog wird bald überarbeitet und im Sinne von mehr Transparenz aktualisiert. Was du davon hast? Nun, Built for Shopify ist gleichzeitig eine Art Gütesiegel. Wenn du die drei Worte in Zukunft liest, kannst du dich noch stärker darauf verlassen, dass die App sich einfach installieren und nutzen lässt, ohne permanent Fehler zu produzieren – und das ist ganz sicher in deinem Interesse.The Chicken: Was wir von den Updates halten
Zwei Gedanken möchten wir dir zum Abschluss mit auf den Weg geben. Denn unsere Liste einfach unkommentiert stehenzulassen, wäre höchst unprofessionell. Erstens: Dass es in der diesjährigen Winterausgabe an echten Krachern fehlt, ist nicht weiter überraschend. Als System ist Shopify mittlerweile so ausgereift und Feature-complete, dass die Plattform sich eigentlich nur noch in Details verbessern lässt. Den Hersteller:innen von Smartphones, Autos oder Mikrowellen geht es schließlich nicht anders – und wer immer die Idee zum Next Big Thing hat, sollte sich am besten direkt zu Shopify CEO Tobi Lütke durchstellen lassen, um sein oder ihr Honorar auszuhandeln. Oder komplett humorbefreit: Dass Shopify derzeit nur noch iterativ und kleinschrittig optimiert wird, ist tatsächlich ein gutes Zeichen für alle Händler:innen. Denn so können sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass es die Features, auf die es für sie ankommt, schon längst auf der Plattform gibt. Zweitens: Kritische Zeitgenossen mögen weiterhin anmerken, dass sich viele der vermeintlich neuen Features schon lange per App realisieren lassen. Das ist nicht falsch, lässt aber außer Acht, dass Apps zum einen oft Geld kosten und zum anderen zusätzlicher Code einen Shop immer ein wenig träger macht. Änderungen direkt im Quellcode sind in der Regel performanter und stabiler – und natürlich in deinem Shopify-Abo im Preis inbegriffen. Deshalb sagen wir: Freu dich, dass Shopify sich von cleveren Apps „inspirieren“ lässt, anstatt dem geschenkten Gaul ins Maul zu schauen.The Fruit: Besser nicht bis zum Sommer warten
Das waren sie also, die Shopify Winter Editions 2025. 150 Änderungen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt beeindrucken, aber gemeinsam doch ordentlich Impact besitzen. Solltest du jetzt feststellen, dass dein Store der Zeit komplett hinterherhinkt und du nicht einmal ansatzweise in der Lage bist, all die schönen neuen Dinge umzusetzen, dann wird es Zeit für einen Relaunch. Dazu kannst du dich vertrauensvoll an uns wenden. Schreib uns einfach und zusammen planen wir deinen zukunftsfähigen Shop. Sollte dir dagegen gerade ein Tränchen im Auge stehen, weil es bei Shopify so tolle Sachen gibt und du für deinen Store immer noch ein WordPress-Plug-in nutzt, sind wir ebenfalls zur Stelle. Denn eine Migration zu Shopify ist mit uns aus jedem Shopsystem möglich. Melde dich einfach bei unserem Umzugsteam. Bis wir von dir hören, bleibt eigentlich nur noch eines zu sagen: Skol!
Das waren die Sommer Editions 2024
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Was war das nur für ein Sommer?
Fußball-EM im eigenen Land, mit einer Nationalmannschaft, die endlich wieder überzeugen konnte und nur gegen den späteren Meister knapp verloren hat. Dann die Olympischen Spiele und die Paralympics mit ihren einzigartigen Bildern und großen Momenten. Außerdem sind uns längere Hitzeperioden und größere Katastrophen erspart geblieben, die Eispreise stiegen nur moderat und der letzte Marvel-Film war endlich wieder gut. Gab es sonst noch etwas? Ach ja, am 24. Juni 2024 fand die Shopify Summer Edition statt. Die war natürlich auch interessant. Mit leichter Verspätung präsentieren wir die Highlights des Events und verraten, auf welche spannenden Neuerungen im Shopify-Kosmos du dich freuen kannst.Mit kritischem Blick: Die Highlights der Shopify Summer Edition 2024
Also, was gibt’s Neues in Shopify-Land? Bevor wir mit dem Überblick starten, ein kleiner Hinweis: Natürlich sind die Shopify Editions auch eine Marketingveranstaltung. Das ein oder andere Feature wird reichlich aufgebläht, manch eine Formulierung ist nebulöses Sales-Sprech. Es wäre also ziemlich blauäugig, alles einfach nachzuplappern. Deshalb präsentieren wir, was uns selbst begeistert und geben an anderer Stelle kritisches Feedback. Deine Zeit ist kostbar, wir wollen dich anständig informieren. Und damit starten wir durch:#1 Total International: Shopify Markets
Der globale Vertrieb war DAS zentrale Thema der diesjährigen Summer Editions. Wirklich überrascht hat das vermutlich niemanden, denn an ihren Internationalisierungsfunktionen basteln die Kanadier:innen schon seit Längerem. Äußerst erfolgreich, möchten wir sagen. Denn das, was unter dem Label Shopify Markets inzwischen entstanden ist, haut einen aus den Socken: Internationalisierung mit Shopify funktioniert via Markets so einfach und intuitiv, dass wir uns echt fragen müssen, wieso das nicht schon immer so gehandhabt wurde. Denn zunächst verwaltest du sämtliche Vorgänge bequem aus deiner zentralen Shopify-Schaltzentrale. Es gibt keine unterschiedlichen Dashboards für deine verschiedenen Shops, Lager oder Produzenten – alles ist an einem Ort gebündelt, wird übersichtlich dargestellt und lässt sich mit ein paar Klicks organisieren und verwalten. So behalten selbst Enterprises die Kontrolle, ohne für jeden neuen Markt gleich eine eigene Abteilung aus dem Boden stampfen zu müssen. Das glaubst du nicht? Dann wirf gerne einen Blick in unsere Case Study zu TITUS und lies nach, was CEO Julius Dittmann zum Thema Internationalisierung mit Shopify sagt. Interessant ist das System aber auch für alle Händler:innen, die gerade ihre ersten Schritte über die Grenze wagen. Denn nach wie vor, es ist vollkommen intuitiv. Du legst einfach einen weiteren Shop fürs Ausland oder einen nationalen Markt an und hast ab da alle Zügel in der Hand: Preise, Varianten und Präsentation lassen sich bis runter zur Artikelebene individuell einstellen. Genauso flexibel ist dein Theme: ein anderes Banner für den Shop in Polen? Kein Problem. Zölle, Steuern und Währungen berechnet Markets für dich automatisch. Deshalb der Lesetipp: Internationalisierung mit Shopify geht ganz easy Noch sind in Deutschland nicht alle Funktionen ausgerollt. Bis zum vollständigen Release kann es aber nicht mehr allzu lange dauern. Wir halten dich auf dem Laufenden.#2 Endlich anpassbar: Der Shopify Checkout
Ein weiteres Highlight ist die Einführung der Checkout Extensibility zur Modifizierung des Kassenbereichs eines Shops. Denn grob gesagt waren Anpassungen am Checkout bislang nur im Profitarif Shopify Plus möglich – und dann auch nur unter Einsatz fundierter Programmierkenntnisse. Seit ein paar Monaten ist das anders: Die alte Datei checkout.liquid, in der Programmierende bislang ihre Magie wirken ließen, existiert nicht mehr. Dafür gibt es jetzt eine API, über die sich Veränderungen am Checkout via Apps realisieren lassen. Für die meisten Händler:innen ist das natürlich eine prima Sache. Du willst an der Kasse neue Adressfelder einfügen? Auf der Thankyou-Page Cross-Selling betreiben? DHL-Packstationen nativ integrieren? Für all das gibt es jetzt eine App. Ein wenig ärgern dürften sich dagegen alle Coder:innen, denn viele ihrer alten Tricks sind nun hinfällig und funktionieren nicht mehr. Zwar lässt sich manche Anpassung auch weiterhin ohne App vornehmen, allerdings erfordert das jetzt deutlich mehr Arbeit. Aber hey: Keine Arbeit haben, ist auch schlecht. Daher unbedingt lesen: Shopify Extensibility – Alle Änderungen im Detail# 3 Mehr Features? Shopify Analytics
Eine weitere große Ankündigung der Summer Edition 2024 war die Überarbeitung von Shopify Analytics. Das System soll „flexibler“ werden. Ob es wirklich der große Wurf ist, dass sich Fenster mit unterschiedlichen Metriken zukünftig verschieben und in der Größe anpassen lassen, sei einmal dahingestellt. Interessanter klingt da schon die Möglichkeit, Reports bald um weitere Variablen und Daten erweitern zu können. Insgesamt blieb Shopify bei diesem Thema allerdings vage und konnte nichts zeigen, das für ein großes Wow gesorgt hätte. Unsere Prognose lautet daher: Profis vertrauen in Zukunft für ihre Analysearbeit weiterhin auf Third-Party-Tools. Lesetipp: Ziel deiner Analyse ist meist die Conversion Rate Optimierung – so geht’s#4 Für Bastler:innen: Neue Style-Einstellungen
Auch im Bereich Theme-Erstellung und im Theme-Editor tut sich was. Oder vielmehr: Hat sich etwas getan. Denn, dass ein Block-Element innerhalb eines Themes weitere Blöcke enthalten kann, ist bereits seit über einem halben Jahr möglich. Ebenso sollen Themes in Bälde weniger starr werden. So werden User:innen zukünftig etwa die Anzahl der Elemente in einem Slider selbst bestimmen, die Bilder einer Galerie nach ihrem Gutdünken frei anordnen oder die Logik von Schaltflächen ändern können. Profis wissen natürlich, dass all dies bereits möglich ist. Was hier angekündigt wurde, sind also eher Quality-of-Live-Änderungen für Nichtcoder:innen. Auch ganz ohne Programmierkenntnisse kann der eigene Shop so ein wenig stärker an die eigenen Vorstellungen angepasst werden. Für wirklich krasse Individualisierungen ganz ohne Programmierarbeit werden die geplanten Änderungen unserer Meinung nach allerdings nicht ausreichen. Lesetipp: Welches Shopify-Theme ist das beste? Wir helfen dir bei der Auswahl#5 Aufgeräumt: Produktattribute und -tags per KI
Natürlich darf auch die KI nicht fehlen. Ohne das Buzzword geht gerade gar nichts mehr. Ob Kund:innen sich wirklich über die Beratung via KI-Chatbot freuen, ist dabei mindestens fraglich. Aktuellen Umfragen zufolge stehen die meisten Verbraucher:innen der Künstlichen Intelligenz in puncto Zuverlässigkeit mindestens skeptisch gegenüber und bevorzugen die Hilfe durch echte Menschen. Deutlich interessanter ist deshalb, was Shopify zum Thema KI bei einer der lästigsten Aufgaben im Onlinehandel in petto hat: der Produktpflege. Denn dabei unterstützt dich zukünftig eine clevere Automatisierung: Wenn du ein neues Produkt anlegst, schlägt die Künstliche Intelligenz zukünftig selbstständig Attribute und Tags vor. Das erspart dir nicht nur eine große Menge an Arbeit sowie nerviges Copypasten; vor allem geht dir so kein Attribut mehr durch die Lappen, an das du selbst vielleicht gar nicht gedacht hättest. Die Suchmaschinen und deinen AOV freut das natürlich. Lesetipp: Was ist der AOV? Alle zum Average Order ValueShopify-Nerds erklären: Was sind Attribute?
Zum Thema folgende Information: Früher kannte Shopify nur Produkte und Varianten. Die Varianten eines Produktes bestimmten sich dabei durch Faktoren wie Farbe oder Größe. Durch die Einführung von Attributen hat sich das radikal verändert. Indem du deinen Artikeln Attribute zuweist, bilden sich Varianten gewissermaßen von selbst aus. Und es gibt noch mehr Vorteile: Artikelfilter können etwa anhand der Attribute deutlich bessere Ergebnisse liefern; Produktkategorien müssen nicht mehr umständlich einzeln erstellt werden. Attribute wirken auf den ersten Blick also eher unscheinbar; im Händler:innenalltag sind sie allerdings ein ziemlich großes Ding.#6 Es wird komplexer: Neues bei Shopify Flow
Geplant sind außerdem Änderungen an Shopifys Tool zur Workflow-Automatisierung, Shopify Flow. Das Tool soll mächtig aufgebohrt werden. Neben der bislang bekannten Drag-and-drop-Oberfläche mit ihren simplen Logiken werden bald wohl auch sehr komplexe Anweisungen möglich. Shopify entwickelt sich hier von einer No Code-Plattform zu einer Low Code-Plattform. Soll heißen: Um einen Shop auf die Beine zu stellen, musst du zwar immer noch nicht programmieren können. Wenn du aber zumindest ein wenig Ahnung von IT hast, bist du bald in der Lage, deutlich mehr Vorgänge in deinem Store zu automatisieren. Vielleicht sollten wir Kurse dazu anbieten?#7 Für die Kundenbindung: Shop-Guthaben
Eine weitere geplante Neuerung ist die Einführung von Shop-Guthaben, gerne auch Store Credit genannt. Im Prinzip also Geld in Form eines Gutscheins für deinen Laden; mit dem feinen Unterschied, dass du nicht erst umständlich eine Gift Card erstellen und verschicken musst, sondern der ganze Vorgang über ein Kundenkonto direkt in deinem Shop erfolgt. Wozu das gut ist? Für eine Menge. Die naheliegendste Idee sind natürlich Retouren. Statt 45 EUR zu erstatten, bietest du 50 EUR Shop-Guthaben an. Machst du so Verlust? Vermutlich nicht, denn die Käuferin wird wahrscheinlich 45 EUR ihres Credits dazu verwenden, den defekten Artikel erneut bei dir zu ordern. Für die restlichen fünf Euro kauft sie dann ein weiteres Produkt – und das kostet wahrscheinlich mehr als fünf Euro. Außerdem lassen sich mit Store Credit die unterschiedlichsten Marketingaktionen realisieren. Der Bilderwettbewerb auf Instagram, der Unboxing-Clip auf TikTok, das Quiz auf Facebook – wer gewinnt oder mit deinem Shop interagiert, hat die Chance auf ein Guthaben bei dir. Lesetipp: Was kostet dich die Kundenakquise? So berechnest du die Customer Acquisition Cost (CAC)#8 Aftersales und Informationsgewinn: Kundenkonten
Apropos Kundenkonten: Hier plant Shopify vermeintlich Großes, allerdings steht die ganze Geschichte noch ziemlich in den Sternen. Angedacht ist, Kundenaccounts hinter den Kulissen shopübergreifend zu vernetzen und so einen riesigen Aftersales-Markt zu schaffen. Denn wer in Shop A seine neuen Sneaker kauft, hat bestimmt auch Interesse an den schicken Sportsocken aus Shop B, oder? Wie positiv (oder allergisch) Händler:innen auf diese Idee reagieren, muss sich dann zeigen. Fraglich ist natürlich auch das Thema Datenschutz. Mein Einkauf bei ErotikSpass2000.com geht schließlich niemanden etwas an.#9 Immer sicherer: Datenschutz
Aber wo wir bereits über Datenschutz reden: Hier hat sich Shopify in den vergangenen Wochen und Monaten ordentlich ins Zeug gelegt, um den immer strengeren Bestimmungen gerecht zu werden. Nicht nur innerhalb der EU – auch die USA entdecken das Thema gerade für sich. So wurden etwa Datentracking und das Cookie-Management vereinheitlicht, um die Compliance mit den geltenden Gesetzen zu erleichtern. Auch existieren mittlerweile zertifizierte Cookie-Banner und eine system-integrierte Tracking-Pixel-Verwaltung, die mit der DSGVO-konform gehen. Du kannst inzwischen sogar auswählen, wo auf dem Globus die Server stehen, auf denen deine Kundendaten gespeichert werden – alle Informationen bleiben auf Wunsch also permanent in der EU. Kurzum: Viele Datenschutzaspekte, für die Shopify früher arg kritisiert wurde, sind inzwischen einfach kein Thema mehr. Zwar wird es so zum Teil schwerer, marketingrelevante Informationen zu deiner Kundschaft zu sammeln; verglichen mit einer Abmahnung oder einem Cambridge-Analytica-Shitstorm ist das aber ein kleiner Preis. Lesetipp: Zu den wichtigsten Kundendaten gehört der Customer Lifetime Value (CLV)#10 Große Worte: Kollaboratives Headless Commerce durch Hydrogen Visual Editor (powered by Utopia)
Yeah, Buzzword-BS! Für unsere #10 verspricht Shopify, das Thema Headless Commerce anzugehen; also die strikte Trennung von Frontend und Backend eines Shops. Denn bislang steht der Aufwand für dieses Softwarearchitektur-Modell in keinem Verhältnis zu seinem praktischen Nutzen. Wer keine IT-Abteilung sein Eigen nennt (ausgestattet mit Coder:innen, die wirklich Ahnung haben und nicht nur ein paar Onlinezertifikate besitzen), der lässt von Headless bei Shopify momentan besser die Finger. Versprochen wird ein neuer „visueller Bearbeitungsmodus, der ein optimiertes, ressourceneffizientes Zusammenarbeiten im Team“ ermöglicht. Außerdem eine „intuitive Datenintegration von Metaobjekten und APIs“, die in Echtzeit abrufbar sind und das Thema auch für Nicht-Programmierer zugänglich machen sollen. Umgesetzt ist davon leider noch nichts. Aber selbstverständlich behalten wir die Sache im Blick und informieren dich, sobald Shopify ein Update herausbringt.Wir sehen uns zur Winter Edition 2025
So viel zu unseren Eindrücken der Shopify Summer Edition 2024. Nach den Knallern der letzten Jahre war diese Ausgabe eher low key. Viele Themen sind bereits länger bekannt und schon längst live. Aber selbst Shopify kann das Rad nicht jedes Mal neu erfinden – und wichtiger als ständig neue Killerupdates sind ohnehin konstanter Support und regelmäßige kleine Verbesserungen. Damit kann die zweite Jahreshälfte kommen. Bunte Blätter, Halloween, der Black Friday und natürlich Weihnachten. Vielleicht auch die Winter Edition 2025. Bis dahin helfen wir dir gerne, die vielen neuen Features auch in deinem Store zu implementieren. Kontaktiere uns einfach und sag, was aus der Liste du gerne hättest. Solltest du dagegen noch gar nicht bei Shopify sein, aber nach diesem beeindruckenden Bericht mit einem Wechsel liebäugeln, machen wir auch das möglich. Melde dich für eine Migration bei uns. In jedem Fall freuen wir uns auf deine Nachricht.

