Dass wir wissen, was in verarbeiteten Lebensmitteln steckt, haben wir der Lebensmittel-Informationsverordnung der EU zu verdanken – und wie dir unser Beispiel hoffentlich vor Augen geführt hat, ist es für Verbraucher:innen gar nicht so verkehrt, mehr über ein Produkt zu wissen. Deshalb geht die Europäische Union bald konsequent den nächsten Schritt:
Ab 2027 kommt der Digitale Produktpass (DPP) – nicht nur für den stationären Handel, sondern auch für den E-Commerce. In diesem Beitrag erklären wir dir die Details: Wie soll der DPP funktionieren? Welche Pflichten kommen auf dich als Händler:in zu? Mit welchen Risiken musst du rechnen? Und wie lässt sich der DPP am einfachsten in deinem Shopify Store umsetzen?
Diese Themen findest du im Folgenden:
- Der Digitale Produktpass: Was ist das genau?
- Der DPP und du: Die wichtigsten Fragen zum Digitalen Produktpass und ihre Antworten
- Alles nur Schikane? Was der Digitale Produktpass bringt
- Der Digitale Produktpass: Deine nächsten Schritte
- Zum Abschluss: Was die EU sonst noch treibt – Stichwort Widerrufbutton
- FAQ zum Digitalen Produktpass
Beginnen wir am Anfang:
Der Digitale Produktpass: Was ist das genau?
Rechtsgrundlage des DPP ist die EU-Verordnung 2024/1781 „zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen für nachhaltige Produkte“. Die Idee dahinter ist folgende:Produkte, die in der EU gehandelt und verkauft werden, sollen einen digitalen Steckbrief bekommen, der transparent sämtliche Informationen auflistet, die in Zusammenhang mit Herkunft, Zusammensetzung, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit und ökologischem Impact der Ware stehen.
Wichtig dabei: Der DPP ist kein Zertifikat, keine PDF oder Tabelle, sondern ein standardisierter und strukturierter Datensatz, der auch von Maschinen lesbar sein muss.
Auf physischen Produkten soll der DPP via QR-Code abrufbar sein. Im E-Commerce kann ebenfalls ein QR-Code auf den PDPs platziert, aber wohl auch mit einem Link gearbeitet werden, der zu allen geforderten Informationen fĂĽhrt.
Der DPP und du: Die wichtigsten Fragen zum Digitalen Produktpass und ihre Antworten
In der Theorie ist die Sache mit dem DPP also gar nicht mal so kompliziert. Vermutlich hast du bereits eine Vorstellung davon, wie das Ganze aussehen soll. Schwieriger wird es, wenn wir in die Details gehen, aber genau die schauen wir uns jetzt an:Welche Produkte sind vom Digitalen Produktpass betroffen?
Der DPP wird für verschiedene Warengruppen schrittweise über die nächsten Jahre eingeführt. Der erste Stichtag ist der 18. Februar 2027, ab diesem Datum sind zunächst Anbieter:innen von EV-Batterien (für E-Autos, E-Bikes, E-Roller, etc.) und Industriebatterien mit mehr als 2 kWh Leistung dazu verpflichtet, ihre Produkte mit dem DPP zu versehen.Ein Jahr später, also 2028, folgen dann:
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Elektronik- und Kommunikationsprodukte
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Haushaltsgeräte
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Schuhe & Textilien
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sowie Reifen.
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Möbel
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Putz- und Reinigungsmittel
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Bauprodukte
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sowie Stahl- und Aluminiumprodukte geplant.
Welche Informationen muss der Digitale Produktpass enthalten?
Welche Daten fĂĽr welches Produkt angegeben werden mĂĽssen, steht noch nicht endgĂĽltig fest. Geplant ist grob die Angabe von:-
Materialzusammensetzung
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Herkunft
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Recyclinganteil
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COâ‚‚-FuĂźabdruck
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Reparaturinformationen
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Ersatzteile
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Seriennummern
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Sicherheitsinformationen
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Lifecycle-Daten
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Nachhaltigkeitsdaten
Wer ist zur Bereitstellung des DPP verpflichtet?
Einen DPP müssen alle Händler:innen führen, die ihre Waren innerhalb der EU verkaufen. Dabei spielt es keine Rolle, wo sie ihren Firmensitz haben oder in welchem Land die Server stehen, auf denen der Store läuft.Betroffen ist also jeder: B2C- und B2B-Händler:innen, Dropshipper, Importeure – auch auf Marktplatzseiten wird der DPP zur Pflicht. Ausgenommen werden wohl nur Verkäufe von Privat zu Privat.
Wer muss die Informationen fĂĽr den DPP liefern?
Prinzipiell müssen die im DPP enthaltenen Informationen vom Hersteller eines Produktes kommen. Allerdings kann das schnell einen ganzen Rattenschwanz nach sich ziehen. Bereits ein einfaches Produkt wie ein Kapuzenpulli besteht womöglich aus: Stoff, Färbemittel, Nähfäden, Reißverschluss, Knöpfen und Kordeln, die von unterschiedlichen Produktionsstandorten stammen, die womöglich sogar in verschiedenen Ländern liegen.Die neue EU-Verordnung verlangt Transparenz über die gesamte Lieferkette.
Wichtig dabei: Händler:innen beziehungsweise Importeure können in die Pflicht genommen werden, wenn es zu Unstimmigkeiten im DPP kommt. Zwar wird dich niemand zu eigenen Labortests verdammen, aber wenn offensichtlich ist, dass eine Angabe einfach nicht stimmen kann, werden die Behörden nicht nur den Hersteller, sondern auch dich ins Fadenkreuz nehmen.
Insgesamt funktioniert die DPP-Chain also grob so:
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Lieferanten liefern Rohdaten
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Hersteller konsolidieren sie
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Importeure und Händler:innen prüfen sie
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Stores zeigen sie an
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Behörden kontrollieren sie
Was passiert bei einem VerstoĂź gegen die DPP-Verordnung?
Das Einfachste zuerst: Wenn für ein Produkt ein DPP gefordert ist und das Produkt selbigen nicht besitzt, darf es in der EU nicht verkauft werden.Alles Weitere steht noch nicht fest. Strafmaß, Bußgelder, Mahnverfahren – zu all dem gibt es noch keine Angaben. Ausgehend von anderen EU-Verordnungen kannst du allerdings damit rechnen, dass es teuer wird. Üblich sind mehrere tausend Euro Bußgeld für kleine Händler:innen oder ein prozentualer Anteil des Jahresumsatzes für größere Unternehmen.
Alles nur Schikane? Was der Digitale Produktpass bringt
Yes, da kommt leider Arbeit auf dich zu – welche genau, darüber reden wir gleich. Zunächst wollen wir deine Stimmung ein wenig verbessern und auf die Vorteile des DPP zu sprechen kommen:Das haben Käufer:innen vom DPP
Es spielt keine Rolle, ob wir über Endverbrauchende oder Einkäufer:innen im B2B sprechen – der Digitale Produktpass liefert vor allem einen Benefit: Die Möglichkeit, eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Du selbst profitierst hier also gleich doppelt:Zunächst, wenn du auf privater Shoppingtour im Netz unterwegs bist – soll ja vorkommen. Bald kannst du sehen, wie groß der ökologische Fußabdruck deiner fabulösen Sneaker tatsächlich ist, ob du die LED in deiner neuen Tischleuchte austauschen kannst oder ob es für das faire Smartphone überhaupt Ersatzakkus gibt. Katze im Sack? War einmal.
Als Händler:in wiederum bekommst du beim Einkauf bald Fachinformationen, die dir manch windiger Anbieter vielleicht lieber vorenthalten würde. Wie steht es um die chemische Zusammensetzung des neuen Wunderreinigungsmittels? Besteht das Regal aus nachhaltig angebautem Holz oder Presspappe? Kommen Bauteile der als „Made in Europe“ angepriesenen Küchenmaschine womöglich gar nicht aus Europa? Wissen ist Macht – und Nichtwissen macht viel aus.
Allerdings beschränken sich deine Vorteile nicht nur auf den Einkauf:
Das haben Storebetreiber:innen vom Digitalen Produktpass
Aller guten Dinge sind drei, also haben wir auch drei weitere Vorteile fĂĽr dich:#1 Verbrauchervertrauen
Verbraucherschutz ist eine der größten Stärken des EU-Binnenmarktes und genau der wird durch die DPP-Verordnung noch weiter gestärkt. In direkter Konsequenz steigt dadurch auch das Vertrauen, das Konsument:innen in Produkte haben, die in der EU angeboten werden.Warum eine Ware im Ausland kaufen und damit Geld, Gesundheit und graue Haare riskieren, wenn ein kurzer Klick auf den DPP mir alle Informationen zeigt, die mich interessieren? Der Filter ist dabei sowieso schon im Kopf: Wer sich nicht um Nachhaltigkeit schert, überliest die Zeile einfach und scrollt direkt zu den Leistungsangaben weiter.
Aber apropos Filter:
#2 Strukturiertes Produktportfolio
Mal ganz ehrlich: Wie ernst nimmst du die Datenpflege? Sind bei dir immer alle Angaben vollständig, sauber notiert und in geordneter Struktur? Oder copy-pastest du auch mal schnell irgendwas rüber und machst früh Feierabend?Die DPP-Verordnung zwingt dich dazu, dein PIM endlich einmal aufzuräumen – und das ist tatsächlich eine gute Sache. Denn erstens wird Datenpflege immer wichtiger, je weiter dein Unternehmen wächst. Und zweitens sind die Informationen im Digitalen Produktpass in jedem Fall maschinenlesbar. Ergo kannst du sie auch gewinnbringend für dich nutzen.
Zum Beispiel für eine raffinierte Filterfunktion in deinem Store. Jemand sucht eine sparsame Waschmaschine? Hey, die Infos stehen bei dir jetzt ordentlich aufgelistet bereit. Polyesterunverträglichkeit? Hier sind all unsere T-Shirts aus reiner Baumwolle. Daten schon vorhanden.
Außerdem heißt maschinenlesbar, dass Algorithmen deinen Store zukünftig viel einfacher verstehen können. Zum Beispiel die Crawler der Suchmaschinen – gratis SEO. Aber auch die KI-Chatbots haben es leichter. „Finde für mich einen Shop, der Schuhe aus Pandaleder anbietet.“, „Hier ist ein Shop, der solche Schuhe führt. Außerdem habe ich dich bei Interpol gemeldet.“
Kurzum: Die Datenqualität deines Business wird (gezwungenermaßen) steigen – mit allen daraus resultierenden positiven Konsequenzen.
#3 Schluss mit Schrottimporten
Wo wir schon über Konsequenzen reden: Der DPP wird einem der größten Ärgernisse im Onlinehandel zwar keinen kompletten Riegel vorschieben, aber dort doch für reichlich Frust sorgen. Du weißt, über wen wir reden. Ein Vertreter dieser Spezies beginnt mit T und reimt sich auf Schmu.Denn wenn Infos über Qualität, Nachhaltigkeit oder Herkunft eines Produktes zukünftig schnell und einfach einsehbar sind, funktionieren viele Verkaufstaktiken der angesprochenen Plattformen einfach nicht mehr. Etwa White-Label-Müll als hochwertige Markenware zu deklarieren, Sweatshop-Schrott als heimisches Produkt anzupreisen oder Plastikunfug als total nachhaltig zu vermarkten. Fehlt eigentlich nur noch die Aufklärungskampagne, warum billig nicht das Gleiche wie günstig ist …
Der Digitale Produktpass: Deine nächsten Schritte
Na, ist deine Laune wieder ein wenig besser? Dann können wir zum Abschluss ja noch auf die unangenehme Seite des DPP zu sprechen kommen. Nämlich, welche Arbeitsschritte jetzt auf dich warten:#1: Lieferanten auf DPP-Fähigkeit prüfen
Deine wichtigste Aufgabe ist es, dich rechtzeitig mit allen deinen Lieferanten in Verbindung zu setzen und mal nachzufragen, wie sie das mit dem DPP halten. Denn nochmal zur Erinnerung: Solange du nicht selbst Hersteller:in (oder Erstimporteur:in) bist, musst du die Daten fĂĽr den Pass liefern.Die besten Zulieferer werden von sich aus auf dich zukommen und den DPP bald ungefragt mitschicken. Sollte dir allerdings irgendwer antworten, dass er lieber per DHL statt DPD liefert, suchst du dir besser eine Alternative.
#2: Dokumentationsprozess etablieren
Weiterhin kannst du leider davon ausgehen, dass nicht überall sauber gearbeitet werden wird. Rechne damit, dass dir manch ein Produzent keinen vorgefertigten DPP schickt, sondern einfach sämtliche Informationen in ein Textdokument packt und den Rest dir überlässt.Damit du zum Stichtag gut vorbereitet bist, solltest du also damit beginnen, einen eigenen Dokumentationsprozess einzuführen: Lege für jedes Produkt eine Datei an, in der du die Daten sammelst – immer in derselben Reihenfolge und in einem identischen Schema. Erstelle außerdem eine Übersicht dazu, für welche Waren schon sämtliche DPP-Informationen vorliegen und wo es noch Lücken gibt.
Ein einmaliges, strukturiertes Vorgehen kann dir hier langfristig jede Menge Kopfschmerzen ersparen.
#3 Shopify-Ă–kosystem im Blick behalten
Zuletzt eine schlechte Nachricht: Wie sich der DPP technisch umsetzen lässt, steht momentan noch in den Sternen. Shopify hat noch keine Möglichkeit etabliert, alle geforderten Produktdaten in einer Datenbank abzulegen und per Link oder QR-Code für Mensch und Maschine lesbar zu machen. Auch eine entsprechende Ankündigung gibt es noch nicht. Natürlich wird irgendwann eine Lösung kommen – die Kanadier wollen schließlich nicht ganz Europa als Markt verlieren – die Frage ist nur, wann.Unser wichtigster Tipp lautet daher: Abonniere unseren Newsletter! Denn unser Team arbeitet gerade an einer App, die deinen Store DPP-ready macht. Mit unseren Mailings bleibst du hier auf jeden Fall auf dem Laufenden.
Warum eine App und nicht die (etwaige) Shopify-Bordlösung? Weil die Erfahrung gezeigt hat, dass Apps oft schneller zur Verfügung stehen und gerade für Europa meist die bessere Lösung bieten. Denn bei aller Freundschaft: Kanadier denken meist wie Kanadier und vergessen gerne einmal Nuancen und bürokratischen Schnickschnack, der für unseren Kontinent total wichtig ist. Aber das lernen die schon noch, wenn sie demnächst wirklich einen EU-Mitgliedsantrag stellen sollten…
Zum Abschluss: Was die EU sonst noch treibt – Stichwort Widerrufbutton
Alles kurz zusammengefasst: Stell dich darauf ein, dass du sämtliche deiner Produkte innerhalb der nächsten Jahre mit einem Steckbrief versehen musst – dem Digitalen Produktpass. Bereits nächstes Jahr sind die Anbieter:innen von EV-Akkus gefordert. Dabei kommt auf dich zwar einiges an Arbeit zu – vor allem in der Datenpflege – allerdings ergeben sich aus dem Pass auch handfeste Vorteile. Nur, wie das Ganze technisch umgesetzt werden soll, ist noch nebulös. Daher: Newsletter abonnieren! Und ja: Bis zum DPP ist noch ein wenig Zeit. Aber der frühe Vogel fängt die Conversion.Wofür allerdings gar keine Zeit mehr ist, ist die Pflicht für den Widerrufbutton: Ab dem 19. Juni muss deine Kundschaft ihr Recht auf Widerruf in deinem Store mit nur einem Klick einfordern können. Falls du das noch nicht umgesetzt hast, schau ganz schnell im Shopify App Store vorbei. Denn dort findest du unsere Widerruf Button EU-App.
Einmal installiert, ist dein Shop nicht nur rechtssicher, sondern auch so aufgestellt, dass du alle Widerrufsanfragen bequem ĂĽber ein Dashboard abarbeiten kannst. Falls mal jemand einen MĂĽsliriegel mit zu vielen E-Stoffen bei dir kauft oder so.
FAQ zum Digitalen Produktpass
Was ist der Digitale Produktpass?
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Der Digitale Produktpass (DPP) ist eine neue EU-Vorgabe, nach der Waren künftig einen digitalen Steckbrief erhalten müssen. Dieser enthält unter anderem Informationen zu Herkunft, Materialzusammensetzung, Reparierbarkeit, Recyclingfähigkeit oder CO₂-Fußabdruck eines Produktes. Der DPP soll über einen QR-Code oder Link abrufbar und sowohl für Menschen als auch für Maschinen lesbar sein.
Ab wann wird der Digitale Produktpass Pflicht?
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Der erste verbindliche Stichtag ist der 18. Februar 2027. Ab diesem Datum müssen zunächst EV-Batterien und Industriebatterien mit mehr als 2 kWh Leistung einen DPP besitzen. Weitere Produktgruppen wie Elektronik, Textilien oder Möbel folgen schrittweise in den kommenden Jahren.
Welche Händler sind vom DPP betroffen?
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Die Pflicht gilt grundsätzlich für alle Unternehmen, die Produkte innerhalb der EU verkaufen, unabhängig davon, ob sie im B2C oder B2B tätig sind. Betroffen sind unter anderem Onlineshops, Marktplatzhändler:innen, Dropshipper und Importeure.
Wer muss die Informationen fĂĽr den Digitalen Produktpass bereitstellen?
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Die Daten für den DPP müssen grundsätzlich vom Hersteller eines Produktes kommen. Allerdings sind Importeure und Händler in der Pflicht, die Angaben auf Plausibilität zu prüfen und korrekt bereitzustellen.
Was passiert, wenn ein Produkt keinen DPP besitzt?
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Sobald für eine Produktgruppe ein Digitaler Produktpass vorgeschrieben ist, darf das Produkt ohne DPP nicht mehr legal innerhalb der EU verkauft werden. Zusätzlich drohen voraussichtlich Bußgelder und weitere regulatorische Maßnahmen.
Wie lässt sich der Digitale Produktpass technisch in Shopify umsetzen?
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Da Shopify aktuell noch keine native Lösung für den Digitalen Produktpass anbietet, dürfte die technische Umsetzung für viele Händler:innen zunächst zur Herausforderung werden. Genau deshalb arbeiten wir derzeit an einer Shopify-App, die deinen Store DPP-ready macht. In unserem Newsletter halten wir dich auf dem Laufenden.

