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Sourcing, Produktion, Inspektion, Versand: So findest du die richtigen Partner in China

Sourcing, Produktion, Inspektion, Versand: So findest du die richtigen Partner in China

Die Auswahl an chinesischen Produzenten und Zulieferern ist wahrscheinlich so groß wie das Land selbst. Damit du das passende Unternehmen für dein Vorhaben findest, zeigen wir dir, auf welche vier Schlüsselprozesse du achten musst.

Eins steht fest: In Sachen Warenexport kommt derzeit kein Land an China vorbei. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt exportierte 2018 Waren im Gesamtwert von 2,5 Billionen US-Dollar – das ist Weltklasse. War das Land früher noch bekannt für seine Billigprodukte, ist es heute auf dem Vormarsch zur technologischen Supermacht. Da wundert es nicht, dass Computer sowie Rundfunk- und Fernsehgeräte zu den am meisten exportierten chinesischen Waren gehören. Wenn du vom Know-how chinesischer Hersteller profitieren möchtest und deine Waren zukünftig aus China importieren willst, musst du auf diese vier Schlüsselprozesse achten:

  • Sourcing: den passenden Produzenten finden.
  • Produktion: das Produkt nach deinen Vorgaben produzieren lassen.
  • Inspektion: die Qualität überprüfen und optimieren.
  • Versand: das Endprodukt korrekt verpacken und versenden.

Agenturen

In den meisten Fällen wirst du die oben genannten vier Arbeitsschritte nicht selbst ausführen können. Die Gründe sind ganz unterschiedlich:

  • Du lebst nicht in China und/oder kannst nicht vor Ort sein.
  • Du sprichst kein chinesisch bzw. keine der in China geläufigen Sprachen.
  • Du kennst den chinesischen Markt nicht.
  • Du kennst die Produzenten nicht.
  • Du kennst die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht.
  • Du kennst die sozialen, kulturellen Eigenheiten nicht.

Diese Gründe treffen auf die meisten der Online-Händler in Deutschland zu. Jedoch ist das kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Zum Glück kannst du die vier wichtigen Prozesse an Agenturen auslagern. Diese haben sich entweder auf einen Schlüsselprozess spezialisiert oder bieten gleich alle vier aus einer Hand an.

Die Agenturen sitzen meist in Deutschland und haben ein zusätzliches Experten-Team in China. Der Vorteil: Durch ihre jahrelange Arbeit kennen die Mitarbeiter den chinesischen Markt und seine gesetzlichen Vorgaben sehr genau. Sie haben Kontakte zu zahlreichen Branchen und sind mit den lokalen Akteuren und Eigenheiten vertraut. Da die Teams aus chinesischen Muttersprachlern bestehen, kommt es erst gar nicht zu sprachlichen oder kulturellen Missverständnissen.

Plattformen wie alibaba.com oder eine einfache Suche auf Google nach dem Suchbegriff Sourcing China” helfen dir beim Finden eines Anbieters.

Nachdem du nun weißt, wie du dein Sourcing, deine Produktion, deine Inspektion und deinen Versand an externe Agenturen auslagern kannst, wollen wir nun auf die vier Schlüsselprozesse genauer eingehen und dir zeigen, wie sie ablaufen und auf welche Details du besonders achten musst.

Sourcing

Du weißt bereits, was du in China produzieren lassen willst, und suchst noch den passenden Produzenten? Dann kannst du dich beispielsweise an eine Sourcing-Agentur wenden. Zuerst briefst du deine Agentur mit den nötigen Informationen. Anschließend screent ein professionelles Team vor Ort den chinesischen Markt für dich und fragt bei verschiedenen Lieferanten an.

Schließlich bekommst du eine Auswahl an unterschiedlichen Produzenten inklusive aller Informationen über Stückzahl, Preis und Produktionsdauer. Natürlich kannst du deine Anfrage gleich mehreren Agenturen stellen, um mehr Vorschläge zu erhalten. Letztendlich geht es darum, wie viel du ausgeben möchtest.

Stichwort Finanzierung: Weißt du eigentlich, wie du deinen bevorstehenden Wareneinkauf bezahlen willst? Darüber solltest du dir spätestens jetzt Gedanken machen. Zwar gibt es für kleine und mittelgroße Unternehmen zahlreiche Finanzierungsmöglichkeiten. Jedoch sind viele Angebote nicht wirklich kleinunternehmerfreundlich. Wer sich einmal damit beschäftigt hat, kennt das zu gut.

Eine der interessantesten Finanzierungen bietet VAI Trade. Das Berliner Fintech übernimmt deine Lieferantenrechnung und streckt für dich vor. Sogar weltweite Vorkasse ist möglich. Dein Lieferant bekommt sein Geld sofort überwiesen. So kann er dir deine Ware gleich liefern – und du kannst mit dem Verkauf beginnen.

Die vier wichtigsten Vorteile (insbesondere für Kleinunternehmer) sind:

  • VAI zahlt deine Rechnungen bis zu 50.000 Euro.
  • Beim Zurückzahlen hast du bis zu 180 Tage Zeit.
  • Du erhältst einen Finanzierungsrahmen, den du immer wieder ausschöpfen kannst.
  • Dein vielleicht größter Vorteil: Du bleibst finanziell flexibel.

(Infografik von VAI Trade zur Verfügung gestellt.)

So schonst du dein Eigenkapital. Nebenbei wirst du zum Darling deines Lieferanten. Denn dieser erhält sein Geld sofort und wird definitiv keinen Zahlungsausfall haben. Ggf. springt für dich sogar ein Skonto heraus. VAI Trade solltest du dir in jedem Fall merken.

Produktion

Nachdem du nun den passenden chinesischen Produzenten gefunden hast, kann es mit der Produktion auch schon losgehen, oder? Nicht ganz. Durch die Entfernung bist du nicht in der Lage, den Herstellungsprozess vor Ort zu verfolgen. Mögliche Produktionsfehler wirst du deshalb nicht frühzeitig erkennen und korrigieren können. Du ahnst es bestimmt: Auch hierbei kannst du eine Agentur zwischenschalten.

Ganz wichtig: Weise deinen chinesischen Ansprechpartner so exakt wie möglich ein. Mache ihn auf die Details deines Produktes aufmerksam – zum Beispiel mithilfe von Fotos oder Zeichnungen. Was ist dir besonders wichtig? Was muss eventuell aus rechtlicher Sicht eingehalten werden? Sei dir bitte darüber im Klaren, dass deine Produktionsagentur nur so gut arbeiten kann, wie du sie mit Informationen versorgst.

Videocalls via Skype oder WeChat sind unerlässliche Kommunikationsmittel - nutze sie! Auch wenn es dein persönliches Erscheinen nicht ganz ersetzen kann, wird es dir die Arbeit erleichtern. Und du sparst dir die Reise nach China.

Im Anschluss teilt dein Ansprechpartner bei der Agentur sämtliche Infos mit dem Produzenten und bespricht das weitere Vorgehen mit ihm.

Inspektion

Sobald die ersten Exemplare deines Produktes vom Band laufen, nimmt die Agentur diese Musterproben genau unter die Lupe und prüft sie auf Produktionsfehler. Stimmen die Farben? Wie ist die Verarbeitung? Gibt es kaputte Stellen (Brüche, Risse)? Fehlt etwas oder ist etwas zu viel? Alle Mängel werden in einem Produktionsprotokoll dokumentiert – einem pdf-Dokument, das Fotos der einzelnen Mängel und Kommentare beinhaltet. Für dich sind diese Protokolle essentiell, da du anhand derer den Produktionsfortschritt von Korrekturschleife zu Korrekturschleife ablesen kannst.

Übrigens: Dieser Vorgang kann mehrere dieser Korrekturschleifen beinhalten. Wenn du also von Hause aus geduldig bist, kann das durchaus hilfreich sein.

Versand

Entspricht das Endprodukt deinen Vorstellungen? Prima, dann steht dem Versand nichts mehr im Weg, denkst du dir vielleicht. Doch hier ist Vorsicht geboten. Hat dein Produkt eine eigene Verpackung so wie ein Smartphone oder ist es in eine einfache Plastikfolie gewickelt wie ein Pullover? In jedem Fall musst du unbedingt überprüfen lassen, wie es verpackt wurde.

Denn: Beschädigte Verpackungen möchte kein Endkunde haben. Bei einem in Folie gewickelten Pullover ist das sicherlich nicht so dramatisch, wohl aber beim eben erwähnten Smartphone. Eine defekte Verpackung strafen Kunden später beim Online-Ranking ab. Bei durchsichtigen Verpackungen ist es wichtig, zu checken, ob beispielsweise die innovative Vorder- oder die langweilige Rückseite deines Produktes zu sehen ist.

Aus diesem Grund ist eine genaue Unterweisung deines chinesischen Agenturpartners in puncto Verpackung und Versand von großer Bedeutung. Achte auf jedes kleine Detail und teile es deinem Ansprechpartner mit. Nur wenn er von Anfang an all deine Wünsche und Vorgaben kennt, kann er sie zu deiner Zufriedenheit umsetzen. Und deine Kunden werden dies honorieren – durch positive Bewertungen und Weiterempfehlungen.

Abschließend musst du dir überlegen, ob dein Produkt direkt zu dir versandt oder bis zur Auslieferung an den Endkunden in China zwischengelagert werden soll.

Bist du Amazon FBA-Händler? Dann kannst du deine Ware auch an ein Außenlager von Amazon schicken lassen. Mach dich aber zuvor mit den Vorgaben von Amazon vertraut.

Lässt du dir die Ware nach Deutschland liefern, dann steht dir der Versand per Schiff, Zug oder Flugzeug zur Auswahl. Mit dem Flugzeug geht es besonders schnell und dauert nur einige Tage. Der Zug braucht da schon deutlich länger (einige Wochen). Und am längsten dauert es mit dem Schiff (u. U. einige Monate).

An dieser Stelle sei noch gesagt, dass deine Agentur sich ebenfalls mit dem Versand aus China heraus auskennt. So entsteht erst gar kein Stolperstein vor Ort für dich.

Fazit

Wie du gemerkt hast, musst du nicht zwangsläufig in China sein, um in China produzieren zu können. Agenturen bilden den verlängerten Arm und führen dich Schritt für Schritt zum Ziel.

Was wir dir empfehlen, ist: Sei detailverliebt, sei geduldig, sei leidenschaftlich. 

Sollte mal eine Deadline, die du dir selbst gesetzt hast, verstreichen, ist das nicht schlimm. Viel wichtiger ist, dass das Produkt am Ende deinen persönlichen Vorstellungen entspricht. Und wenn schließlich alles stimmt, kann der Verkauf auch schon losgehen.

Adrian Krüger

ist Marketing Lead bei VAI. Das Berliner Fintech ermöglicht Online-Händlern eine Warenfinanzierung auf Knopfdruck.