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Onsite-Suche – So nutzt du die Suchfunktion für höhere Umsätze

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E-Commerce Checkliste 2021

Bist du bereit fürs neue Jahrzehnt? Überprüfe, ob du mit deinem Shop auch 2021 erfolgreich sein kannst.

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Wer kennt das Problem nicht, du besuchst einen Onlineshop und bist auf der Suche nach einem ganz bestimmten Produkt. Dieser einfache Prozess kann jedoch schnell nervenaufreibend werden, denn oft findest du über die vorhandene Suchfunktion einfach nicht das passende Produkt.

Aus diesem Grund zählt die Onsite-Suche zu den wichtigsten Funktionen deines Shopify Shops und entspricht oft dem ersten Touchpoint mit deinen Kunden. Hinter der Suchfunktion stecken nicht nur intelligente Algorithmen, sondern auch eine Vielfalt an Usability-Entscheidungen, die häufig über Kauf oder Abbruch entscheiden. Es ist wichtig diese Funktion zu verstehen und gegebenenfalls zu optimieren, damit potenzielle Kunden auch das finden, wonach sie suchen. 

Findologic beschäftigt sich seit 13 Jahren mit diesem Thema und hat deshalb einige Best Practices und Learnings zum Thema Onsite-Suche zusammengefasst. Dieses Wissen wollen wir in diesem Artikel an dich weitergeben.

1.  Darstellung des Suchfeldes

Starten wir mit dem Suchfeld. Design und Form der Suchfunktion beeinflussen das Verhalten der User. Ein gut gestaltetes Suchfeld, inklusive durchdachtem Platzhaltertext setzt bereits vor der ersten Eingabe die richtigen Erwartungen und optimiert das Handling.

Design und Form der Suchfunktion sind von großer Bedeutung

Je präsenter das Suchfeld auf der Website platziert ist, desto eher fühlen sich User dazu ermutigt mit der Suche zu interagieren und nicht nach Produkten zu stöbern. Die Gestaltung des Suchfelds hängt dabei maßgeblich von den folgenden drei Faktoren ab:

  • Position

Das Suchfeld kann für eine dezente Darstellung etwa auf Höhe der Navigation oder für eine prominente Darstellung mittig im Header platziert werden.

  • Stil

Der Stil des Suchfeldes kann von mehreren Elementen, wie bspw. Rahmen, Farbe, Schriftart & -größe, Icon, etc. beeinflusst werden.

  • Größe

Die Größe der Suchfunktion spiegelt die bevorzugte Variante der Produktfindung wider.

Bessere Ergebnisse durch Onsite Optimierung

Optimal eingestellte Suchfunktionen erleichtern die Kaufentscheidung.

Präsente Darstellung der Suchanfrage

Im Durchschnitt verändern User 3-5 Mal die ursprüngliche Suchanfrage, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Wird die Suchanfrage beim Suchvorgang im Suchfeld gelöscht, zwingt man den User bei jeder Iteration die Suchanfrage völlig neu einzugeben, was die Dauer des gesamten Such-Zyklus deutlich verlängert. Aus diesem Grund sollte die letzte Suchanfrage immer im Suchfeld bestehen bleiben und bei wiederholtem Klick ins Suchfeld nicht gelöscht werden.

Einfügen von Platzhaltertexten im Suchfeld

Für den Fall, dass Usern weder der Name noch die Kategorie des gesuchten Produktes bekannt ist, schafft man es durch Platzhaltertexte im Suchfeld auf alternative Lösungsansätze hinzuweisen. Ein bewährter Weg sind hierbei statische Platzhaltertexte im Suchfeld (“Suche nach Produkten, Marken, Kategorien oder Themen”) noch bevor der User hineinklickt und sich die Vorschlagsfunktion öffnet. Damit kommen wir auch schon zum nächsten Thema, dem Autocomplete.

2.   Autocomplete zur schnellen Darstellung von Produkten

Die Autocomplete ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Suchfunktion und ein entscheidender Faktor für eine perfekt geführte Customer Journey. Das Ziel muss sein, User ab der ersten Interaktion mit der Suchfunktion durch den Kaufprozess zu leiten. Eine gute Umsetzung bietet Usern mit dem ersten Klick ins Suchfeld eine Vorauswahl von häufigen Suchbegriffen und Produkten und hilft bei der Vermeidung von Rechtschreibfehlern. Im Idealfall werden die in der Autocomplete vorhandenen Produkte vom Shopbetreiber vorab definiert und laufend je nach Saison gepflegt. 

Unterstütze deine User mit Keyword-basierten Suchvorschlägen

Um den "Golden Standards" eines jeden Onlineshops gerecht zu werden, solltest du innerhalb der Autocomplete ein Liste potenzieller Suchbegriffe anbieten. Hierbei ist es wichtig zwischen Suchvorschlägen (führen zu einem Produktlisting) und Produktvorschlägen (führen direkt auf eine Produktdetailseite) zu unterscheiden. Sind Suchvorschläge nicht verfügbar, fehlt den Usern Unterstützung und Inspiration bei der Formulierung der Suchanfrage.  

Design der Autocomplete

In zahlreichen Tests haben sich eine Reihe von Best Practices ergeben, die bei der Gestaltung berücksichtigt werden sollten, um User bestmöglich bei ihrer Suche zu unterstützen.

  • Halte die Menge an Suchvorschlägen begrenzt

Die Anzahl der dargestellten Suchvorschläge sollte bewusst limitiert werden. Mehr als 10 mögliche Suchvorschläge wirken für den User bei der Auswahl überfordernd.

  • Nutze Labels zur Abgrenzung und Lesbarkeit

Füge der Autocomplete klärende Bezeichnungen bei, um zwischen den verschiedenen Suchhilfen, wie Suchvorschlägen, Produktvorschlägen, Kategorien oder Trending Results zu unterscheiden.

  • Hebe die aktuelle Auswahl hervor

Gib den Usern ein klares visuelles Feedback in der Autocomplete, welcher Vorschlag aktuell aktiv ist.

Tipps für die Onsite-Suche

Schnelle Darstellung der Such- und Produktvorschläge

Die Optimierung von Scripts und deren Ladegeschwindigkeit ist in den meisten Fällen eine rein technische Herausforderung. Es gilt der Grundsatz - je schneller, desto besser. Die Antwortzeit sollte 100ms in full response nicht überschreiten. Auch wenn die Ladezeit der Autocomplete immer variieren wird, muss das Ziel sein, dem User ein konsistentes Verhalten zu bieten und ihn nach absenden der Suchanfrage schnellstmöglich auf die passende Suchergebnisseite zu führen.

3.   Klare Strukturen auf der Suchergebnisseite

Während Suchlogik und Autocomplete maßgeblich die Qualität der Suchergebnisse beeinflussen, bestimmt die Struktur einer Suchergebnisseite, ob Nutzer mit der Ergebnismenge auch wirklich umgehen können. User interagieren in den verschiedensten Phasen der Customer Journey mit der Suchfunktion. Gerade in frühen Phasen des Kaufentscheidungsprozesses benötigt der Nutzer die Möglichkeit Suchergebnisse zu sortieren und zu filtern, um zum gewünschten Produkt zu gelangen.

Überlege dir, welche Informationen zu den dargestellten Produkten an dieser Stelle für deinen Besucher am wichtigsten sind, um häufiges "Pogo-Sticking" (dem Hin- und Herspringen zwischen Suchergebnisseite und Produktdetailseite) zu vermeiden. Neben dem Layout sind auch Sortier- und Filterlogiken elementar für ein ausgewogenes Sucherlebnis und sollten im Rahmen einer durchdachten Digital-Strategie berücksichtigt werden.

Summe der Ergebnisse anzeigen

Die meisten User beurteilen die Qualität der Suchanfrage anhand der Anzahl der Ergebnisse, um anschließend zu entscheiden, ob die Ergebnisse noch weiter verfeinert werden müssen. Daher ist es besonders wichtig, die Anzahl der Ergebnisse auf den ersten Blick deutlich erkennbar zu machen.

Layout der Suchergebnisseite

Beim Layout kann auf zwei Varianten zurückgegriffen werden: Listenansicht vs. Rasteransicht. Die Performance der Suchergebnisse in einer Listenansicht versus einer Rasteransicht ist dabei maßgeblich abhängig von den darin dargestellten Produktgruppen:

  • Spec-driven Products

Hierzu zählen Produkte mit höherer Informationsdichte, bei denen mehrere Merkmale ausschlaggebend für Auswahl und Selektion sind. Beispiele hierfür sind Produkte aus den Kategorien Elektronik, Haushaltsgeräte, B2B oder z.B. Werkzeug.

 Onsite-Search Suchergebnisseite

Produkte dieser Kategorie sollten über eine Liste dargestellt werden, diese bieten den Vorteil mehr Informationen darstellen zu können. Und sie ermöglicht die Vergleichbarkeit der Produkte, ohne dass der User zur Produktdetailseite wechseln muss.

  • Visually-driven Products

Das Aussehen und die Ästhetik steht hier im Vordergrund. Typisch sind Produkte aus den Bereichen Mode oder Home & Living. Bei visuellen Produkten ist die Darstellung im Raster vorteilhaft, da User in erster Linie das Produktbild im Fokus haben und erst danach den Artikel selbst auf andere Attribute prüfen.

Im Falle eines gemischten Produktsortiments solltest du beide Ansichten umsetzen und diese dynamisch ausspielen bzw. dem User selbst die Möglichkeit eines View-Wechsels anbieten. 

Visually-driven Products

Korrekte Variantendarstellung

Ein häufig auftauchender Fall in den Kategorien Mode oder Home & Living ist die Kombination von Suchbegriff mit bevorzugten Farben, Marken oder Materialien. Wird als Beispiel nach einem “weißen T-Shirt” gesucht, erwarten Nutzer im Suchergebnis auch “weiße T-Shirts”. Sollte ein T-Shirt demnach in mehreren Farbvarianten verfügbar sein, sollte in der Ergebnismenge zuerst die passende Variante in “weiß” angezeigt werden.

Die Herausforderung hierbei liegt darin, verschiedene Schreibweisen und Wortzusammenhänge wie “tshirt weiß”, “weißes Tshirt” oder “weisses shirt” zu erkennen und somit das passende Ergebnis zu liefern.  

4.  Suchlogik und Guidance sind entscheidend

Nicht immer ist es möglich die passenden Ergebnisse zu liefern. Es wird vorkommen, dass du das gewünschte Produkt nicht im Sortiment führst, oder die Intention des Nutzers nicht korrekt erfasst wird. Der Fokus sollte daher auf einer benutzerfreundlichen Such-Iteration liegen, damit User auch im Falle einer vermeintlich fehlerhaften Anfrage die nötige Unterstützung erhalten. Hierzu zählt die Ausspielung alternativer Suchvorschläge, Fehlerkorrektur und der Umgang mit Suchanfragen, welche keine Ergebnisse liefern.

Autokorrektur von offensichtlichen Rechtschreibfehlern

Rechtschreibfehler treten im Eifer des Gefechts immer wieder auf.  Autokorrektur bei Rechtschreibfehlern ist für eine nahtlose Sucherfahrung unerlässlich und Nutzer werden ohne zusätzliche Interaktion automatisch zum gewünschten Ergebnis geführt. Wenn die Software jedoch Änderungen an der Anfrage vornimmt, ist es wichtig den User transparent darüber zu informieren, welche Logiken im Hintergrund angewandt wurden und warum die Ergebnisse nicht mit seiner Anfrage übereinstimmen. 

Onsite-Search Autokorrektur

Bedeutung einer optimierten “No-result”-Seite

Wie bereits im vorherigen Abschnitt erwähnt, ist es nicht immer möglich für jeden Suchbegriff das passende Ergebnis darzustellen. Gerade in Fällen, wo keine Ergebnisse gefunden werden, ist es wichtig den User nicht im Stich zu lassen, sondern im besten Fall zu überraschen und neue Kauf-Anreize zu setzen. Überleg dir deshalb eine passende Strategie, um die Customer Journey weiterzuführen und stell dir selber die Frage: was würdest du dir erhoffen, wenn kein passendes Ergebnis gefunden wird?

  • Alternative Suchvorschläge

Werden verwandte Suchvorschläge gefunden, sollten diese dem Nutzer angeboten werden. Eine Möglichkeit ist, die Darstellung des Suchvorschlags in Kombination mit 3-5 enthaltenen Produkten, um den User einen ersten Eindruck der Ergebnisse zu vermitteln.

  • Personalisierte Empfehlungen

Produktempfehlungen basierend auf dem bisherigen Browsing- und Einkaufsverhalten des Nutzers helfen nicht zwingend, das gesuchte Produkt zu finden, stellen aber ein wirksames Mittel dar, die Aufmerksamkeit auf interessante Inhalte zu lenken, um den potenziellen Kunden im Shop zu halten.

  • Kontaktmöglichkeit

Renommierte Shopify Shops bieten mehrere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, wie zum Beispiel durch Telefonsupport oder Livechat, um das gesuchte Produkt zu finden

  • Kategorie-Vorschläge & beliebte Produkte

Die Darstellung von Kategorien ist eine gute Option User wieder in die richtige Spur zu lenken. Idealerweise passen die vorgeschlagenen Kategorien zum eingegebenen Suchbegriff. Als letzte Alternative bietet sich die Darstellung der beliebtesten Produkte an. Diese Inhalte weisen zwar keinerlei Relevanz in Verbindung mit dem Suchbegriff auf, motivieren den Nutzer aber, andere “Top Seller” oder “Best Rated Products” in Erwägung zu ziehen.

Weiterleitung auf Navigationsseiten bei generischen Suchanfragen

Wirf einen Blick auf die meistgesuchten Begriffe deiner User. Du wirst feststellen, dass User häufig mit einer generischen Suche nach Kategorien oder Marken ihre Journey beginnen. Die Anzahl der Ergebnisse variiert in den meisten Fällen zwischen der Nutzung der Suchfunktion und der Navigation über Kategorie- oder Markenseiten. 

Im Fall einer exakten Übereinstimmung zwischen Suchbegriff und gegebener Kategorie oder gelisteter Marke, sollte demnach direkt auf die optimierte Landingpage verlinkt werden, um zusätzlich von Vorteilen wie bildstarken Content-Welten, klarer Navigation durch die Sub-Kategorien oder kontextbezogenen Produktfiltern zu profitieren. 

Unter Fazit: Fokussiere dich auf deine Top 100 Suchanfragen

Die Optimierung der Onsite-Suche ist ein breites und komplexes Thema, welches aber zum Game-Changer für dich werden kann. Der größte Schritt ist erstmal zu starten und nach und nach die verschiedenen Segmente zu optimieren. 

Fokussiere dich zu Beginn auf deine Top 100 Suchanfragen und stelle sicher, dass der User bei diesen Keywords zum passenden Ergebnis kommt. Danach können weitere wichtige Anpassungen wie Optimierung der No-Result Page oder Autocomplete getroffen werden und die Onsite-Suche zur wichtigsten Funktion in deinem Shopify Shop machen. 

Du hast weitere Fragen zum Thema oder komplexere Anforderungen an deine Onsite-Suche? Dann kontaktiere Findologic, sie helfen dir gerne dabei. 

Marcel Krabath ist als Assistant to COO bei der Findologic GmbH tätig. Dort bildet er seit 2018 die Schnittstelle zwischen Marketing, operativem Management und dem Sales-Team. Zusätzlich recherchiert und gestaltet er Inhalte für Blogs, sowie Content und betreut die firmeneigenen Social-Media-Kanäle um alle Kunden mit möglichst aktuellen Informationen zu versorgen und das Netzwerk zu erweitern. Sein Ziel ist es, dass die CI der Findologic GmbH gepflegt bleibt und der Inhalt aller Vertriebskanäle immer korrekt und aktuell ist.

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