Shopify x Pimcore: Commerce meets Content

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Shopify x Pimcore: Commerce meets Content
Bestimmt kennst du Henry Fords berühmten Satz: „Unsere Kundschaft kann das Model T in jeder beliebigen Farbe bekommen, solange sie schwarz ist.“ Ursächlich für diese recht eingeschränkte Auswahl war reiner Pragmatismus: Schwarzer Lack trocknet schneller als andere Varianten. Autos konnten so schneller produziert und günstiger angeboten werden.

Was damals sinnvoll und logisch war, ist heutzutage natürlich ein absolutes No-Go. Würdest du einen Neuwagen kaufen und dir vom Händler die Farbe vorschreiben lassen? Vermutlich nicht, schließlich ist solch ein Pkw immer auch ein ordentliches Stück Individualismus. Expert:innen schätzen daher, dass es weltweit über 1.000 Rezepturen für Autolacke gibt.

Worauf wir hinauswollen: Produkte werden immer komplexer. Varianten, Größen, Sonderausstattungen, Abhängigkeiten – selbst in einem Store, in dem die Kundschaft nur ein paar Dutzend Produktseiten präsentiert bekommt, muss im Backend oft mit vielen Hundert Ausführungen gearbeitet werden.

Um jetzt die Kontrolle zu behalten, gibt es das Product Information Management (PIM): Software, die sich auf die zentrale Verwaltung strukturierter Produktinformationen spezialisiert hat. Zu ihren interessantesten Vertreterinnen gehört das österreichische Tool Pimcore.

In diesem Beitrag nehmen wir Pimcore genauer unter die Lupe: Was kann es? Für wen ist es geeignet? Wie lässt sie sich gemeinsam mit Shopify nutzen? Wie gelingt die Implementierung? Und was genau hat es mit Pimcore Commerce auf sich?



Bevor es in den Deep Dive geht, stecken wir allerdings erst einmal vorsichtig den Fuß ins Wasser und starten mit der Frage:

Wofür benötigt ein E-Commerce-Store überhaupt ein PIM?

Wunderbar, ein PIM verwaltet also Produktdaten, aber kann der Store selbst das nicht auch? Natürlich kann er das, aber niemals so vollumfänglich wie das Product Information Management.

Shopsysteme – und mit ihnen auch Shopify – verwalten insbesondere Produktinformationen, die für die Käufer:innen von Interesse sind. Also für ein T-Shirt etwa Farbe, Größe und Verkaufspreis. Im Hintergrund können noch ein paar weitere Daten abgelegt werden, die für Händler:innen wichtig sind, etwa die SKU, der Einkaufspreis oder die noch vorhandene Stückzahl. Außerdem lassen sich einem Produkt noch Texte und Bilder zuordnen – und damit kommen wir auch schon ans Ende der Fahnenstange.

Möchtest du einem Produkt weitere Informationen zuweisen, sind wir sehr schnell im Bereich der Metafelder. Kommen dann noch Abhängigkeiten dazu – das T-Shirt mit Polokragen gibt es nur in Grün und Blau –, wird es richtig unangenehm.

Mittelständische Unternehmen, die ein ERP im Hintergrund laufen haben, stehen vor weiteren Herausforderungen, denn jetzt werden Produktinformationen benötigt, die der Store selbst weder hergibt noch nutzt: zum Beispiel Lagerplätze, Steuerthemen oder Paketgrößen.



Kommen dann noch unterschiedliche Fachabteilungen ins Spiel, kollabiert die Produktdatenverwaltung eines Shopsystems endgültig. Das Marketing möchte nicht wissen, wie schwer ein T-Shirt ist, für die Logistik dagegen ist diese Information von großer Wichtigkeit. Vielmehr interessiert die Werber, ob für alle Artikel im Store einheitliche Produktbilder vorliegen. Aber gibt der Store selbst eine entsprechende Suchfunktion vor? In der Regel nicht.

Kurzum: Ein PIM erlaubt die 360°-Ansicht eines Produktes. Als Single-Source-of-Truth verwaltet es jede noch so kleine Produktinformation und ist in der Lage, sie dediziert an User:innen und externe Software weiterzugeben. Ein PIM ist also relevant für alle E-Commerce-Unternehmen, die Wert auf effiziente Workflows und hohe Datenqualität legen und gleichzeitig gerne auf proprietäre Datensilos verzichten möchten.

So weit, so gut. Allerdings stellt sich jetzt natürlich die Frage:

Was zeichnet Pimcore gegenüber anderen PIMs aus?

PIMs gibt es jede Menge. Warum solltest du dich also ausgerechnet für Pimcore entscheiden? Tatsächlich existiert gleich eine ganze Reihe gewichtiger Argumente für die Software:

Made in Europe

Pimcore kommt aus Salzburg, Salzburg liegt bekanntlich in Österreich und Österreich ist Teil der EU. Die Software ist also nicht nur komplett DSGVO-konform, sondern hält sich noch dazu an die Vorschriften des österreichischen Datenschutzgesetzes, das die Regeln noch einmal verschärft. Dieser Umstand besitzt an sich schon großes Gewicht, wird jetzt – in einer Zeit, in der kleine Geister transatlantische Beziehungen torpedieren und dem Silicon Valley kaum noch zu trauen ist – noch einmal deutlich relevanter.



Feature Complete Als Open-Source-Projekt entstand Pimcore bereits 2009 und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. Die Plattform ist also gewissermaßen gemeinsam mit der E-Commerce-Szene aufgewachsen. Daher existiert kaum ein Use Case, den sie nicht abdeckt. Für Händler:innen bedeutet das: Teure Custom-Entwicklungen sind in der Regel überflüssig. Das spart nicht nur Geld, sondern minimiert auch die Time-to-Market.

PaaS-Distribution

Zwar lässt sich Pimcore auch auf eigenen Servern hosten, wird aber vor allem als Platform-as-a-Service (PaaS) angeboten. Für User:innen gilt daher: Sie schließen ihr Abo ab und können direkt mit der Arbeit im PIM beginnen – ganz ohne eigene IT-Abteilung oder Abhängigkeiten von irgendwelchen Drittanbietern.

Gleichzeitig bietet PaaS gegenüber SaaS (Software-as-a-Service) einen weiteren großen Benefit: Du, deine IT oder die Agentur deines Vertrauens haben vollen Zugriff auf den gesamten Code der Plattform. Damit wird jede nur denkbare Anpassung möglich; ganz egal, wie ausgefallen sie auch sein mag.

Faires Pricing

Geld spielt natürlich auch immer eine Rolle und hier gehen die Österreicher sehr klar vor: Während andere Systeme nach Usern, SKUs oder anderen nebulösen Zahlen abrechnen, gibt es Pimcore zum Festpreis – inklusive 24/7-Support. Du steckst den Rahmen ab und kannst mit deinem PIM anschließend treiben, was du möchtest. So bekommst du maximale Flexibilität und finanzielle Planbarkeit im gleichen Atemzug.

Blank Slate Templates

Wenn du mit Pimcore loslegst, empfängt dich immer ein leeres Template. Andere PIM-Plattformen geben dir meist eine vorgefertigte Struktur vor, in die du deine Daten einpflegen kannst. Das mag positiv klingen, ist in der Praxis allerdings oft ein Nachteil. Denn wenn die Standardstruktur nicht dem entspricht, was du brauchst, wird jede Änderung daran zum programmiertechnischen Gewaltakt. Und mal ganz ehrlich: Beginnen Profis ihre Arbeit nicht immer mit einem leeren Blatt? Da Vinci hat auch niemand die Mona Lisa vorskizziert.

Beliebig komplexe Datenmodelle

Bleiben wir noch ein wenig bei den Datenmodellen und -strukturen: Dadurch, dass Pimcore keinerlei Vorgaben macht, lassen sich Produkte in jeder benötigten Komplexität anlegen. Die Plattform beherrscht Vererbungen, Hierarchien und Kreuzverbindungen und kann so selbst frei konfigurierbare Produkte mit unzähligen Varianten und Abhängigkeiten zuverlässig abbilden.

Rollenverteilung als Standard

Auf anderen Plattformen kostet es extra, bei Pimcore sind sie mit an Bord: Rollen und Berechtigungen. Wer welche Produktinformationen einsehen, bearbeiten oder freigeben darf, lässt sich granular auf Gruppen- oder Userbasis definieren. Das steigert die Effizienz, reduziert Fehlerquellen und sorgt für klare Verantwortlichkeiten.

Zudem lassen sich in Pimcore rollenbasierte Dashboards konfigurieren. Das bedeutet: Jede Nutzergruppe sieht genau die Informationen, Widgets und Workflows, die für ihren Arbeitsbereich relevant sind. Während das Marketing-Team etwa kampagnenrelevante Produktdaten und Assets im Fokus hat, arbeitet das Produktmanagement stärker mit Attributlogiken, Variantenstrukturen oder Freigabeprozessen. So entsteht nicht nur Zugriffskontrolle, sondern auch eine Arbeitsumgebung, die konkret auf den jeweiligen Anwendungsfall zugeschnitten ist.

Interoperables System

Zuletzt wurde Pimcore so programmiert, dass es mit einer Vielzahl weiterer Programme zusammenarbeiten kann. Dazu gehören natürlich ERPs, aber auch hochspezialisierte KI-Systeme, die etwa Farben auf Produktbildern automatisch erkennen und zuordnen können. Und natürlich können auch Shopsysteme mit Pimcore verknüpft werden – zum Beispiel Shopify.

Was uns direkt zur nächsten Frage führt:

Shopify x Pimcore: Wie erfolgt die Integration?

Klingt bis jetzt doch alles ziemlich gut, oder? Mit Pimcore bekommst du eine PIM-Plattform aus unserem Nachbarland, die es dir erlaubt, deine gesamten Produktdatenstrukturen genauso abzubilden und auszuspielen, wie du sie brauchst – und das zu einem Preis, der dich nicht das letzte Hemd kostet. Allerdings nützt das alles nichts, wenn sich das PIM nicht mit Shopify verbinden lässt.

Zum Glück gibt es gleich mehrere Möglichkeiten:
  1. Direkte API-Integration: Pimcore besitzt eine eigene REST/GraphQL-Schnittstelle, die an die Shopify Admin API andockt. Daten können so zwischen PIM und Store hin- und herfließen.

  2. App-basierte Integration: Falls dir die nötige Expertise fehlt, um die API zu nutzen, kannst du den Prozess auch automatisieren. Im Shopify App Store findet sich dazu der Pimcore PIM Connector, der eine standardisierte Anbindung ermöglicht.

    In der Praxis zeigen solche Apps jedoch häufig ihre Grenzen, sobald Datenmodelle komplexer werden, individuelle Attributlogiken ins Spiel kommen oder mehrere Systeme synchronisiert werden müssen. Standard-Connectoren decken typische Use Cases ab, stoßen bei spezifischen Geschäftsanforderungen jedoch oft an ihre Limits. In diesen Fällen wird die Integration meist erweitert oder teilweise individuell umgesetzt – etwa über Middleware oder maßgeschneiderte API-Logiken.

  1. Middleware: Eine Verbindung allein zwischen PIM und Store reicht in der Praxis meist nicht aus. Spätestens wenn auch noch ein ERP im Hintergrund werkelt, wird es Zeit für die Middleware. So eine Software arbeitet wie ein intelligenter Verteilerbahnhof: Sie leitet Daten an das richtige Ziel weiter und bereitet sie gegebenenfalls so auf, dass sie bei ihrer Ankunft auch korrekt verarbeitet werden können. Mögliche Kandidaten sind iPaaS, n8n oder BoltBee.

  2. Custom Solutions: Was es nicht gibt, lässt sich immer programmieren. Sollte für deine Bedürfnisse also selbst die Middleware nicht ausreichen, können erfahrene ITler genau deine Lösung quasi aus dem Nichts erschaffen. Allerdings ist das teuer und zeitaufwendig.

Und welche Lösung ist die beste? Unserer Erfahrung nach ist es die Middleware. Denn Unternehmen, die ein PIM nutzen, setzen in der Regel mindestens auch auf ein ERP. Hier wäre es ziemlich sinnfrei, das mächtige Tool außen vorzulassen, während nur PIM und Store miteinander kommunizieren können. Erst wenn alle Systeme einer IT-Landschaft sauber untereinander vernetzt sind, entsteht performanter Connected Commerce.



Als Quintessenz des Ganzen: Die Anbindung von Pimcore an Shopify ist kein Problem, die Frage lautet eher: Wie gehst du dabei am sinnvollsten vor? Daher:

Pimcore in Shopify integrieren: Playbook in vier Schritten

Jede erfolgreiche PIM-Integration basiert auf vier Säulen, die schrittweise abgearbeitet werden sollten. Die Details unterscheiden sich dabei natürlich von Unternehmen zu Unternehmen, die grobe Struktur ist allerdings immer identisch. Die Säulen sind:

#1: Das Datenmodell modellieren

Frage dich zunächst, welche Datenfelder jedes einzelne Produkt benötigt und welche Beziehungen zwischen den einzelnen Feldern existieren. Die Minimalanforderung sind dabei alle Informationen, die eine PDP auf Shopify benötigt – im wirklich wahren Leben werden Strukturen und Abhängigkeiten aber schnell deutlich komplexer.

Daher sind hier Sorgfalt und der Input sämtlicher Stakeholder gefragt: Dein Marketing wird ganz andere Anforderungen an Produktinformationen stellen als deine Buchhaltung.

#2: Data Onboarding

Im nächsten Schritt musst du feststellen, woher die Produktinformationen stammen und in welcher Form sie geliefert werden. Knallen dir deine Supplier einfach ein Excel-Sheet vor die Brust oder arbeiten sie womöglich mit einem eigenen PIM, das dir alle relevanten Informationen über eine Schnittstelle liefern kann? Hier schlägt die Stunde der ITler.

#3: PIM per se

Im dritten Schritt geht es um die Arbeit mit dem PIM selbst. Hier stehen zunächst Fragen um Rollen und Berechtigungen im Vordergrund: Welche Teams haben Zugriff auf welche Informationen und wer darf was bearbeiten?

Weiter geht es dann mit den Workflows: Wie müssen Prozesse gestaltet werden, um sie möglichst effizient zu halten? Wer genehmigt, wer führt aus, wer kontrolliert, wer wird informiert? Ganz wichtig dabei ist, das Kohortendenken in den Köpfen aufzulösen. In zu vielen Unternehmen wurschteln die einzelnen Abteilungen getrennt voneinander vor sich hin, stopfen ihre Informationen in ihre Datensilos und schauen nicht über den Tellerrand. Ein PIM bietet die Chance, diese Strukturen aufzubrechen und Synergien zu schaffen, wo es momentan noch Barrieren gibt.

#4: Datenausleitung

Zu guter Letzt muss noch geklärt werden, wo die Informationen aus dem PIM überhaupt hinfließen sollen. Dazu gehören natürlich immer der Shopify Store, gegebenenfalls das ERP, aber auch jede nur denkbare andere Software.

Wie steht es zum Beispiel mit Preisvergleichsportalen oder Marktplätzen? Können Produktinfos hier automatisiert ausgespielt werden? Was ist mit Social Media? Klar, vor dem Posting steht das Marketingteam, aber das muss seine Assets irgendwo herbekommen.



Sind alle vier Punkte abgearbeitet, bleibt eigentlich nur noch eine Sache:

Pimcore x Shopify: Wo liegen die größten Fehler bei der Integration?

Wer viel versucht, kann auch viel falsch machen – wer Pimcore in Shopify integriert, kann dagegen genau eine Sache falsch machen: das Change-Management zu vernachlässigen.

Denn – auch wenn ein PIM keine Raketenwissenschaft ist – sorgt seine Einführung dafür, dass Prozesse plötzlich anders ablaufen, Informationen nicht mehr dort stehen, wo sie vorher waren, und manch alte Aufgabe nun automatisiert abgearbeitet wird, während neue Aufgaben dazukommen.

Genau solche Veränderungen kommen oft nicht gut an, denn wie sprach schon der alte Philosoph Wilhelm Seiler? „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.“ Oder zumindest kommen sie dann nicht gut an, wenn deine Mitarbeitenden nicht verstehen, warum die Veränderungen vollzogen werden.

Wenn du sie allerdings von Anfang an mitnimmst, ihnen klarmachst, warum sich Prozesse wandeln und wieso ihr Job nach einer Einarbeitungsphase deutlich angenehmer werden wird, dann geht deine Mannschaft mit einem gänzlich anderen Mindset an die Sache.

Unser großer Tipp lautet daher: Wenn du Pimcore (oder auch ein anderes PIM) bei dir einführen möchtest, dann such dir eine Agentur, die deine Leute in den Prozess involviert, die kein Fachchinesisch spricht, sondern ihre Sprache, und die weiß, welche Bedenken es auszuräumen gilt. It’s a People Business!



Aber Moment mal, haben wir nicht noch etwas vergessen?

Pimcore vs. Shopify oder Pimcore Commerce: Yay or nay?

Tatsächlich bietet Pimcore in seinem Softwarepaket noch mehr an als die reinen PIM-Funktionen. Wenn du ein wenig gräbst, entdeckst du einen Baukasten, mit dem du dir einen funktionierenden Onlineshop zusammenzimmern kannst.

Allerdings sind „Baukasten“ und „zusammenzimmern“ durchaus wörtlich zu nehmen. Denn was du hier bekommst, sind wirklich nur die absoluten Grundbausteine für einen Webstore. Um ein Bild zu bemühen: Wäre der Store ein Regal, fändest du in der Verpackung keinen Ikea-Bausatz, sondern einen Baumstamm und eine Säge.

Das mag ausreichen, wenn du Pimcore dazu nutzen möchtest, Angebotslisten für deine Außendienstler erstellen zu lassen. Im echten E-Commerce stoßen die Tools aber schneller an ihre Grenzen als eine Tasse Kaffee am Montagmorgen.

Denn in Pimcore Commerce musst du wirklich alles selbst programmieren; vom Checkout mit seiner Anbindung an die Zahlungsdienstleister über den Warenkorb bis hin zur Anmeldung für deinen Newsletter. Entweder besitzt du also eine IT-Abteilung, die es in ihrer Manpower mit dem Rest deines Unternehmens aufnehmen kann, oder du begibst dich in die komplette Abhängigkeit eines externen Dienstleisters.

Lieber von Picore Commerce zu Shopify migrieren

Ein dediziertes Shopsystem wie Shopify bringt diese und viele weitere Funktionen natürlich bereits von Haus aus mit sich – so einfach und selbsterklärend, dass du deinen Store auch ohne die Hilfe einer Legion aus Programmierer:innen selbstbestimmt führen kannst. Und sollte doch mal etwas fehlen – etwa die Integration von Brasiliens führendem Zahlungsdienstleister Pix – dann findest du im App Store die passende Lösung.

Unser Ratschlag zu Pimcore Commerce lautet daher: Kannst du machen, aber glücklich wirst du damit nicht. Es mag auf den ersten Blick verführerisch wirken, Funktionen zu nutzen, für die du ohnehin schon bezahlst. Langfristig allerdings werden dir die Folgekosten dermaßen über den Kopf wachsen, dass du mit einem echten Shopsystem deutlich günstiger fährst.

Pimcore x Shopify: Dein nächster Schritt

Solltest du den Fehler gemacht und dein Online Business mit Pimcore Commerce aufgebaut haben, ist das aber auch kein Beinbruch. Denn eine Migration zu Shopify ist aus dem PIM-System ebenso problemlos möglich wie aus jeder anderen Software auch. Kontaktiere dazu einfach unsere Migrations-Experten. Falls du Shopify bereits nutzt und der Meinung bist, dass dein Store dringend einen neuen Anstrich vertragen könnte, sind unsere Relaunch-Profis für dich da. Zusammen machen wir deinen Shop performanter, umsatzstärker und insgesamt einfach besser.

Dass wir in beiden Fällen gerne auch Pimcore als dein PIM-System für dich anbinden, versteht sich hoffentlich von selbst. Denn wie wir gesehen haben, kann es sich für dich massiv lohnen, wenn alle deine Produktdaten zukünftig nicht mehr im Silo, sondern strukturiert und qualitativ hochwertig vorliegen.

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FAQ: Shopify x Pimcore 

Für welche Unternehmen lohnt sich der Einsatz von Pimcore besonders?

Pimcore ist vor allem für Unternehmen sinnvoll, die mit komplexen Produktdaten arbeiten: viele Varianten, Abhängigkeiten, unterschiedliche Ausgabekanäle oder mehrere Fachabteilungen. Typischerweise profitieren Mittelständler, B2B-Händler und international aufgestellte E-Commerce-Unternehmen am stärksten von einem PIM.

Besonders relevant wird ein solches Setup jedoch für Organisationen, die noch mit manuellen Prozessen, Datensilos und Medienbrüchen arbeiten. Wenn Produktinformationen in Excel-Listen, ERP-Systemen, Marketing-Tools und Shop-Systemen parallel gepflegt werden, fehlt häufig die zentrale Datenhoheit. Ein PIM schafft hier eine konsolidierte, 360-Grad-Sicht auf Produktinformationen und reduziert Abstimmungsaufwand sowie Fehlerquellen deutlich.

Reicht die Produktverwaltung von Shopify nicht aus?

Für einfache Sortimente ja. Sobald Produktdaten jedoch umfangreicher werden, Metafelder überhandnehmen oder zusätzliche Systeme wie ERP, Marktplätze oder Preisportale angebunden sind, stößt Shopify an strukturelle Grenzen. Ein PIM ergänzt Shopify, ersetzt es aber nicht.

Was Shopify zudem nicht bietet, sind integrierte Quality-Gates oder umfassende Mechanismen zur Sicherstellung von Datenkonsistenz. Es gibt keine systematische Validierung komplexer Attributabhängigkeiten, keine verpflichtenden Vollständigkeitsprüfungen über mehrere Kanäle hinweg und kein zentrales Qualitätsmanagement für Produktdaten.

Ein PIM ergänzt Shopify genau an dieser Stelle: Es sorgt für strukturierte Datenmodelle, definierte Freigabeprozesse und konsistente Informationslogiken. Shopify bleibt das Commerce-Frontend und das PIM wird zur führenden Instanz für Produktdatenqualität.

Wie aufwendig ist die Integration von Pimcore in Shopify?

Die technische Anbindung ist grundsätzlich gut beherrschbar. Je nach Setup erfolgt sie per direkter API, über einen Connector, per Middleware oder als individuelle Lösung. Der größere Aufwand liegt meist nicht in der Technik, sondern in der sauberen Modellierung der Produktdaten und im Change-Management.

Welche Integrationslösung ist in der Praxis am sinnvollsten?

In den meisten realen Systemlandschaften hat sich eine Middleware bewährt. Sie verbindet nicht nur Pimcore und Shopify, sondern orchestriert auch ERP, Marktplätze und weitere Systeme. Das sorgt für stabilere Prozesse und bessere Skalierbarkeit.

Was sind die häufigsten Fehler bei der Einführung eines PIM?

Der größte Fehler ist, den menschlichen Faktor zu unterschätzen. Neue Prozesse, neue Zuständigkeiten und neue Tools erfordern Kommunikation, Schulung und Akzeptanz. Wird das Change-Management vernachlässigt, scheitert selbst die beste technische Lösung.

Ist Pimcore Commerce eine echte Alternative zu Shopify?

Für klassischen E-Commerce eher nicht. Pimcore Commerce liefert lediglich Grundbausteine und erfordert umfangreiche Eigenentwicklung. Für performante, wartbare und flexibel erweiterbare Onlineshops ist ein spezialisiertes Shopsystem wie Shopify langfristig die deutlich bessere Wahl – idealerweise ergänzt durch Pimcore als PIM.

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