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Cross Border Fulfillment - der Standort deines Logistik Zentrums entscheidet

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E-Commerce Checkliste 2022

Bist du bereit fürs neue Jahrzehnt? Überprüfe, ob du mit deinem Shop auch 2021 erfolgreich sein kannst.

E-Commerce Checkliste 2022
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Cross Border E-Commerce bezeichnet den grenzüberschreitenden Onlinehandel. Aus Konsumentensicht handelt es sich dabei also um einen Kauf von Händlern, die nicht im Heimatland ansässig sind. Cross Border Fulfillment hingegen bezeichnet den Abwicklungsprozess solcher grenzüberschreitenden Bestellungen. Dazu gehören die Lagerung, die Prozesse innerhalb der Fulfillment Zentren, sowie Versand und Rückversand.

Für Onlinehändler gewinnt der Verkauf in verschiedenen Märkten zunehmend an Bedeutung. Oft stellt dabei die Logistik den größten Stolperstein für eine erfolgreiche internationale Expansion dar. Um dieses Hindernis beiseite zu schaffen, haben wir in diesem Beitrag für dich die folgenden Themen abgedeckt:

  • Grenzüberschreitender Onlinehandel - So entwickelt sich der Markt
  • Warum ist der Logistikstandort entscheidend?
  • Dezentrale Lagerung im E-Commerce - Steuerliche Aspekte innerhalb der EU
  • Cross Border Fulfillment - Ab wann lohnt sich die grenzüberschreitende Lagerung?

Grenzüberschreitender Onlinehandel - So entwickelt sich der Markt

Der grenzüberschreitende Onlinehandel hat in den vergangenen Monaten und Jahren still und heimlich an Relevanz und Momentum gewonnen. Laut PYMNTS Cross Border Retail Report werden 2022 $1,2 Billionen in grenzüberschreitenden Verkäufen erwartet. $340, also 28,3 % davon alleine in Europa. 

Während sich Onlinehändler über verhältnismäßig hohe jährliche Umsatzwachstumsraten im E-Commerce freuen können, werden diese Wachstumsraten vom grenzüberschreitenden Onlinehandel in den Schatten gestellt. Somit steigt der Anteil an Verkäufen in ausländischen Märkten. Händler sind gut beraten, wenn sie ihre Verkaufsstrategie dementsprechend  anpassen.
Gründe für den wachsenden grenzüberschreitenden E-Commerce

Für die steigende Bedeutung des Cross Border E-Commerce gibt es zahlreiche Erklärungen. Dazu gehören aus Käufersicht unter anderem die veränderten Kaufgewohnheiten, attraktivere Angebote von internationalen Händlern und gesteigertes Vertrauen in ausländische Onlineshops. Auf Händlerseite sind der technische Fortschritt, vermehrter Fokus auf Lokalisierung, die Erweiterung von Verkaufskanälen sowie verbesserte Logistikprozesse ausschlaggebend.

Attraktive Angebote

Die Motive für den Kauf von ausländischen Onlineshops liegt auf der Hand. Käufer profitieren oft von günstigeren Preisen. Zudem erweitert der Blick über den „nationalen Tellerrand“ das Produktsortiment. Der Produktwahl sind somit, im wahrsten Sinne des Wortes, keine Grenzen mehr gesetzt.

Änderung des Kaufverhaltens

Zudem trägt auch eine generelle Veränderung des Kaufverhaltens zu einem Anstieg an internationalen Käufen bei. Wie so oft in diesen Zeiten hat die Pandemie dazu beigetragen. So haben viele Menschen nicht nur erstmals Online eingekauft, sie haben auch vermehrt international eingekauft. Grund dafür waren zum Teil Lieferengpässe oder Stockouts von nationalen Händlern.

Gesteigertes Vertrauen

Das Vertrauen in ausländische Händler wurde zum einen durch die gerade genannten Erfahrungen gestärkt. Zum anderen tragen auch verbesserte technische Möglichkeiten und das Bewusstsein für die Bedenken der Käufer zu einem gesteigerten Vertrauen bei. So bieten Onlineshops vermehrt Zahlungsmethoden an, die Kunden in den jeweiligen Märkten vertraut sind. Außerdem haben viele Verkäufer die Relevanz von Lokalisierung verstanden. So sind etwa Angebote in fremder Währung ein wahrer Conversionkiller. Die Sprache spielt dabei natürlich eine ebenso wichtige Rolle. 

Erweiterung der Verkaufskanäle

Einer der größten Trends im E-Commerce ist der Verkauf über Social Media, auch Social Shopping genannt. Durch den Verkauf mithilfe von Influencern auf sozialen Netzwerken oder über Ads spielt der Standort der Verkäufer meist eine untergeordnete Rolle. Ähnliches gilt auch für den Verkauf über Marktplätze wie Amazon und Co. Auch dort ist die Herkunft des Händlers nicht entscheidend.

Logistik

Aus Sicht der Verkäufer ist die Logistik und der Versand oft der größte Pain Point im Cross Border E-Commerce. Aber auch in diesem Bereich gibt es große Fortschritte. So bietet etwa das Auslagern des Fulfillment an 3PL Unternehmen die Möglichkeit, einen eigenen Onlineshop zu betreiben, dabei aber von effizienter Logistik ohne viel Kapitalaufwand anbieten zu können. Beim grenzüberschreitenden Onlinehandel ist dabei der Standort deines Lagers ein entscheidender Faktor.

Relevanz des Fulfillment Standortes

Warum ist der Logistikstandort im E-Commerce entscheidend?

In den meisten Fällen suchen Onlinehändler zunächst nach Lagern in ihrer Nähe. Der beste Weg ist aber, nach Fulfillment Zentren in der Nähe der Zielmärkte zu suchen. Verkauft dein Unternehmen zum Beispiel vorwiegend in Frankreich, den Niederlanden und UK? Bei einer entsprechenden Versandmenge solltest du dich nach Warenlagern in geografischer Nähe zu diesen Märkten umsehen. Wieso ist das so?

Am Ende des Tages laufen alle Vorteile auf die Verkürzung der Versandwege von deinem Lager zum Endkunden hinaus. Die Vorteile sind:

Versandzeiten optimieren

Die Rechnung ist ganz einfach - kürzere Wege führen in der Regel zu kürzeren Versandzeiten. Dies führt das zu einer besseren Customer Experience und somit zufriedenen Kunden.

Versandkosten reduzieren

Dieselbe Logik können wir auch bei den Versandkosten anwenden. In den allermeisten Fällen wirkt sich die Distanz, die deine Sendung zurücklegen muss, auf den Preis, den Paketdienstleister verrechnen, aus. 

Umwelt schützen

Die strategische Wahl des Fulfillment Standorts kann die negativen Umweltauswirkungen reduzieren, da die zurückgelegte Strecke des Pakets deutlich kürzer ist. Deine Kunden werden es schätzen, wenn dein CO₂ Fußabdruck so klein wie möglich ist. Umweltfreundlichkeit ist übrigens ein weiterer Megatrend im E-Commerce und zählt für eine steigende Anzahl an Onlineshoppern als Entscheidungskriterium.

Conversion Rate erhöhen

Alle genannten Punkte tragen für sich zu einer gesteigerten Conversion Rate bei. Darüber hinaus ist aber auch die Auswahl beliebter Paketdienste ein Kaufentscheidungskriterium. Dabei unterscheiden sich die Präferenzen von Land zu Land. Durch die Lagerung vor Ort ist die Wahl der Paketdienste einfacher und flexibler abwickelbar. So kannst du neben anderen Maßnahmen zur Optimierung der Conversion Rate das bestmögliche Ergebnis erzielen.

Zollabwicklung vereinfachen

Verkaufst du etwa an Kunden in Großbritannien, kann dir die Lagerung in einem britischen Fulfillment Center deine Logistik enorm vereinfachen. Zollformalitäten können gesammelt abgewickelt werden und deine Kunden werden davon nichts mitbekommen.

Lagerhausstandort

Dezentrale Lagerung im E-Commerce - Vorteile und Nachteile gegenüber zentraler Lagerung

In der Logistik spricht man von dezentraler Lagerung, wenn deine Produkte in mehr als einem Logistikzentrum eingelagert und von dort aus abgewickelt werden. Geschieht das in lediglich einem Lager, spricht man von zentraler Lagerung. 

Für beide Methoden gibt es jeweils Vor- und Nachteile. Lass uns also zunächst einen Blick auf die Vorteile der beiden Strategien werfen:

Vorteile von dezentraler Lagerung

Weiter oben wurden bereits einige der wichtigsten Vorteile der dezentralen Lagerung genannt. Zur Erinnerung:

  • Schnellere Versandzeiten
  • Geringere Versandkosten
  • Reduzierung der Umweltbelastung
  • Conversion Rate Steigerung
  • Vereinfachung der Zollprozesse

Darüber hinaus bietet eine dezentralisierte Lagerstrategie auch eine größere Flexibilität und Reliabilität. Kommt es etwa zu Ausfällen in einem Fulfillment Zentrum (sei es durch externe Umwelteinflüsse, Streiks, Corona Cluster oder ähnlichem) können die Bestellungen vorübergehend von anderen Standorten aus abgewickelt werden. Dadurch kann ein Stillstand der Logistik verhindert werden.

Vorteile von zentraler Lagerung

Geringere Lagerkosten

Lagert dein Unternehmen die Produkte in einem zentralen Lager, sind in der Regel geringere Investitionen nötig, als das der Fall bei mehreren Lagerhäusern der Fall ist. Zudem ist der Betrieb von mehreren Lagern meist mit größeren Personalkosten verbunden. Ein weiterer Faktor ist die Anlieferung deiner Produkte, die in größeren Mengen an einen Standort größtenteils billiger ist als in mehreren Chargen an verschiedene Standorte.

Geringere Komplexität

Ein zentrales Fulfillment Zentrum ist außerdem vornehmlich leichter zu überschauen und zu koordinieren, als mehrere Fulfillment Standorte. Dein Inventar befindet sich an einem Ort. Bei der Lagerung musst du zudem insgesamt geringere Lagerbestände pro SKU einplanen, als dies insgesamt im Fall von mehreren Lagerhäusern der Fall wäre.

Dasselbe gilt übrigens auch für deine Arbeitskräfte, wenn du die Logistik inhouse abwickelst.

Zentrale Lagerung oder Dezentrale Lagerung?

Zusammenfassend kann man festhalten, dass es keine allgemeingültige Antwort auf diese Frage gibt. Generell ist das aber häufig eine Frage der Priorisierung. Möchte man im Rahmen der internationalen Expansion die beste Kundenerfahrung bieten, so ist überwiegend die dezentrale Lagerung im Vorteil. Legt man größeren Wert auf Kostenersparnis, so ist oft die zentrale Lagerung zu bevorzugen.

Hier gibt es aber eine positive Nachricht. Fulfillment Unternehmen wie byrd geben dir die Möglichkeit deine Bestellabwicklung, ohne große Investitionen, auszulagern. Dabei werden die Kosten nämlich in den meisten Fällen anhand der tatsächlich abgewickelten Verkäufe berechnet. Das bedeutet, dass Fixkosten in variable Kosten umgewandelt werden können, was gerade bei skalierenden Unternehmen mehr Flexibilität ermöglicht und deswegen ein wichtiger Faktor ist. Somit erlaubt diese Methode das Beste aus beiden Welten zu vereinen. Dementsprechend verlangen aber auch Fulfillment Unternehmen eine entsprechende Entlohnung.

Cross Border Fulfillment - Ab wann lohnt sich die grenzüberschreitende Lagerung?

Wie so oft lautet hier die Antwort - es kommt darauf an. Aber worauf wirst du jetzt fragen?

Dabei gibt es einige Faktoren, die drei wichtigsten sind Folgende:

  • Zielmärkte
  • Anzahl an SKUs
  • Anzahl der Sendungen

Zielmärkte

Wenig überraschend ist die erste Frage, die du beantworten musst, nämlich woher der Großteil deiner Kunden kommt. Sind die meisten zum Beispiel aus Deutschland und nur wenige aus anderen Ländern, ist ein zentrales Lager in Deutschland häufig die beste Lösung. Zielst du aber auch auf andere Märkte, etwa auf Großbritannien ab, solltest du ein weiteres Lager auf der Insel in vielen Fällen in Betracht ziehen.

Anzahl der SKUs und der Sendungen

In solchen Fällen ist vor allem die Rate zwischen SKUs und monatlichen Sendungen entscheidend. Je größer dabei die relative Anzahl an Sendungen ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass eine dezentrale Lagerung von Vorteil ist.

SKUs, oder auch Stock Keeping Units, bezeichnen dabei die Anzahl an verschiedenen Produktarten. Verkaufst du etwa ein T-Shirt in den größen S, M und L handelt es sich dabei um 3 SKUs. Bietest du dieses Shirt dann noch in zwei Farben in den jeweiligen Größen an, handelt es sich bereits um 6 SKUs. So kommt schnell eine große Anzahl dieser Stock Keeping Units zustande. Diese erhöhen die Komplexität der Lagerung und des Versands. 

SKU erklärt

Ist dann die Menge an monatlichen Sendungen gering, zeigt sich, dass in einer geringen Umschlagshäufigkeit. Man stelle sich jetzt vor, dass diese große Anzahl an verschiedenen Produkten, jetzt auf verschiedene Lager aufgeteilt werden. Die Komplexität steigt dadurch weiter, während die Umschlagsrate steigt.

Eine Möglichkeit dies zu umgehen, ist es, bestimmte Märkte zunächst mit den Bestsellern zu versorgen um das Sortiment dann schrittweise zu erweitern.

Fazit

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Entscheidung für deinen Fulfillment Standort gut durchdacht werden sollte. Dies ist umso mehr der Fall, wenn du im grenzüberschreitenden E-Commerce tätig bist. Cross Border Fulfillment erhöht dabei die Komplexität deiner Logistik, bringt aber gleichzeitig einige entscheidende Vorteile mit sich. Aus diesem Grund stellt diese Methode, gerade im Zuge einer Auslagerung der Logistik, eine attraktive Option für viele international tätige Onlinehändler dar. 

 

Fotos von Cleyder Duque & Aksonsat Uanthoeng (Pexels)

Phillip Pitsch ist begeisterter SEO und Content Specialist bei byrd, der führenden Fulfillment Plattform in Europa, die Händlern erlaubt ihre Logistik schnell und einfach auszulagern. Als nebenberuflicher Onlinehändler kennt er die logistischen Pain Points aus eigener Erfahrung und versucht deshalb seine Expertise zu teilen.

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