Denn momentan liegt wohl folgender Gedanke nahe: Wenn SAP 99 Großkonzerne zu seiner Kundschaft zählt, dann sind die vermutlich auch für einen Großteil des Welthandels verantwortlich, der irgendwo über die Plattform läuft. Falsch gedacht. Denn SAP schreibt auch, dass sich 80 Prozent seiner Kundschaft aus KMU zusammensetzen.
Den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit folgend stehen die Chancen also gut, dass auch in deinem Unternehmen SAP zum Einsatz kommt. Vielleicht läuft dort S/4HANA, vielleicht ein älteres ECC-System, vielleicht Business One oder ByDesign. Und vielleicht planst du daneben mit einem Shopify-Shop, über den deine Kund:innen Produkte bestellen, Preise abrufen und ihre Aufträge verwalten sollen.
Dann stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie bekommen Shopify und SAP ihre Daten zusammen? Genau das erklären wir dir in diesem Beitrag. Du erfährst, welche Möglichkeiten es gibt, Shopify mit unterschiedlichen SAP-Systemen zu verbinden, welche Daten zwischen den Systemen fließen und worauf du bei der Integration achten solltest. Außerdem schauen wir uns typische Stolperfallen, mögliche Lösungswege und die Kosten einer solchen Anbindung an.
Diese Themen findest du im Folgenden:
- SAP und Shopify: Warum die Kombination für wachsende Unternehmen funktioniert
- Welche SAP-Systeme sich mit Shopify verbinden lassen
- Welche Daten zwischen Shopify und SAP ausgetauscht werden
- D2C und B2B mit SAP: unterschiedliche Anforderungen an Shopify
- So läuft die Integration von Shopify und SAP ab
- Typische Fehler bei der Integration von Shopify und SAP
- Shopify und SAP verbinden: Mehr als Schnittstellen
- FAQ: Shopify und SAP Integration
Los geht es aber mit etwas sehr Grundsätzlichem.
SAP und Shopify: Warum die Kombination für wachsende Unternehmen funktioniert
Shopify und SAP bringen unterschiedliche Stärken mit. Shopify ist darauf ausgelegt, digitale Einkaufserlebnisse flexibel abzubilden und neue Vertriebsideen schnell umzusetzen. SAP kümmert sich im Hintergrund um die Geschäftsprozesse, die mit wachsendem Handelsvolumen zunehmend komplexer werden.Für dein E-Commerce-Geschäft bedeutet das Setup Shopify x SAP also: Du kannst deinen Shop weiterentwickeln, neue Kundengruppen erschließen und zusätzliche Märkte bedienen, ohne dafür die bestehenden Prozesse im ERP über Bord zu werfen. Umgekehrt müssen bestehende SAP-Prozesse nicht zum Korsett für deinen Onlineshop werden.
Dabei versucht das eine System nicht, die Aufgaben des anderen zu übernehmen. Stattdessen kann jeder seine Stärken ausspielen.

Die Integration schafft demnach eine Verbindung zwischen zwei Welten, die jeweils ihre Aufgabe gut erfüllen und gemeinsam ein skalierbares E-Commerce-Setup ergeben können. Aber passen diese Welten auch immer zusammen?
Welche SAP-Systeme sich mit Shopify verbinden lassen
Grundsätzlich lässt sich Shopify mit jedem SAP-System verbinden. Unterschiede gibt es vor allem beim technischen Weg und beim Aufwand. Um dir einen ersten Eindruck zu geben:
Allerdings entscheidet nicht nur der Name des SAP-Systems über den Integrationsaufwand. PIM, CRM, DAM oder andere spezialisierte Systeme können ebenso Teil der bestehenden Systemlandschaft sein wie individuelle Erweiterungen und bereits vorhandene Integrationslösungen. Selbst zwei Unternehmen mit demselben SAP-System stehen daher oft vor völlig unterschiedlichen Integrationsaufgaben. Daher gilt:
Das SAP-System und die übrige Systemlandschaft bestimmen den Weg – Shopify passt sich an das vorhandene ERP an, nicht umgekehrt.
Aber wie kommen SAP und Store überhaupt zusammen?
Die Anbindung von SAP und Shopify
Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, Shopify mit SAP zu verbinden. Welche davon sinnvoll ist, hängt vom eingesetzten SAP-System, den vorhandenen Schnittstellen und der bestehenden Systemlandschaft ab. Die wichtigsten Möglichkeiten im Überblick:
Wie die Integration über APIs, Middleware und Schnittstellen funktioniert, haben wir an anderer Stelle bereits ausführlicher erklärt. Wenn du tiefer in die Verbindung von Shopify und SAP einsteigen möchtest, findest du in unserem Beitrag zum Thema Shopify mit SAP B1 verbinden: So funktioniert die Integration alle wichtigen Details.
Damit ist der grundsätzliche Weg der Anbindung geklärt. Im nächsten Schritt lohnt sich ein Blick darauf, welche Daten und Prozesse zwischen Shopify, SAP und gegebenenfalls weiteren Systemen ausgetauscht werden, denn genau hier zeigt sich, wie die Integration im Alltag funktioniert und wo besondere Anforderungen entstehen.
Welche Daten zwischen Shopify und SAP ausgetauscht werden
Eine Verbindung zwischen Shopify und SAP soll nicht einfach möglichst viele Daten hin- und herschieben. Entscheidend ist, welche Informationen für die jeweiligen Geschäftsprozesse benötigt und in welchem System sie entstehen und gepflegt werden.Dabei ist SAP nicht automatisch die Quelle der Wahrheit für alle Daten. Ein PIM kann beispielsweise die führende Quelle für Produktinformationen sein, während ein CRM die Kundendaten verwaltet. Grundsätzlich hat es sich in der Praxis bewährt, wenn das jeweils spezialisierte System die Datenhoheit behält. Shopify und SAP erhalten von dort die Informationen, die sie für ihre jeweiligen Prozesse benötigen:

Wie diese Datenflüsse im konkreten E-Commerce-Alltag aussehen, lässt sich am besten an einigen typischen Szenarien zeigen.
Materialstamm und Produktdaten aus SAP in Shopify
Im SAP-Materialstamm liegen zentrale Informationen zu den Produkten, die später auch im Shopify-Shop benötigt werden. Dazu gehören etwa Artikelnummern, Bezeichnungen, Varianten und Einheiten. Diese Daten werden an Shopify übertragen und dort zur Darstellung und zum Verkauf der Produkte genutzt. Ändert sich ein bestehender Materialstamm, sollte diese Änderung automatisch im Shop ankommen.SAP-Preiskonditionen und Verfügbarkeiten im Shop abbilden
Auch Preise und Verfügbarkeiten können aus SAP an Shopify übergeben werden. Das kann neben regulären Verkaufspreisen beispielsweise Rabatte, Kundengruppen oder Staffelpreise umfassen. Bei den Beständen geht es darum, Shopify über verfügbare Mengen und die Lieferfähigkeit eines Produkts zu informieren, damit Kund:innen im Shop keine Artikel bestellen, die tatsächlich nicht verfügbar sind.Shopify-Bestellungen als Kundenaufträge in SAP
Bestellt ein:e Kund:in über Shopify, müssen die relevanten Bestelldaten an SAP übergeben werden. Dazu gehören unter anderem Kundendaten, Bestellpositionen, Mengen und Preise. In SAP kann daraus ein Kundenauftrag entstehen, der anschließend in die weiteren Prozesse der Warenwirtschaft, Logistik und Buchhaltung einfließt.Lieferungen, Rechnungen und Retouren zurück an Shopify
Nach der Bestellung fließen Informationen auch in die andere Richtung. Versand- und Lieferstatus können an Shopify zurückgegeben werden, damit Kund:innen den Stand ihrer Bestellung nachvollziehen können. Gleiches gilt für Rechnungen, Gutschriften und Retouren: Die Vorgänge werden im jeweiligen Backend verarbeitet und die für den Shop relevanten Informationen wieder zurückgespielt.Wie diese Daten im Shop genutzt werden, hängt allerdings auch davon ab, an wen du verkaufst. Im D2C- und B2B-Geschäft stellen sich deshalb teilweise ganz unterschiedliche Anforderungen an die Verbindung von Shopify und SAP:
D2C und B2B mit SAP: unterschiedliche Anforderungen an Shopify
Im D2C-Geschäft steht vor allem der schnelle und unkomplizierte Kauf im Vordergrund. Im B2B-Commerce kommen Unternehmensstrukturen, individuelle Konditionen und weitere Geschäftsregeln hinzu. Für die Shopify-SAP-Integration bedeutet das vor allem: Die Systeme müssen unterschiedliche Anforderungen im jeweiligen Verkaufsprozess abbilden.SAP im D2C-Geschäft: Endkundenpreise, Aktionen und Bestände
Im D2C-Shop müssen Kund:innen insbesondere die richtigen Preise und verfügbaren Produkte sehen. Dazu gehören reguläre Endkundenpreise, Aktionspreise sowie Informationen zur Verfügbarkeit. Diese Daten können aus SAP oder anderen Backend-Systemen an Shopify übertragen werden, sodass der Shop sie für die Darstellung und den Verkauf nutzen kann.Gerade bei Beständen und Preisen kommt es dabei auf eine schnelle Reaktion an. Nicht jede Information muss deshalb bei jedem Seitenaufruf live aus SAP abgefragt werden. Je nach Architektur können Daten vorab übertragen und im Shop oder einer dazwischengeschalteten Lösung bereitgestellt werden.
Aus der Praxis kennen wir etwa Setups, bei denen dafür ein agileres ERP zwischen SAP und Shopify eingesetzt wird. JTL ist ein mögliches Beispiel für eine solche Architektur: Das D2C-Geschäft kann über das spezialisierte System abgewickelt werden, während SAP seine Rolle bei den übergeordneten Geschäftsprozessen behält.
SAP-Debitoren als B2B-Firmenkonten in Shopify Plus
Im B2B-Geschäft geht es nicht mehr nur um einzelne Kund:innen, sondern um Unternehmen mit mehreren Ansprechpartnern und häufig unterschiedlichen Berechtigungen. SAP arbeitet dafür beispielsweise mit Debitoren, während Shopify Plus Unternehmen, Standorte und zugeordnete Nutzer abbildet.In der Integration müssen diese Strukturen miteinander verknüpft werden. Ein bestehender Debitor in SAP kann dadurch einem Unternehmen in Shopify Plus zugeordnet werden. Die dort angelegten Nutzer greifen anschließend auf das für ihr Unternehmen vorgesehene Sortiment und die entsprechenden Funktionen zu.
Dabei müssen die beiden Systeme nicht einmal dieselben Merkmale zur Identifikation verwenden. Shopify arbeitet beispielsweise mit E-Mail-Adressen, während SAP Kund:innen über andere Informationen identifizieren kann. In einem konkreten Projekt haben wir deshalb eine eigene App entwickelt, die unter anderem SAP-Kundennummer und Postleitzahl abfragt. Damit können wir das passende Unternehmen und den zugehörigen Standort ermitteln und für Shopify bereitstellen.
Kundenspezifische SAP-Konditionen und Zahlungsziele im B2B-Geschäft
Bei B2B-Kund:innen können Preise, Rabatte und Zahlungsbedingungen individuell vereinbart sein. Solche Konditionen liegen häufig in SAP oder einem anderen führenden Backend-System und müssen für die jeweiligen Unternehmen und Nutzenden in Shopify Plus verfügbar gemacht werden.Grundsätzlich lassen sich dabei auch komplexere B2B-Preislogiken in Shopify Plus umsetzen. Die entscheidende Frage ist allerdings, wie viel Aufwand dafür erforderlich ist. Je individueller die Konditionen, Preisstaffeln, Kundengruppen und weiteren Geschäftsregeln werden, desto aufwendiger kann die Umsetzung werden. Ab einem bestimmten Punkt steht deshalb nicht mehr die technische Machbarkeit im Vordergrund, sondern die Frage, ob der zusätzliche Aufwand noch in einem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen steht.
So läuft die Integration von Shopify und SAP ab
Ergo: Sowohl D2C als auch B2B sind in einem SAP x Shopify-Setup gangbare Wege. Die Frage ist daher weniger, ob die Systeme miteinander funktionieren, sondern wie eine sinnvolle Umsetzung des gesamten Projekts aussieht. Dafür gibt es zwar kein allgemeingültiges Kochrezept, aber wir können dir zeigen, wie wir bei solchen Projekten typischerweise vorgehen.
1. System- und Prozesslandschaft aufnehmen
Am Anfang steht für uns ein genauer Blick auf die bestehende Systemlandschaft. Welche SAP-Lösung kommt zum Einsatz? Welche weiteren Systeme sind beteiligt? Wo werden Produkt-, Kunden- und Preisdaten gepflegt? Und wie laufen E-Commerce, Vertrieb, Logistik und Buchhaltung aktuell zusammen?Dabei betrachten wir nicht nur die Technik. Auch die bestehenden Geschäftsprozesse müssen verstanden werden. Denn eine Schnittstelle kann technisch funktionieren und trotzdem am tatsächlichen Arbeitsablauf vorbeigehen.
2. Anforderungen und Datenflüsse definieren
Im nächsten Schritt legen wir fest, welche Daten zwischen den beteiligten Systemen ausgetauscht werden sollen und in welche Richtung sie fließen. Dabei klären wir auch, welches System für welche Informationen führend ist. Wir empfehlen, die jeweiligen Prozess-Owner aus den Fachabteilungen von Anfang an mit an den Tisch zu holen. Sie kennen die tatsächlichen Abläufe und Anforderungen im Vertrieb, im E-Commerce, in der Logistik oder in der Buchhaltung und können frühzeitig auf Besonderheiten hinweisen.So kann etwa das PIM die Produktdaten verwalten, SAP für bestimmte Kunden- und Geschäftsdaten zuständig sein und Shopify die Daten für das Einkaufserlebnis nutzen. Je genauer diese Zuständigkeiten definiert sind und je besser die beteiligten Fachbereiche eingebunden werden, desto weniger Doppelpflege und widersprüchliche Daten entstehen später.
3. Die passende Integrationsarchitektur festlegen
Erst wenn Systemlandschaft, Prozesse und Datenflüsse klar sind, lässt sich sinnvoll entscheiden, wie die technische Verbindung aussehen soll. Je nach Ausgangssituation kann dafür ein fertiger Connector, eine Middleware wie die SAP Integration Suite oder eine individuelle API-Anbindung infrage kommen.Auch vorhandene Schnittstellen und Integrationslösungen spielen dabei eine Rolle. Wenn bereits eine funktionierende Middleware im Unternehmen eingesetzt wird, muss nicht zwangsläufig eine zweite Lösung daneben aufgebaut werden.
4. Integration umsetzen und SAP anpassen
Anschließend geht es an die technische Umsetzung. Shopify, SAP und gegebenenfalls weitere beteiligte Systeme werden miteinander verbunden und die definierten Datenflüsse umgesetzt.Auf SAP-Seite kann dafür zusätzliches Customizing notwendig sein. Je nach Systemlandschaft kann das von kleineren Anpassungen bis zu umfangreicheren Änderungen an bestehenden Prozessen und Schnittstellen reichen. Gerade bei gewachsenen SAP-Systemen sollte deshalb ausreichend Zeit für Umsetzung, Abstimmung und Freigaben eingeplant werden.
5. Testen und schrittweise live gehen
Bevor die Integration produktiv eingesetzt wird, werden die definierten Prozesse und Datenflüsse getestet. SAP stellt dafür eine leistungsfähige Testinstanz bereit, sodass sich die technische Integration und die verschiedenen Szenarien ausführlich prüfen lassen. Dabei wird unter anderem kontrolliert, ob Produkt- und Kundendaten korrekt übertragen werden, Bestände stimmen und Bestellungen zuverlässig in den nachgelagerten Prozessen ankommen.Nicht jeder Datenfluss muss dabei zwingend in Echtzeit funktionieren. Entscheidend ist, dass die Aktualisierung zum jeweiligen Geschäftsprozess passt. Sind die relevanten Szenarien erfolgreich getestet, kann die Verbindung produktiv gehen.
6. Die weitere SAP-Strategie berücksichtigen
Wenn ein Unternehmen heute noch SAP ECC einsetzt, sollte die geplante Integration nicht isoliert betrachtet werden. Steht ohnehin eine Migration auf S/4HANA im Raum, sollte das bereits bei der Architektur berücksichtigt werden. Schließlich wäre es wenig sinnvoll, eine aufwendige Schnittstelle für ein System zu bauen, das in absehbarer Zeit abgelöst werden soll.Auch andere geplante Veränderungen gehören in diese Betrachtung: Neue Vertriebskanäle, zusätzliche Märkte oder weitere Systeme können Einfluss darauf haben, wie die Integration aufgebaut werden sollte. Eine gute Architektur muss deshalb nicht nur die aktuellen Anforderungen erfüllen, sondern auch genügend Spielraum für die nächsten Entwicklungsschritte lassen.
Was kostet die Integration von Shopify und SAP?
Nachdem du nun weißt, wie ein solches Projekt grundsätzlich abläuft, fragst du dich vermutlich: Was kostet die Verbindung von Shopify und SAP und wie lange dauert das Ganze?Eine pauschale Antwort gibt es darauf nicht. Als grobe Orientierung beginnen solche Integrationsprojekte in der Regel bei etwa 50.000 EUR und können je nach Anforderungen deutlich darüber liegen.
Auch bei der Dauer gibt es deshalb keine feste Vorgabe. Gut geplante Standardprojekte können in etwa drei Monaten umgesetzt werden. Komplexere Vorhaben brauchen entsprechend mehr Zeit.
Was sich dabei besonders auf Kosten und Projektdauer auswirkt, sind unter anderem:
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SAP-Systemversion: Je nach eingesetztem System und dessen technischen Möglichkeiten kann sich der Integrationsaufwand unterscheiden.
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Customizing: Individuelle Anpassungen im SAP-System können zusätzliche Entwicklungs- und Abstimmungsarbeit erfordern.
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Berechtigungen: Die benötigten Zugriffe auf SAP und weitere Systeme müssen eingerichtet und abgestimmt werden.
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Datenvolumen: Je mehr Daten zwischen den Systemen ausgetauscht und verarbeitet werden müssen, desto höher können die Anforderungen an die Integration ausfallen.
Typische Fehler bei der Integration von Shopify und SAP
Gleichwohl: Bei einem Projekt dieser Größenordnung kann viel schiefgehen. Aus unserer Erfahrung gibt es dabei einige typische Fehler, die sich mit dem passenden Partner an deiner Seite allerdings oft ausschließen lassen. Die wichtigsten davon solltest du trotzdem kennen:
SAP soll plötzlich alles können
SAP ist ein mächtiges System – aber nicht automatisch die richtige Lösung für jeden Prozess im E-Commerce. Ein häufiger Fehler besteht darin, möglichst viele Abläufe aus dem Online-Geschäft über SAP abzubilden, obwohl dafür spezialisierte Systeme oder Shopify selbst besser geeignet sind. Deshalb sollte vor der technischen Umsetzung klar sein, welche Aufgaben tatsächlich in SAP gehören und welches System welchen Prozess am sinnvollsten übernimmt.Zu viel Geschäftslogik landet im Shopify-Checkout
Gerade im B2B-Geschäft können Preisfindung, Kreditlimits, Bonitätsprüfungen oder andere Geschäftsregeln schnell komplex werden. Shopify bietet dafür Möglichkeiten, stößt bei sehr umfangreicher Logik aber auch an Grenzen. Ein Checkout, der für jede Bestellung zahlreiche Prüfungen live gegen SAP oder andere Systeme durchführen muss, ist deshalb nicht unbedingt die beste Lösung. Hier gilt es zu prüfen, welche Prozesse tatsächlich im Shop stattfinden müssen und welche an anderer Stelle besser aufgehoben sind.Bestehende Prozesse werden einfach kopiert
Nur weil ein Prozess im bisherigen Shop funktioniert hat, muss er nicht automatisch der richtige für Shopify sein. Wer beispielsweise bestehende Magento-Funktionalitäten eins zu eins nachbauen möchte, kann sich unnötige Komplexität ins neue System holen. Besser ist es, die Anforderungen zunächst unabhängig von der bisherigen technischen Umsetzung zu betrachten und anschließend zu prüfen, wie sie sich mit Shopify sinnvoll lösen lassen.Die Systemlandschaft wird unterschätzt
Shopify und SAP sind in größeren Unternehmen selten die einzigen beteiligten Systeme. PIM, CRM, DAM, Middleware oder weitere spezialisierte Lösungen können ebenfalls Daten liefern oder Prozesse steuern. Wer diese Abhängigkeiten bei der Planung übersieht, muss die Architektur später unter Umständen nachbessern. Auch bestehende Schnittstellen und Integrationslösungen sollten deshalb frühzeitig berücksichtigt werden.Shopify und SAP verbinden: Mehr als Schnittstellen
Das Wesentliche noch einmal im Schnelldurchlauf: Eine Shopify-SAP-Integration ist technisch in vielen Varianten möglich. Welcher Weg sinnvoll ist, hängt allerdings nicht allein davon ab, ob du S/4HANA, ECC, Business One oder ByDesign einsetzt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus SAP, Shopify, weiteren Systemen, bestehenden Geschäftsprozessen und den Anforderungen deines E-Commerce-Geschäfts.Genau deshalb beginnt ein gutes Integrationsprojekt nicht mit der Frage, welche Schnittstelle installiert werden soll. Zuerst muss klar sein, welches System welche Aufgabe übernimmt, wo die relevanten Daten entstehen und welche Prozesse zwischen den Systemen abgebildet werden müssen. Erst daraus lässt sich ableiten, ob ein Connector, eine Middleware oder eine individuelle Anbindung die passende Lösung ist.
Das gilt besonders dann, wenn Shopify nicht einfach einen bestehenden Shop ersetzen soll, sondern sich auch die Anforderungen an den E-Commerce verändern. Bei einem kompletten Neuaufbau können Prozesse und Systemarchitektur von Anfang an sinnvoll aufeinander abgestimmt werden. Dabei unterstützt dich unsere Crew für den Relaunch.
Auch bei einem bestehenden Shopsystem lohnt es sich, Prozesse und Schnittstellen nicht einfach eins zu eins zu übernehmen. Unser Team Migration hilft dir dabei, die Anforderungen und die bestehende Systemlandschaft sinnvoll zusammenzubringen.
Bleibt eigentlich nur noch eine Frage: Welches ist das eine Unternehmen aus den 100 weltgrößten, das SAP bis heute erfolgreich Widerstand leistet?
FAQ: Shopify und SAP Integration
Gibt es einen fertigen Shopify-SAP-Connector?
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Ja, es gibt fertige Connectoren für die Verbindung von Shopify und SAP. Ob ein solcher Connector für dein Projekt geeignet ist, hängt allerdings vom eingesetzten SAP-System, den benötigten Prozessen und dem gewünschten Funktionsumfang ab. Bei komplexeren Anforderungen kann Middleware oder eine individuelle Anbindung sinnvoller sein.
Kann ich SAP Business One mit Shopify verbinden?
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Ja. Shopify lässt sich auch mit SAP Business One verbinden. Je nach Systemlandschaft und Anforderungen kommen dafür ein fertiger Connector, eine Middleware oder eine individuelle API-Anbindung infrage. Entscheidend ist, welche Prozesse und Daten zwischen den Systemen ausgetauscht werden sollen.
Funktioniert Shopify auch mit SAP ECC?
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Ja. Auch SAP ECC kann an Shopify angebunden werden. Auch hier spielen die vorhandenen Schnittstellen, individuelle Anpassungen und die übrige Systemlandschaft allerdings eine wichtige Rolle. Wenn ohnehin eine Migration auf S/4HANA geplant ist, sollte das bei der Integrationsarchitektur berücksichtigt werden.
Brauche ich Shopify Plus für eine SAP-Anbindung?
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Nein. Eine SAP-Anbindung ist grundsätzlich auch mit dem normalen Shopify möglich. Shopify Plus kann allerdings interessant werden, wenn du umfangreiche B2B-Funktionen, mehrere Unternehmen und Standorte oder komplexere Geschäftsprozesse abbilden möchtest. Ob Plus tatsächlich erforderlich ist, hängt von deinem konkreten Setup ab.
Was kostet eine SAP-Shopify-Integration?
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Als grobe Größenordnung beginnen solche Integrationsprojekte bei etwa 50.000 EUR und können je nach Anforderungen deutlich darüber liegen. Ausschlaggebend sind unter anderem das SAP-System, notwendiges Customizing, Berechtigungen, Datenvolumen und die Komplexität der bestehenden Systemlandschaft. Für eine belastbare Einschätzung muss das konkrete Setup zunächst analysiert werden.

